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Hülle und Fülle - Nissan Note 1.6

Hülle und Fülle

Unter den Minivans gehört der Nissan Note zu den Großen. Den Hauptkonkurrenten Opel Meriva überragt er in der Länge, und auch innen geizt der wohl geformte Familienfreund nicht mit Raum und praktischen Talenten

Eckdaten
PS-kW110 PS (81 kW)
AntriebFrontantrieb, 5 Gang manuell
0-100 km/h10.70 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit183 km/h
Preis17.040,00 €

Ein schwerer Job, den der neue Nissan Note da übernehmen soll: Zum einen sehen die Japaner den neuen Minivan als Alternative für klassische Kompaktauto-Interessenten, denen ein Almera zu alt oder unzeitgemäß ist. Andererseits soll der Note auch den inzwischen eingestellten Kompaktvan Almera Tino ersetzen. Nicht zuletzt soll er auch noch neue Kunden für die Marke Nissan begeistern, die sonst mit einem Opel Meriva oder einem Renault Modus liebäugeln. Erster Eindruck: Diesem Wust von Aufgaben scheint der Note gewachsen zu sein. Dank geschickt gewählter Stilelemente sieht der kleine Van weder klobig noch kastenwagenhaft aus. Genau das könnte auch dem klassischen Kompaktwagenkäufer gefallen. Zudem basiert der Note zwar auf der gleichen technischen Kleinwagenbasis wie Nissan Micra, Renault Clio und Renault Modus, jedoch wurde der Radstand auf gar nicht mehr Kleinwagentypische 2,60 Meter gestreckt. Der große Abstand zwischen den Achsen schafft Raum im Inneren. Besonders die maximal drei Passagiere auf der verschiebbaren Rückbank sind verblüfft über die üppige Kopf- und Kniefreiheit. Lediglich in der Breite zwickt es ein wenig bei voller Besetzung. Sollen sperrige Güter transportiert werden, ist der Note ebenfalls gut gerüstet. Der Boden des Kofferraums lässt sich - ab der mittleren Ausstattungslinie Acenta - auf zwei Höhen justieren, und die asymmetrisch geteilte Lehne der verschiebbaren Rückbank klappt bei Bedarf nach vorn. Je nach Position von Bank und Boden ergibt sich ein Ladevolumen von minimal 280 bis zu maximal 1332 Litern. So variabel wie die Konkurrenz ist der Note jedoch nicht, denn die einteilige Sitzfläche der Fondbank ist weder klapp- noch versenkbar. Auch vorn ist man bequem untergebracht. Aber nicht jeder Fahrer findet hier eine optimale Position, da eine Einstellmöglichkeit der Lenksäule in Längsrichtung fehlt. Ansonsten geizt der Note weder mit Funktionalität noch mit praktischen Ablagen. Die erste Ausfahrt mit dem Top-Benziner Note 1.6 festigt den Eindruck eines solide gebauten und klassenübergreifend konkurrenzfähigen Autos. Der 110 PS starke Vierzylinder mit variablen Einlasssteuerzeiten läuft ausreichend kultiviert und bietet besonders ab 5000 Touren noch einige Kraftreserven, die für ordentliche Fahrleistungen sorgen. Im unteren Drehzahlbereich fehlt es dagegen etwas an Durchzugskraft. Ein enger gestuftes Sechsgang-Getriebe an Stelle der zwar exakt schaltbaren, aber etwas grob gestuften Fünfgang-Schaltung brächte hier mehr Agilität. Unproblematisch zeigt sich der straff abgestimmte, aber mit gutem Abrollkomfort gesegnete Minivan in schnellen Kurven. Das ESP gleicht zu viel Übermut sanft regelnd aus und hält den Note sicher auf Kurs. Ab 11. März steht der Note beim Händler als 1.4 (88 PS, ab 13690 Euro) sowie als Diesel 1.5 dCi (68 oder 86 PS, 14390 und 14990 Euro). Zu den Basispreisen der Ausstattung Visia sollte man jedoch 550 Euro für das Sicherheitspaket (ESP und Kopf-Airbags) einkalkulieren. Dieses ist erst ab der Topausstattung Tekna und für den von uns gefahrenen Note 1.6 serienmäßig. Ab der mittleren Ausstattung Acenta (ab 17040 Euro) bietet der Japaner zudem Klimaanlage und CD-Radio. Und wer das neue Auto vor dem 31. März bestellt, bekommt als kostenloses Extra noch Leichtmetallräder, Klimaautomatik sowie CD-Wechsler und Regensensor geschenkt. Jürgen Voigt

Inhaltsübersicht

Autos im Test

Nissan Note 1.6

PS/KW 110/81

0-100 km/h in 10.70s

Frontantrieb, 5 Gang manuell

Spitze 183 km/h

Preis 17.040,00 €