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Neuer Ford Mondeo

FORD-Schritt

Mit der jüngsten Mondeo-Generation läuft Ford zur Höchstform auf. Davon konnten wir uns bei exklusiven Testfahrten überzeugen

Eckdaten
PS-kW220 PS (162 kW)
AntriebVorderrad, 6 Gang manuell
0-100 km/h7.50 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit245 km/h
Preis28.100,00 €

Der Unterschied ist schon verblüffend. Die straßenbaulichen Nicklichkeiten, mit denen die Komfortstrecke des Ford- Testgeländes in Lommel (Belgien) nur so gespickt ist, lassen uns völlig kalt. Im Gegensatz zu seinem vergleichsweise steifbeinigen und poltrigen Vorgänger meistert der brandneue Mondeo den Parcours mit einer bemerkenswerten Ruhe, filtert Querfugen und Bodenwellen sehr feinfühlig heraus. "Grundsätzlich hatten wir den Vorteil, bei der Entwicklung des Autos auf eine sehr fortschrittliche Chassis-Technologie setzen zu können. Dadurch konnten wir auch kleinen Details große Aufmerksamkeit widmen und viel Zeit in die präzise Abstimmung des Fahrwerks investieren", erläutert mein Beifahrer Jens Ludmann. Und der muss es als verantwortlicher Chefingenieur für den neuen Mondeo ja wissen. Spürbarer Fortschritt Wie bereits sein Vorgänger hat auch der neue Mondeo eine McPherson-Federbeinachse vorn und eine Mehrfachlenkerkonstruktion hinten. Dabei ist es den Technikern gelungen, Geräusch- und Federungskomfort zu verbessern, ohne den bekannt agilen Grundcharakter des Mondeo zu verwässern. Davon konnten wir uns sowohl auf öffentlichen Straßen als auch auf der anspruchsvollen Handlingstrecke in Lommel überzeugen. Mit der nun direkter übersetzten, hydraulisch unterstützten Lenkung lässt sich der Ford spontan und dennoch gefühlvoll einlenken. Geschwindigkeitsüberschuss baut er sanft untersteuernd ab, Lastwechsel quittiert er gut kontrollierbar mit einem ruhigen Eindrehen des Hecks, sodass das sanft regelnde ESP nur selten eingreifen muss. Der um fast zehn Zentimeter gewachsene Radstand sowie die akribische Feinabstimmung der Achskinematik sind der Schlüssel zur beachtlichen Kurvendynamik und zur guten Beherrschbarkeit des neuen Mondeo. "Das war nicht leicht", so der knappe Kommentar von Joe Bakaj, Vizepräsident und Entwicklungschef (Ford Europa). Die Mühe hat sich gelohnt. Besonders der von uns gefahrene Fünftürer mit der Topmotorisierung, dem 2,5-Liter-Fünfzylinder-Turbo, setzt sich bestens in Szene. Muss er auch, denn einen Sechszylinder wird es im Mondeo zum Verkaufsstart am 16. Juni nicht geben. Da aber dieser 220 PS starke Turbo-Reihenfünfer über den gesamten Drehzahlbereich kraftvoll, aber zugleich kultiviert agiert, wird niemand einen V6 vermissen. Nicht ganz so kräftig und wohlklingend, aber wesentlich ökonomischer ist der ebenfalls von uns gefahrene 2.0 TDCi mit 140 PS, der aus der Diesel-Kooperation mit PSA (Peugeot/Citroën) stammt. Beiden Antrieben gemein ist ein sehr leichtgängig schaltbares Sechsganggetriebe, wobei die Schaltwege etwas lang ausfallen und die Schaltgassen recht eng beieinander liegen. Dieser Ford zeigt Größe Dank des längeren Radstands und der größeren Innenbreite gehört der Mondeo zu den Größten seiner Klasse, worüber sich besonders die Fondpassagiere freuen. Lediglich Sitzriesen würden sich im Fünf- und im Viertürer über etwas mehr Kopffreiheit hinten freuen. Das im Vergleich zu Kombi und Fünftürer etwas länger bauende Heck des Viertürers hält mit 550 Litern ein sehr großes Kofferraumvolumen bereit (Fünftürer 540 bis 1460, Turnier 554 bis 1685 Liter). Alle drei Karosserievarianten glänzen mit einer umfangreichen Sicherheitsausstattung, unter anderem mit ESP, dem vollen Airbag-Programm inklusive Fahrer-Knieairbag sowie einer Klimaanlage und des neuen Bediensystems mit Multifunktionswippen im Lenkrad. Gegen Aufpreis (995 Euro) bietet Ford unter anderem das interaktive Fahrwerk IVDC mit elektronisch wählbarer Dämpferkennung (Comfort, Sport oder Normal) und eine adaptive Geschwindigkeits- und Abstandsregelung inklusive Berganfahrhilfe an (ab 945 Euro). Sechs Ausstattungen stehen zur Wahl, wobei es die Basisversion Ambiente nur für den Turnier gibt (ab 22550 Euro). Die beiden Einstiegsbenziner (1,6-Liter, 110 und 125 PS) wiederum sind nur für Turnier und Fünftürer (ab 21990 Euro) zu haben. Aufsteiger greifen zum Zweiliter-Benziner mit 145 PS (ab 23975 Euro). Vierzylinder-Turbodiesel gibt es als 1.8 TDCi (100 PS, ab 23975 Euro) und als 2.0 TDCi (130 PS, ab 26400 Euro; 140 PS, ab 26900 Euro). Aber damit nicht genug: Zum Herbst kommt ein neuer 2,3-Liter-Benziner mit 160 PS. Doch ganz gleich, welche Version man wählt, der Fort(d)schritt ist deutlich spürbar. Jürgen Voigt PS: » den Vergleichstest Ford Mondeo Turnier / VW Passat Variant finden Sie in unserer nächsten Ausgabe

Inhaltsübersicht

Autos im Test

Ford Mondeo 2.5

PS/KW 220/162

0-100 km/h in 7.50s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 245 km/h

Preis 28.100,00 €