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Mazda mit Mumm - Mazda6 MPS

Mazda mit Mumm

Der Mazda 6 MPS lässt die Muskeln spielen wie keine Mazda-Limousine zuvor. Der neue 2,3-Liter-Benzin- Direkteinspritzer bringt es dank Turboaufladung auf 260 PS, und der Allradantrieb sorgt für gute Traktion

Eckdaten
PS-kW260 PS (191 kW)
AntriebAllradantrieb, permanent, 6 Gang manuell
0-100 km/h6.60 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit240 km/h
Preis33.830,00 €

Bodybuilding ist wieder in, zumindest bei den meisten Automobilherstellern. Sportliche Topversionen, die bei Opel OPC heißen oder bei Ford das Kürzel ST tragen, sollen sich künftig bei Mazda unter dem Markenzeichen MPS etablieren. Erster Vertreter der "Mazda Performance Series" ist der Mazda 6 MPS, der sich optisch in nur wenigen Details vom Normal-Sechser unterscheidet: vergrößerte Lufteinlässe vorn, kleiner Heckspoiler, 18-Zoll-Räder (215/45 R18 Y) schwarze Heckschürze und zwei ovale Auspuffenden, die sich bei näherem Hinsehen als schnöde Blenden entpuppen. Und noch etwas fällt auf: Die Motorhaube ist 40 Millimeter höher. Den zusätzlich geschaffenen Raum beansprucht ein großflächiger Ladeluftkühler, der die durch den Turbolader verdichtete Ansaugluft herunterkühlt. Ebenfalls für einen günstigen Wirkungsgrad sowie für eine harmonische Kraftentfaltung zeichnet die Benzindirekteinspritzung verantwortlich, die eine hohe Grundverdichtung von 9,5 : 1 ermöglicht. In der Praxis hält der Hightech-Turbo, was die Theorie verspricht. Bis etwa 2500 Umdrehungen stellt der Motor so viel Kraft zur Verfügung, wie man es vom Mazda 6 mit dem 166 PS starken 2,3-Liter-Saugmotor gewohnt ist. Steigt die Drehzahl unter Vollast, läuft der Lader flugs zur Höchstform auf und entlockt dem Vierzylinder einen sprunghaften Drehmomentanstieg, der in 380 Newtonmeter bei nur 3000 Umdrehungen gipfelt. Für den Fahrer heißt das im Klartext: Ab 3000 Touren zieht es ihm die Arme lang, denn dank des permanenten Allradantriebs setzt der MPS die vorhandene Kraft ohne durchdrehende Räder in vehemente Beschleunigung um. Der satte Schub hält bis über 5000 Touren an – oder bis die Motorelektronik bei 240 km/h abregelt. Schade nur, dass dieser Power-Mazda nicht nach Power, sondern nur nach Vierzylinder-Durchschnittsware klingt. Dafür ist der Mazda 6 MPS kein knüppelhartes Sportgerät, sondern ein solides Stück Mittelklasse, das sich auch für den Alltagsbetrieb eignet. Die Umklappmöglichkeit der Rücksitze fiel allerdings einer zusätzlichen Querversteifung der Karosserie zum Opfer. Der Allradantrieb mit elektronisch geregelter variabler Kraftverteilung und automatischem Sperrdifferenzial hinten sorgt im Zusammenspiel mit der gefühlvollen Lenkung für agile Fahreigenschaften, die bei zuviel Übermut durch ein DSC (ESP) abgesichert werden. Innen bietet der MPS alle Vorzüge des Mazda 6 und noch mehr: Für 33 830 Euro bietet die Stufenheck-Limousine Sport-Ledersitze, Klimaautomatik, Bose-Soundanlage und Xenon-Licht. Die MPS-Familie bekommt schon bald Zuwachs. Ab März lässt der Mazda 3 MPS mit gleichem Motor und Frontantrieb die Muskeln spielen. Jürgen Voigt

Inhaltsübersicht

Autos im Test

Mazda 6 MPS

PS/KW 260/191

0-100 km/h in 6.60s

Allradantrieb, permanent, 6 Gang manuell

Spitze 240 km/h

Preis 33.830,00 €