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Infiniti G35 Hybrid

Doppelherz

Nissans Nobelmarke präsentiert den ersten selbstentwickelten Hybrid für Hecktriebler. Der Infiniti G35 Hybrid soll ab 2010 auch in Europa angeboten werden

Eckdaten
PS-kW315 PS (232 kW)
AntriebHinterrad, k.A.
0-100 km/h5.00 Sekunden
Höchstgeschwindigkeitk.A.
Preisk.A.

Nissan hängt der Zeit in der Hybridfahrzeug-Entwicklung hinterher. Die japanischen Erzrivalen Toyota und Honda sind in den letzten Jahren deutlich davongezogen. Beide haben schon lange eigene Hybridsysteme auf dem Markt und sich dadurch ein neues und sehr sauberes Image aufgebaut. Nissan hingegen kauft die Technik bei seinen Konkurrenten hinzu. So nutzt zum Beispiel der in Amerika angebotene Nissan Altima Hybrid die technischen Komponenten von Toyota. Ein Missstand, der spätestens 2010 beseitigt werden soll. Dann wollen die Japaner ihren ersten eigenen Hybridantrieb serienreif haben. Vor allem die Luxusmarke des japanischen Konzerns Infiniti soll davon profitieren. Denn der erste Hybrid der Japaner ist nur für Hecktriebler konzipiert.

Das von Nissan entwickelte System nutzt zwei Trockenkupplungen anstatt des von Lexus verwendeten Planetengetriebes, um Elektro- und Verbrennungsmotor bedarfsgerecht einzusetzen. Dadurch ist es möglich, den Infiniti bis Tempo 120 ausschließlich mit dem 109 PS starken Elektromotor zu fahren. Das soll den Verbrauch auf Kompaktklasseniveau senken. Auch beim Anfahren hält sich der Verbrennungsmotor stets zurück. Erst wenn der Fahrer voll beschleunigt, koppeln die Kupplungen beide Motoren, um die maximale Leistung des Systems bereitzustellen. Sobald die Energiekapazität der sehr klein bauenden Lithium-Ionen-Batterie zu gering ist, übernimmt der 3,5-Liter-V6-Motor zum einen den Antrieb und zum anderen das Laden des Akkus, der sich auch teilweise über die Bremsenergie-Rückgewinnung regeneriert. Die momentane Reichweite des Energiespeichers bei ausschließlichem Einsatz des E-Motors beträgt bei 120 km/h immerhin fünf Kilometer.

Dennoch ist der Infiniti G35 Hybrid zurzeit nicht serienreif. Die Übergänge zwischen den beiden Antriebsquellen fallen noch recht ruppig aus. Vor allem dann, wenn der Akku fast leer ist und der Verbrennungsmotor spontan eingekuppelt wird. Das gesteht auch Tatsuo Abe, Manager Nissan-Hybrid-Entwicklung, ein. „Wir müssen noch ein wenig Entwicklungsarbeit leisten, bevor wir 2010 in den Verkauf gehen“, erklärte Abe zuversichtlich bei der Vorstellung in Yokohama.  Michael Godde

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» zur Technik: Mehr Sicherheit und Effizienz

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Autos im Test

Infiniti G35 Hybrid

PS/KW 315/232

0-100 km/h in 5.00s

Hinterrad, k.A.

Spitze k.A.

Preis k.A.