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Kia Venga – Kleiner Van mit niedrigem Verbrauch

Kia Venga 1.4 CRDi ISG Vision

Mit dem neuen Kia Venga erweitern die Koreaner ihre Modellpalette. Schick, praktisch und mit sparsamen Motoren passt der kleine Van gut in die Gegenwart

Eckdaten
PS-kW90 PS (66 kW)
AntriebVorderrad, 6 Gang manuell
0-100 km/h14.50 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit167 km/h
Preis17.630,00 €

Der neue Kia Venga unterscheidet sich nur in wenigen Details von der Studie „No. 3“, die Kia 2009 in Genf präsentiert hat. Ein frisches Design kann schließlich auch einem Minivan nicht schaden. Sicher, der Venga ist nicht so extrovertiert wie der hochbeinige Soul, auf dessen Plattform er basiert, aber er zählt in der Klasse der kleinen Lademeister durchaus zu den schickeren Modellen. Bullige Front, kurze Überhänge – der Venga wirkt modern.

Der lange Radstand sorgt dabei nicht nur für ausgeglichene Proportionen, sondern auch für viel Platz im Innenraum. Der gut nutzbare und zugleich große Kofferraum schluckt zwischen 422 und 1341 Liter Gepäck. Der Ladeboden lässt sich zudem in der Höhe variieren. Je nach Bedarf gibt es dann ein Plus an Höhe oder einen ebenen Kofferraum. Für noch mehr Flexibilität sorgt die in Längsrichtung um 13 Zentimeter verschiebbare, asymmetrisch geteilte hintere Sitzbank.

Auch der pfiffige Umlegemechanismus, bei dem sich Sitzfläche und -lehne elegant in den Fußraum absenken, erleichtert Transportaufgaben im Alltag. Aber nicht nur an das Gepäck wurde gedacht. Selbst wenn auf der ersten Reihe Großgewachsene den Sitz weit nach hinten schieben, herrscht im Fond kein Platzmangel. Große Türen erleichtern den Einstieg, die gut geschnittenen Sitze bieten angenehmen Komfort, und die Bedienung ist problemlos.

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Auch die Fahrwerksabstimmung passt. Kia ist es gelungen, dem Venga ein sattes Fahrgefühl zu verpassen und dennoch einen guten Komfort zu erzielen. Anders als das recht ruppige Soul-Fahrwerk verdaut das des Venga kleine und derbere Stöße, ohne die Insassen zu stark zu strapazieren. Die Lenkung arbeitet zudem beim Rangieren erfreulich leichtgängig und sorgt für mehr Gefühl während der Fahrt mit spürbar reduzierter Servounterstützung.

DER 90-PS-DIESEL SOLL MIT 4,5 LITERN AUSKOMMEN
Vier Motoren, jeweils zwei Diesel und zwei Benziner mit 1,4 und 1,6 Liter Hubraum, stehen zur Wahl. Für den von uns gefahrenen kleinen Diesel mit Common-Rail-Einspritzung und optionalem Start- Stopp-System (ISG) verspricht Kia einen Verbrauch von 4,5 Liter Diesel auf 100 km. Die ISG-Funktion soll dabei den Durchschnittsverbrauch um 0,2 Liter und damit auch die CO2-Emissionen von 124 auf 117 Gramm pro Kilometer reduzieren.

Im Gegensatz zu hubraumstärkeren Dieseln benötigt der kleine Vierzylinder mindestens 2000 Umdrehungen, um die fast 1,3 Tonnen Leergewicht des Venga ausreichend flott zu bewegen. Häufige Gangwechsel im sauber abgestimmten, leicht und präzise zu schaltenden Sechsganggetriebe sind Pflicht, ein komfortables Automatikgetriebe gibt es nur für den 125-PS-Benziner. Eine Berganfahrhilfe erleichtert das Anfahren an starken Steigungen.

Die Preise für den Venga, der bereits bei vielen Händlern steht, beginnen bei 13 990 Euro für den 90-PS-Benziner. Der gleich starke Diesel kostet mindestens 15 750 Euro. Bei der höheren Ausstattung Vision (17 330 Euro) sind Klimaanlage, CD-Radio und weitere nützliche Features schon serienmäßig an Bord.

Das 300 Euro teure, spritsparende ISG-System lässt sich erst in der höheren Ausstattung mit allen Motoren kombinieren. Ein von der Konkurrenz kaum zu schlagendes Argument ist die siebenjährige Garantie auf die Technik bis maximal 150 000 Kilometer.
Michael Godde

Inhaltsübersicht

Autos im Test

Kia Venga 1.4 CRDi ISG Vision

PS/KW 90/66

0-100 km/h in 14.50s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 167 km/h

Preis 17.630,00 €