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Renault Grand Scénic dCi 160 FAP

Mehr als nur kompakt

Der neue Renault Grand Scénic zählt zwar noch zu den Kompaktvans, hat aber innen wie außen mächtig an Größe zugelegt

Eckdaten
PS-kW160 PS (118 kW)
AntriebVorderrad, 6 Gang manuell
0-100 km/hk.A.
Höchstgeschwindigkeit205 km/h
Preis26.000,00 €

Es ist schon ein wenig bitter mitanzusehen, wie man als einstiger Trendsetter von der jüngeren Konkurrenz rapide eingeholt wird. Mit dem Mégane Scénic erfand Renault bereits 1995 den Kompaktvan europäischer Prägung. Die verdutzten Wettbewerber haben zwarlange gebraucht, um auf den Bestseller zu reagieren, waren dann aber so gut aufgestellt, dass Renault selbst mit dem Scénic der zweiten Generation (ab 2002) gerade so eben mithalten konnte.

Meister der Variabibilität

Doch das Blatt soll sich nun zugunsten der Franzosen wenden. Scénic Nummer Drei kommt zwar erst im Juni in den Handel, die längere Version Grand Scénic rollt aber bereits jetzt in die Schauräume. Und Grand ist in diesem Fall keine Worthülse: Der Van streckt sich nun auf eine Länge von 4,56 Metern und misst parkhauskritische 1,85 Meter in der Breite. Das Wachstum hat ihm gutgetan. Vorn und auf den drei Einzelsitzen in der zweiten Reihe hat man nun deutlich mehr Bewegungsfreiheit als zuvor.

Das gilt auch für die beiden im Boden versenkbaren Klappsitze der dritten Reihe (Aufpreis: 700 Euro), allerdings fallen Lehnenhöhe und Schenkelauflage hier zu gering aus. Zwar schrumpft das Gepäckvolumen auf magere 208 Liter, wenn alle sieben Sitze belegt sind. Doch bei einer Fünfer-Besatzung bleiben 564 Liter übrig, stufenweise erweiterbar durch Umklappen oder Ausbauen der drei Einzelsitze, sodass maximal 2063 Liter Laderaum entstehen. Über Überdies ist die Beifahrersitzlehne umlegbar, wodurch auch 2,75 Meter lange Dachlatten mitreisen können. Zahlreiche Ablagefächer sowie eine verschiebbare Mittelkonsole vorn untermauern das praktische Talent.

Hier geht es zum Vergleichstest in der Kompaktvan-Klasse:
» Mazda 5 2.0 MZR, Renault Grand Scénic TCe 130 und VW Touran 1.4 TSI

Doch die Franzosen zeigen nicht nur Sinn fürs Praktische. Umgeben von einer hochwertig wirkenden, gut verarbeiteten Innenausstattung blickt der Fahrer statt auf klassische Uhren und Kontroll leuchten auf ein in Farbe und Grafik individuell einstellbares und gut ablesbares TFT-Display. Sofern man 490 Euro zusätzlich investiert oder die Topausstattung Luxe wählt, findet sich rechts daneben der kleine, fest eingebaute Farbbildschirm des Tom- Tom-Navigationssystems. Auch sonst bereitet der Scénic wenig Probleme.

Nur das Schalterfeld in der Mittelkonsole für einen Teil der Audiound für die Navi-Funktionen will erst einmal durchschaut werden. Zudem rasten die etwas zu kurzen Blinker- und Wischerhebel nicht exakt genug.

Deutlich gewonnen hat das Fahrgefühl im Grand Scénic. Besonders der neue Top-Diesel dCi 160 bringt den großen Kompakten kraftvoll auf Trab, ziehtmit seinen 160 PS und maximal 380 Nm Drehmoment kraftvoll Deutlich gewonnen hat das Fahrgefühl im Grand Scénic. Besonders der neue Top-Diesel dCi 160 bringt den großen Kompakten kraftvoll auf Trab, zieht mit seinen 160 PS und maximal 380 Nm Drehmoment kraftvoll Kontrollbereits ab 1500 Touren durch, dreht aber auch tapfer bis über 4000 Umdrehungen, ohne dabei großen Radau zu machen.

Mehr Fahrvergnügen

Das dient auch der Fahrdynamik, die im Vergleich zum Vorgänger durch eine wesentlich präzisere und mit mehr Rückmeldung gesegnete Lenkung unterstützt wird. Im Kurvengrenzbereich, der erstaunlich hoch angesiedelt ist, bleibt der Van lammfromm, schiebt mäßig über die Vorderräder und wird vom ESP sicher auf Kurs gehalten. Trotz straffer Auslegung hat sich der Scénic seinen geschmeidigen Federungs-, Geräusch- und Abrollkomfort bewahrt – sehr angenehm besonders auf langen Strecken.

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An den Start geht der Grand Scénic mit umfangreicher Serienausstattung (ESP, Klima, Fensterheber, Radio/CD) und mit drei Benzinern – neuer 1,4-Liter-Turbo und 2.0 mit CVT-Getriebe und 140 PS – sowie vier Dieselmotoren: 1.5 dCi mit 110 PS, 1.9 dCi mit 130 PS, 2.0 dCi mit 160 oder als Automatik mit 150 PS. Der Einstieg beginnt bei 20 200 Euro für den 1.6, der günstigste Diesel mit 130 PS, 1.6 mit 110 PS liegt bei 22 300 Euro, währendder dCi 160 ab 26 000 Euro zu haben ist. Der kürzere (4,34 Meter) Scénic kommt im Juni mit den gleichen Motorisierungen auf den Markt und kostet 1100 Euro weniger als der Grand.
Jürgen Voigt

Inhaltsübersicht

Autos im Test

Renault Grand Scénic dCi 160

PS/KW 160/118

0-100 km/h in k.A.

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 205 km/h

Preis 26.000,00 €