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Jeep Wrangler 2.8 CRD Unlimited im Fahrbericht

Vier Türen zur Freiheit

Erstmals in der Geschichte von Jeep gibt es den Wrangler als Viertürer. Der Einstieg für tollen Fahrspaß im Gelände - wenn es sein muss auch mit Familie

Eckdaten
PS-kW177 PS (130 kW)
AntriebAllrad, zuschaltbar, 6 Gang manuell
0-100 km/h12.50 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit180 km/h
Preis30.000,00 €

Die Traditionsmarke Jeep bricht mit Traditionen. Den neuen Wrangler gibt es - neben der zweitürigen Version - jetzt im Kingsize-Format als Modell Unlimited mit vier Türen. Mit einem Radstand von fast drei Metern (2947 Millimeter) erlaubt der Unlimited den Transport von fünf Personen und offeriert einen 1315 Liter fassenden Gepäckraum hinter den asymmetrisch umklappbaren Rücksitzen. Der Clou ist das Freedom-Top genannte dreiteilige Dachsystem. Drei Kunststoffpaneele, eins für den Fahrer, eins für den Beifahrer und eins für den hinteren Teil des Fahrzeugs, können unabhängig voneinander entfernt werden und verwandeln den Jeep in voll geöffnetem Zustand in das einzige viertürige Cabrio der Welt. Auch bei den Motoren wartet der Offroader mit Überraschungen auf. Der 3,8-Liter-V6, der 198 PS leistet und ein maximales Drehmoment von 315 Nm hat, und der von VM Motor stammende Diesel sind neu. Das Vierzylinder-Common-Rail-Aggregat erscheint dabei die bessere Wahl als der nicht besonders drehfreudige Sechszylinder-Benziner. Der 2,8-Liter-Turbodiesel mit Piezo-Einspritzung und variabler Turbinen-Geometrie leistet 177 PS und stemmt zwischen 2000 und 2600 Umdrehungen ein bulliges Drehmoment von 410 Nm auf die Kurbelwelle. Die vier Ventile pro Zylinder werden per Zahnriemen über zwei obenliegende Nockenwellen betätigt. Egal, ob steile Anstiege, Flussdurchfahrten oder Felsen und Geröll zu überwinden sind, der Diesel, der nebenbei die Euro-4-Norm erfüllt, zieht den Jeep wie der sprichwörtliche Ochse durchs Gelände. Geländetauglichkeit ist der Marke Jeep in die Wiege gelegt. Und selbst der große Viertürer klettert wie eine Gemse über Stock und Stein. Der permanente Allradantrieb wird unterstützt durch das Active Sway Bar System (ASBS). Dabei kann der vordere Querstabilisator für mehr Achsverschränkung im Gelände elektronisch ausgeklinkt werden. Die Feder kann so voll ausfedern, was für mehr Bodenhaftung sorgt. Außerdem verfügt der Jeep über Command-Trac - ein Untersetzungsgetriebe. Das optionale Trac-Lock-System ist eine Schlupfregulierung an der Hinterachse, die je nach Schlupf die Kraft an das eine oder andere Rad leitet. Aber nicht nur offroad, auch auf der Straße gibt der Wrangler nun eine bessere Figur ab. ESP ist serienmäßig, der Geradeauslauf zufrieden stellend, die Sitzposition passt, und die Bedienung gibt keine Rätsel auf. Störend sind allerdings die lauten Windgeräusche, die durch die steil stehende, aber erstmals leicht gebogene Windschutzscheibe und durch das Freedom-Top-Dach verursacht werden. Bei der Kraftübertragung empfiehlt sich die Fünfgangautomatik gegenüber dem mit langen Schaltwegen ausgestatteten manuellen Sechsganggetriebe. Was der ganze Spaß kostet, stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest. Voraussichtlich wird der Viertürer bei etwa 30000 Euro beginnen.

Inhaltsübersicht

Autos im Test

Jeep Wrangler 2.8 CRD Unlimited

PS/KW 177/130

0-100 km/h in 12.50s

Allrad, zuschaltbar, 6 Gang manuell

Spitze 180 km/h

Preis 30.000,00 €