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Oben angekommen - Lexus LS 460

Oben angekommen

Mit dem komplett neuen LS 460 findet Toyotas Nobelmarke Lexus eine eigene, sehr überzeugende Interpretation der Luxusklasse. Komfort, Qualität und Hightech auf höchstem Niveau zeichnen das Flaggschiff aus

Eckdaten
PS-kW381 PS (280 kW)
AntriebHeckantrieb, 7 Gang Automatik
0-100 km/h5.70 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit250 km/h
Preisk.A.

Da steht sie nun, die neue Speerspitze des japanischen Automobilbaus. Das komplett neue Flaggschiff LS 460 der Marke Lexus meint es ernst, ist bis in den letzten Winkel gerüstet mit Technik-Innovationen und kommt doch so schlicht daher. Glatte, harmonisch ineinander übergehende Flächen, ein Design wie aus einem Guss, aber nichts, woran der Blick haftet - unter den großen Luxuslinern zählt der Lexus zu den unscheinbaren Größen. Auch im mehr als geräumigen Innenraum hält sich der Japaner vornehm zurück, wahrt gekonnt die Balance zwischen Hightech-Ambiente und gediegenem Wohnkomfort. Dennoch fällt der erste Kontakt zum Lexus LS nicht ganz leicht. Eine Flut von Schaltern, Tasten und Anzeigen empfängt den Fahrer an seinem überaus bequemen Arbeitsplatz, der sich perfekt an jede Körperstatur anpassen lässt. Doch auch ohne stundenlanges Studium des Bordhandbuchs - Betriebsanleitung wäre untertrieben - hat man die wichtigsten Funktionen im Lexus schnell erfasst. Auf ein integriertes Bediensystem á la iDrive bei BMW oder MMI bei Audi hat man bei Lexus bewusst verzichtet - der Kunde wünsche dies so. Dafür arbeitet man mit einem Touchscreen, über den sich zum Beispiel Navigation und Audioanlage bedienen lassen. Der Bildschirm liegt gut erreichbar in der oberen Mittelkonsole, jedoch relativ weit außerhalb des Fahrersichtfelds. Eine Domäne des Lexus LS war schon immer das lautlose Gleiten. Dies wurde in der aktuellen vierten LS-Generation perfektioniert. Sowohl Abroll-, Wind- als auch Antriebsgeräusche nimmt der Fahrer kaum wahr und kann sich so dem exzellenten Sound der 19-Lautsprecher-Audioanlage widmen, die - gegen Aufpreis - die amerikanischen Hi-Fi-Spezialisten von Mark Levinson beisteuern. Zwar verfügte das Testmodell noch nicht über die endgültige Feinabstimmung, der adaptiven Luftfederung darf man aber schon jetzt einen nahezu makellosen Federungskomfort bescheinigen. Unbehelligt von Unebenheiten jeglicher Art genießen die Passagiere höchsten Reisekomfort, besonders wenn sie auf der aufpreispflichtigen Einzelsitzanlage im Fond untergebracht sind, wo man sich optional auch an einem DVD-Entertainment-System erfreut. Zwar verfügt das adaptive Fahrwerk auch über einen Sportmodus, doch selbst in diesem bleibt die Abstimmung eher soft, was in Kurven zu relativ starker Seitenneigung führt. Obwohl die extrem kultivierte Antriebseinheit aus ruhig laufendem V8 (380 PS) und butterweich schaltender Achtstufen-Automatik stets reichlich Vortrieb zur Verfügung stellt, taugt der Lexus eher zum schnellen Gleiten als zum Kurvenheizen. Wie sich der LS gegenüber Mercedes S-Klasse, BMW 7er und Audi A8 schlägt, lässt sich erst in einem Vergleichstest klären. Auch der Preis muss bis zum Start im Januar 2007 noch fixiert werden, er wird - grob geschätzt - bei etwa 80000 Euro liegen. Alternativ ist auch eine Langversion lieferbar, das Topmodell LS 600h mit Hybridantrieb folgt im Sommer 2007. Jürgen Voigt

Inhaltsübersicht

Autos im Test

Lexus LS 460

PS/KW 381/280

0-100 km/h in 5.70s

Heckantrieb, 7 Gang Automatik

Spitze 250 km/h

Preis k.A.