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Toyota RAV4 2.0 VVT-i im Fahrbericht

Toyota RAV4 2.0 VVT-i

Toyotas erfolgreiches Freizeitmobil RAV4 geht in die dritte Generation. Größer, fahrsicherer und auchvielseitiger wirbt die Mischung aus Geländewagen und Kompaktvan um die Gunst der Kunden

Eckdaten
PS-kW152 PS (112 kW)
AntriebAllradantrieb, permanent, 5 Gang manuell
0-100 km/h10.60 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit185 km/h
Preis25.700,00 €

So schnell können zwölf Jahre vergehen: Bereits 1994 wurde der erste Toyota RAV4 vorgestellt und begründete damit eine neue, allradgetriebene Fahrzeuggeneration. 120.000 RAV4 ließen sich allein in Deutschland verkaufen, davon 17500 im vergangenen Jahr. Die dritte Auflage, die ab März bei den Händlern steht, ist in ihrem Auftritt noch zurückhaltender, vom Windkanal noch runder geschliffen. Geschrumpft ist sie aber nicht: In der Länge (4395 Millimeter) hat sie gegenüber dem Vorgänger um 130, in der Breite (1815) um 80 und in der Höhe (1685) um fünf Millimeter zugelegt. Der Radstand wuchs um sieben Zentimeter auf 2,56 Meter. Was nach wenig klingt, macht viel aus: Das Raumgefühl ist deutlich besser geworden - allen Mitreisenden steht nun ein klares Plus an Bein-, Kopf- und Schulterfreiheit zur Verfügung. Im neuen RAV4 findet sich auch das Easy-Flat-System wieder, mit dem sich die komplette, asymmetrisch geteilte Rücksitzbank sehr einfach und schnell in eine flache Position umlegen lässt. So entsteht ohne lästigen Sitzausbau ein ebener und bis zu 1752 Liter fassender Laderaum. Damit konkurriert der Japaner in den Maßen und in puncto Variabilität mit gut gemachten Kombis oder Kompaktvans, die aber seine – wenn auch mangels Differenzialsperren eingeschränkte – Geländetauglichkeit nicht bieten. Der Innenraum und vor allem das Cockpit muten aufgeräumt und sachlich-modern an. Allerdings können Kunststoffqualität und -passgenauigkeit nicht voll überzeugen. Das gilt auch für die Sitze, die weder ausgeprägt bequem noch gut konturiert sind. Zudem sind die Sitzflächen recht kurz. Auch der Federungskomfort des RAV4 lässt zu wünschen übrig, denn speziell auf welliger Fahrbahn oder beim Überfahren von Querfugen dringen Stöße nahezu ungefiltert zu den Passagieren durch. Einen positiven Eindruck hinterlässt die elektrisch unterstützte Servolenkung. Sie arbeitet mit befriedigender Präzision und guter Rückmeldung. Der Clou des neuen Toyoyta RAV4 dürfte das Sicherheitspaket sein, das derzeit kein anderer Hersteller in dieser Klasse bietet: Neun teilweise mehrstufige Airbags zählen zur Serie, darunter auch ein Knie-Airbag. Eine elektronische Vernetzung des variablen, stufenlosen Allradantriebs mit Komponenten wie VSC (ESP), ABS und der Lenkung führt zu einem in der Praxis stets gutmütigen Fahrverhalten. In Notsituationen werden falsche Lenkbefehle unterdrückt, und gezielte Bremseingriffe halten das Fahrzeug auf Kurs. Doch auch ohne Not vermittelt das Fahren im RAV Nummer drei viel Freude: Er lässt sich für ein Auto dieser Klasse sehr handlich und leicht bewegen, läuft auf der Autobahn prima geradeaus. Der Zweiliter-Benzinmotor unseres Testwagens fiel besonders am Berg mit seiner Anfahrschwäche auf. Trotz variabler Ventilsteuerung drehte der 152 PS starke 2.0 VVT-i (ab 25 700 Euro) nur unwillig hoch und neigte am Ende des Drehzahlbands zum Brummen. Wahlweise stehen zwei Dieselaggregate zur Verfügung: der 2.2 D-4D (ab 27 300 Euro) leistet 136 PS, kommt aber erst 2007 mit Partikelfilter. Den hat der 177 PS leistende 2.2 D-CAT (ab 30 900 Euro) schon jetzt und glänzt darüber hinaus mit Kultiviertheit, Drehfreude und fülligem, stets präsentem Drehmoment.
Dirk Vincken

Inhaltsübersicht

Autos im Test

Toyota RAV4 2.0 VVT-i

PS/KW 152/112

0-100 km/h in 10.60s

Allradantrieb, permanent, 5 Gang manuell

Spitze 185 km/h

Preis 25.700,00 €