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Infiniti FX50 S

Luxus-Artikel

Mit Infiniti wagt eine zweite japanische Nobelmarke den Schritt nach Europa. Der 390 PS starke FX50 S glänzt mit attraktivem Design und üppiger Ausstattung

Eckdaten
PS-kW390 PS (287 kW)
AntriebAllradantrieb, permanent, 7 Gang Automatik
0-100 km/h5.40 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit250 km/h
Preis80.000,00 €

Aber einen Mangel an Gelegenheiten, möglichst viel Geld für ein neues Auto auszugeben, fehlt es nun wirklich nicht. Erst recht nicht im erstaunlich gut besetzten Segment der hochprozentigen Sport Utility Vehicles, kurz SUV, in dem dicke Brocken wie der Range Rover Sport, der Porsche Cayenne oder auch der neue BMW X6 ausgesprochen flott unterwegs sind.

Ab April nächsten Jahres will der Renault-Nissan-Konzern das pralle Angebot noch erweitern. Zum deutschen Markteintritt wird die edle Nissan-Division Infiniti, die seit 1989 besonders in den USA mit den deutschen Premiummarken sowie den japanischen Erzkonkurrenten Lexus (Toyota) und Acura (Honda) hart im Gefecht liegt, mit zunächst drei Baureihen antreten. Als Topmodell geht der FX50 S an den Start, der auf der sogenannten FM-Plattform fußt (Front Mid-ship), die auch dem Sportler Nissan 350Z als technische Basis dient. Ein Allradler mit Sportwagen-Genen also, der auch stilistisch keinerlei Zweifel aufkommen lässt, welche Gangart ihm besonders liegt – die auffällige.

Der 4,86 Meter lange, 1,92 Meter breite und mit 1,68 Metern relativ flache FX50 S steht mit seinen wuchtigen 21-Zoll-Felgen so satt auf der Straße, dass man ihn noch auf dem Parkplatz überholen lassen würde. Dazu passt auch die für ein SUV relativ niedrige Sitzposition. Für Vortrieb sorgt ein 390 PS starker Fünfliter-V8-Benziner. Er hat mit dem Leergewicht von zwei Tonnen leichtes Spiel. Eine äußerst flink agierende Siebenstufenautomatik portioniert die Kräfte nach Bedarf.

Das Topmodell der FX-Baureihe – in den USA ist zusätzlich ein 297 PS starker 3,7-Liter-V6 erhältlich, der vorerst nicht in Deutschland angeboten werden soll – verfügt über eine Hinterachslenkung, deren Arbeit dem Fahrer weitgehend verborgen bleibt. Der Nobel-Japaner lenkt präzise ein, auch provozierte Lastwechsel bringen ihn nicht aus der Ruhe. Der bullige Achtzylinder tritt kraftvoll an und läuft bis in hohe Drehzahlbereiche standesgemäß geschmeidig. Erst jenseits von 5000 Umdrehungen trompetet der Vierventiler sportlich-heiser aus den dicken Endrohren.

Was dem Luxusliner fehlt, ist der in diesem anspruchsvollen Segment erwartete Federungskomfort. Die zum Kennenlernen bereitgestellte US-Version federt ruppig ein. Auch der Abrollkomfort wirkt steifbeinig. Bis zur Markteinführung der Europa-Version wollen die Techniker nachbessern.

Eine klare Stärke des neuen Infiniti-Dynamikers ist die fast schon opulente Serienausstattung: Tempomat, Gurtwarner, vier Rundumsicht-Kameras, Klimaautomatik, Sportsitze, Lederausstattung Acht-Zoll-Dis-play, kratzbeständiger Speziallack, Schiebedach, Xenon-Licht, Navisystem, ESP, Spurhalteassistent und mehr sind generell an Bord. Rund 80000 Euro will Infiniti dafür verlangen. Viel Geld, aber im Vergleich zur Konkurrenz fast schon wieder ein Schnäppchen. Stefan Miete

Inhaltsübersicht

Autos im Test

Infiniti FX 50 S

PS/KW 390/287

0-100 km/h in 5.40s

Allradantrieb, permanent, 7 Gang Automatik

Spitze 250 km/h

Preis 80.000,00 €