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Peugeot 207 CC HDi FAP 110

Frischer Wind

Der erfolgreiche Peugeot 206 CC schließt sein Dach für immer. Ab 10. März steht der Nachfolger bei den Händlern. Weckt der 207 CC die Lust auf den Frühling?

Eckdaten
PS-kW109 PS (80 kW)
AntriebVorderrad, 5 Gang manuell
0-100 km/h10.90 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit193 km/h
Preis21.000,00 €

Man musste bislang nicht unbedingt eine frankophile Ader haben, um sich für den Peugeot 206 CC zu erwärmen. War er doch mit seinem gelungenen Design voll Boulevard-tauglich, dank Metallklappdach winterfest und durch die Verwendung bewährter Großserientechnik unkapriziös und vergleichsweise günstig in Anschaffung und Unterhalt. Diese Eigenschaften animierten von 1999 bis 2006 in Deutschland fast 100000 Frischluft-Fans zum Kauf. Ab sofort rollt der Nachfolger von den Fließbändern des Peugeot-Werks in Madrid. Wie der Name schon vermuten lässt, basiert der 207 CC auf dem geschlossenen 207. Der große Kühllufteinlass sowie das neu gestaltete Heck mit dem "Aluminium-Kragen" am Heckscheibensockel lassen ihn erwachsener erscheinen als den 206 CC. Unter dem Heckdeckel bietet er bei geschlossenem Dach einen Kofferraum mit 370 Liter Volumen. Wenn aber die zweiteilige Dachkonstruktion nach 25 Sekunden im Gepäckabteil verschwunden ist, stehen nur noch 145 Liter bereit. Das Dach entriegelt, öffnet und schließt sich elektrisch. Dessen Produktion übernimmt übrigens nicht mehr der Zulieferer Heuliez, sondern Peugeot selbst. Verchromte Überrollbügel hinter den beiden Notsitzen schnellen bei einem drohenden Überschlag in 175 Millisekunden nach oben und sollen den Passagieren den Überlebensraum sichern. Ein zusätzlicher Lenksäulenairbag schützt bei einem Aufprall die Beine des Fahrers. Auch für komfortables Reisen ist gesorgt: Dank der im Vergleich zum Vorgänger um zehn Millimeter abgesenkten Sitzposition und der neu gestalteten Sitze ist die Kopffreiheit spürbar gewachsen. Und auch bei den Innenraum-Materialien haben die Franzosen Hand angelegt – die Verarbeitungsqualität des Neuen ist merklich hochwertiger als im 206 CC. Drei Motoren stehen zur Wahl. Zwei 1,6-Liter bilden die Benziner-Fraktion: als Saugversion mit 120, als Turbo mit 150 PS. Beide Triebwerke stammen aus der Kooperation von PSA (Peugeot/Citroën) und BMW. Die Kraftübertragung übernehmen Fünfganggetriebe, nur der kleine Benziner ist mit einer Automatik lieferbar. Als Diesel gibt es den bekannten 1,6 Liter großen HDi mit Rußpartikelfilter und Sechsganggetriebe, den wir für die erste Ausfahrt wählten. Der Common-Rail-Motor arbeitet leise und selbst an der Drehzahlgrenze von 4700/min noch vibrationsarm. Mit seinem maximalen Drehmoment von 240 Newtonmetern, das eine Overboost-Funktion beim Beschleunigen kurzzeitig um weitere 20 Nm steigert, ist schaltfaules Fahren möglich. In 10,9 Sekunden soll Landstraßentempo 100 km/h erreicht sein, die Höchstgeschwindigkeit gibt Peugeot mit 193 km/h an, und der EU-Verbrauch soll bei 5,2 Liter Diesel pro 100 Kilometer liegen. Unterwegs bietet der 207 CC einen deutlich besseren Federungskomfort als der 206. Positiv ist auch die höhere Verwindungssteifigkeit. Mit geöffnetem Verdeck lassen sich selbst 130 km/h noch relativ zugfrei genießen, ein Windschott kostet 260 Euro extra. Bei Kurvenfahrt neigt sich der Frischluft-Löwe nur wenig zur Seite, dabei baut seine Lenkung allerdings relativ hohe Rückstellkräfte auf. Zur Markteinführung stehen die Ausstattungen Filou, Sport und Platinum zur Verfügung. Die Preise beginnen bei 18450 Euro für den 120-PS-Benziner, den HDi gibt es ab 20500 Euro. Darin enthalten sind 500 Euro Rabatt, die Peugeot beim Kauf eines 207 CC bis zum 30. April spendiert. Das dürfte nun den Verkauf ankurbeln – der Frühling kann kommen. Elmar Siepen

Inhaltsübersicht

Autos im Test

Peugeot 207 CC HDi FAP 110

PS/KW 109/80

0-100 km/h in 10.90s

Vorderrad, 5 Gang manuell

Spitze 193 km/h

Preis 21.000,00 €