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Nissan Pathfinder 2.5 dCi im Fahrbericht

Neu, aber vertraut

Mit dem Pathfinder, der Ende März zum Händler rollt, präsentiert Nissan seine fünfte Offroad-Linie. Das neu entwickelte SUV empfängt den Fahrer mit bekanntem Ambiente und Feinschliff in vielen Details

Eckdaten
PS-kW174 PS (128 kW)
AntriebAllradantrieb, permanent, 6 Gang manuell
0-100 km/h12.30 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit175 km/h
Preis33.900,00 €

Optisch gesehen setzen die Designer des neuen Nissan Pathfinder auf bewährte Stilelemente des Geländewagenbaus. Wuchtige Stoßfänger und kräftige Radhäuser lassen formal keine Bedenken über die Geländegängigkeit aufkommen. Technisch verschwinden eventuelle Zweifel spätestens nach Betätigen der neuen Geländeuntersetzung, um die der bewährte All-Mode 4x4-Antrieb erweitert wurde. Eine elektronisch gesteuerte Mehrscheibenkupplung verteilt das Antriebsmoment des kräftigen Turbodiesels bedarfsgerecht an die Achsen. Und Kraft liefert der 2,5-Liter-dCi-Motor satt. Mit über 400 Newtonmetern wuchtet der 2,5-Liter den Pathfinder den Berg hinauf. Der Motor ist ein echtes Sahnestück. Gegenläufige Ausgleichswellen erhöhen die Laufruhe, und die gleichmäßige Kraftentfaltung aus niedrigsten Drehzahlen begeistert. Ein Partikelfilter ist jedoch nicht an Bord. Sein Spitzentempo von 175 km/h erreicht der Nissan auf der Autobahn schnell. Die Windgeräusche der Karosserie fallen nicht störend auf, und das Motorgeräusch bleibt vornehm zurückhaltend. Mit verantwortlich dafür ist das knackige Sechsgang-Getriebe, das für ein niedriges Drehzahlniveau bei Höchsttempo sorgt und als Nebeneffekt den EU-Verbrauch auf 9,0 Liter begrenzen soll. Einziger Kritikpunkt: Die Schaltebenen liegen zu eng beieinander - so trifft der Fahrer nicht immer auf Anhieb die gewünschte Fahrstufe. Allein das robuste Fahrwerk kann seine Offroad-Bestimmung nicht verleugnen. Querfugen auf glatten Straßen erzeugen ein leichtes Zittern in der Karosse und im Lenkrad, obwohl die Ingenieure an strapazierfähiger Leiterrahmentechnologie festhielten. Der Fahrgastraum unseres Pathfinder Elegance, der zweiten Ausstattungsstufe, verströmt kühle Funktionalität und ein angenehmes Raumgefühl. Alles ist zwar ergonomisch günstig positioniert, der Materialmix und das etwas zerklüftete Armaturenbrett könnten jedoch gepflegter ausfallen. Die Sitze bieten im Schulterbereich zu wenig Seitenhalt, erfüllen sonst jedoch hohe Komfortansprüche auf der Langstrecke. In der zweiten und dritten Sitzreihe geht es deutlich beengter zu. Die geringe Höhe der Sitzfläche über dem Wagenboden - hier ist die Leiterrahmenkonstruktion im Unterboden im Weg - wirkt auf Reisen krampffördernd. Der Einstieg zur dritten Sitzreihe gelingt problemlos, da der Klappmechanismus dank Federunterstützung leichtgängig funktioniert. Praktisch: Nach dem Umklappen aller Rücksitze entsteht ein topfebener Laderaum. Typisch für Nissan: die Ausstattungspolitik in "Paketform". Wer einen elektrisch einstellbaren Sitz wünscht, muss gleich den Nissan Pathfinder Premium ordern und dann 7500 Euro mehr berappen - für weitere Details, die er eigentlich nicht benötigt. Einzig separat lieferbares Extra für den fünfsitzigen Basis-Pathfinder Comfort ist die Metalliclackierung. Wer sieben Sitze, ein Automatik-Getriebe oder ein Navigationssystem möchte, muss mindestens die Linie Elegance (37400 Euro) ordern. Damit relativiert sich der günstige Basispreis von 33900 Euro. Fazit: Der Turbodiesel begeistert, die Vielseitigkeit des Pathfinder überzeugt - allerdings sollte Nissan oft gefragte Extras auch separat anbieten.

Inhaltsübersicht

Autos im Test

Nissan Pathfinder 2.5 dCi

PS/KW 174/128

0-100 km/h in 12.30s

Allradantrieb, permanent, 6 Gang manuell

Spitze 175 km/h

Preis 33.900,00 €