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Fix in the City

Fix in the City

Toyota präsentiert dem mit neuen Urban Cruiser einen flinken Stadtflitzer, der mit moderner Antriebstechnik und ausdrucksstarkem Design gefallen möchte

Eckdaten
PS-kW101 PS (74 kW)
AntriebVorderrad, 6 Gang manuell
0-100 km/h12.50 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit175 km/h
Preis16.950,00 €

Nach dem iQ bringt Toyota mit dem Urban Cruiser dieses Jahr bereits das zweite Auto auf den Markt, das speziell für den Stadtmenschen und die besonderen Anforderungen für den Einsatz in der City entwickelt wurde. Die Japaner wollen damit die heißumworbene Käuferschaft der jungen, gut verdienenden Singles, die für ihren fahrbaren Untersatz gern etwas tiefer in die Tasche greifen, nicht weiter kampflos Konkurrenten wie dem Mini, der Mercedes A-Klasse oder dem koreanischen Kia Soul überlassen.

Was prädestiniert den Urban Cruiser aber für den Kampf im Großstadtdschungel? Nun, mit einer Länge von 3930 Millimetern bleibt er knapp unter der Vier-meter-Marke, was bei der täglichen Parkplatzsuche durchaus von Vorteil ist. Zudem ermöglicht die erhöhte Sitzposition einen guten Überblick über den Verkehr. Davon konnten wir uns bei unserer ersten Kontaktaufnahme mit dem City-SUV in Lissabon überzeugen. Wendig lässt sich der Wagen selbst durch die engen Gassen manövrieren.

Unter der Haube befindet sich ein neu entwickelter Benzinmotor, der ein- und auslassseitig mit variablen Steuerzeiten arbeitet und aus lediglich 1,3 Liter Hubraum stolze 101 PS und 132 Newtonmeter bei recht spät anliegenden 3800 Umdrehungen entwickelt. Im EU-Normzyklus verbraucht der Urban Cruiser damit nur 5,5 Liter Super je 100 Kilometer. Möglich wird dieser viel versprechende Wert durch ein Maßnahmenpaket zur Verbrauchsreduzierung unter dem Namen Optimal Drive, zu dessen Umfang im Fall des Ottomotors eine Start-Stopp-Automatik gehört. Unverständlich ist allerdings, weshalb die 90 PS starke Dieselvariante darauf verzichten muss und der Benziner im Gegenzug nicht als Allradmodell verfügbar ist.

Knackiges Getriebe
Der Urban Cruiser fühlt sich aber auch auf Landstraßen und Autobahnen durchaus wohl. Zwar möchte der etwas durchzugsschwache Benziner bei Drehzahlen gehalten werden – was mit dem passend gestuften und auf kurzen Wegen operierenden Sechsganggetriebe
ein Leichtes ist. Er entschädigt dafür aber mit einem kultivierten Motorlauf und ausreichender Drehfreude.

Der lang übersetzte sechste Gang senkt die Innengeräusche bei höheren Geschwindigkeiten, zwingt den Fahrer aber des Öfteren zum Herunterschalten, wenn es etwas zügiger vorangehen soll.  Auch das Fahrwerk hinterlässt einen ausgewogenen Eindruck. Knackig abgestimmt lässt sich das SUV flink bewegen, nur starke Fahrbahnverwerfungen dringen mitunter etwas zu deutlich zu den Passagieren durch. Das kleine Lenkrad liegt gut in der Hand, die elektrische Servolenkung könnte aber etwas mehr Rückmeldung bieten.

Auch im Innenraum macht der Urban Cruiser einen erwachsenen Eindruck. Das Platzangebot ist für Fahrer wie Beifahrer vollkommen ausreichend, das Armaturenbrett übersichtlich gestaltet. Die aufwendig genarbte Oberfläche besteht zwar – wie der Rest des Cockpits – aus Hartplastik, alles ist aber akkurat verarbeitet. Selbst schlechte Fahrbahnoberflächen können der Karosserie kein Klappern entlocken. 
 
Für die Fondpassagiere wird es auf Dauer eng
Auf der Rücksitzbank kann der Toyota sein Kleinwagenkonzept dagegen nicht verbergen. Für Personen über 1,80 Meter wird es auf Dauer ungemütlich. Die leicht abfallende Dachlinie und der seitlich eingezogene Dachhimmel sind ein Tribut an das schnittige Design. Zudem fallen die Sitzflächen recht kurz aus, und die hinteren Kopfstützen lassen sich für großgewachsene Personen ebenso wie bei den Vordersitzen nicht weit genug herausziehen.

Da sich der Wagen in erster Linie an Singles und kinderlose Paare richtet, kann man mit dem gebotenen Ladevolumen von 314 Litern (mit Reifenreparaturset sogar 388 Liter) leben. Bei Be-darf lässt sich die Rückbank geteilt umlegen, es erschwert dann aber eine Stufe im Gepäckraum den Transport von sperrigen Gegenständen.

Die Preise für den Urban Cruiser mögen für viele Interessenten ebenfalls ein Hinderniss darstellen – der Grundpreis von 16950 Euro für den Basisbenziner ist recht selbstbewusst kalkuliert. Ein vergleichbarer Kia Soul mit 128-PS-Benziner startet bereits bei knapp unter 15000 Euro. Der vierradgetriebene Diesel kostet sogar stattliche 22950 Euro, allerdings sind dann auch Annehmlichkeiten wie Klimaanla-ge, CD-Radio mit MP3-Funktion und elektrische Fensterheber rundum serienmäßig an Bord.


Fazit

Man wird sehen, ob die Kunden bereit sind, für einen durchaus gelungenen und schicken Kleinwagen so viel Geld auszugeben. Ambitioniert: Immerhin 2500 Einheiten des neuen Stadt-SUV möchte Toyota dieses Jahr hierzulande noch an die zahlungskräftige urbane Käuferschaft bringen.

Alexander Lidl

Inhaltsübersicht

Autos im Test

Toyota Urban Cruiser 1.33 Dual-VVTi

PS/KW 101/74

0-100 km/h in 12.50s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 175 km/h

Preis 16.950,00 €