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Hohe Luft-Qualität - Volvo C70 T5

Hohe Luft-Qualität

Das neue Volvo-Cabrio gibt sich in den Maßen bescheiden: Es tritt kompakter als sein Vorgänger auf. Per Knopfdruck gibt ein gefaltetes Metall-Klappdach den Weg frei für viel Licht und Luft

Eckdaten
PS-kW220 PS (162 kW)
AntriebFrontantrieb, 6 Gang manuell
0-100 km/h7.60 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit240 km/h
Preis41.200,00 €

Weniger ist eben manchmal mehr: Der neue Volvo C70 ist gegenüber dem Vorgängermodell aus dem Jahr 1996 um 14 Zentimeter auf 4,58 Meter geschrumpft, dabei genauso breit und drei Zentimeter niedriger als der Ahne. Die Spurweiten wuchsen hingegen um bis zu vier Zentimeter. Gegenüber der technischen Basis aus dem Volvo S40 wurde die Karosserie vorne um zehn, hinten um fünfzehn Millimeter tiefer gelegt. Diese Maßnahmen zusammen lassen den C70 sehr kompakt erscheinen. Dennoch übertrifft er etwa den VW Eos in der Länge um 17 Zentimeter. Das glattflächige Design trägt zum sportlich-kompakten Auftritt bei. Design-Merkmale wie kurze Karosserieüberhänge – bisher eher heckgetriebenen Fahrzeugen wie etwa dem Dreier-BMW vorbehalten – unterstreichen die bullige Optik weiter. Die großen Türen sind leicht zu öffnen, der Einstieg gelingt ohne Ausweichmanöver vor dem nicht zu sehr nach hinten ragenden Windschutzscheibenrahmen. Sitze und Cockpit entsprechen weitgehend dem Interieur der S40-Limousine. Neu ist die Platzierung der Knöpfe zum Öffnen und Schließen des Daches vor der Schaltung. Die drei Stahlsegmente falten sich in nur 30 Sekunden unter den sich öffnenden Kofferraumdeckel aus Aluminium. Start der ersten Probefahrt im 220 PS starken und mindestens 41 200 Euro teuren Topmodell C70 T5: Bei geschlossenen Seitenfenstern und dank des optionalen Windschotts bleiben die Passagiere vor allzu heftigen Wirbeln verschont. Der niedrig verdichtete Fünfzylinder-Turbomotor spricht direkt und dennoch sanft auf Gasbefehle an; ein Turboloch ist kaum spürbar. Das hohe Leergewicht von knapp 1,6 Tonnen schränkt allerdings das Temperament des C70 ein. Entspanntes Cruisen liegt dem Volvo mehr. Bei geringem Tempo dringen kaum Motorgeräusche in den Innenraum - ganz gleich, ob der C70 offen oder geschlossen ist. Entspannt gleiten lässt es sich auch aufgrund des umfangreichen Sicherheitpaketes an Bord. Überarbeitet wurde das Überschlagschutz-System ROPS: Die Bügel hinter den Fondsitzen schnellen selbst bei einem Heckaufprall hoch, um die Passagiere vor herumfliegenden Teilen zu schützen. Besonderen Wert legt man bei Volvo auf die Feststellung, dass die Verwindungssteifigkeit bei geschlossenem Dach doppelt so hoch ist wie beim deswegen oft kritisierten Vorgängermodell. Stahl- und Aluminiumelemente in Türen und Schwellern leiten bei einem Unfall die Aufprallenergie in die Karosserie und damit weg von den Passagieren. Dass Volvo andererseits einen Aufpreis von 50 Euro für die Isofix-Kindersitzbefestigungen im Fond verlangt, ist mit dem Markenimage des schwedischen Herstellers nur schwer zu vereinbaren. Lenkung und Schaltung arbeiten leichtgängig und präzise, doch zeugt zuweilen ein leichtes Zittern in der Lenkung oder am Innenspiegel von der Cabrio-Bauweise. Bei geöffnetem Dach ermöglicht ein kurzes Anheben der Dachteile per Knopfdruck das Beladen. Doch stehen offen nur noch 200 Liter Ladevolumen zur Verfügung; geschlossen sind es immerhin gut 400 Liter. Obwohl noch gar nicht richtig auf dem Markt, ist die Jahresproduktion 2006 des C70 bereits vergriffen. 50 Prozent davon gehen in die USA. Wer also die deutschlandweite Markteinführung im Juni abwartet, sollte sich auf eine längere Wartezeit einrichten. Eine Hürde für den C70 könnte die Preisgestaltung sein: Erst bei 33 300 Euro (C70 2.4, 140 PS) beginnt das offene Vergnügen, das Neulinge wie VW Eos oder Opel Astra Twin Top wesentlich günstiger bieten. Holger Eckhardt

Inhaltsübersicht

Autos im Test

Volvo C70 T5

PS/KW 220/162

0-100 km/h in 7.60s

Frontantrieb, 6 Gang manuell

Spitze 240 km/h

Preis 41.200,00 €