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Fiat 500C 1.4 16V Dualogic

Fiat 500C 1.4 16V Dualogic - La Dolce Vita

Fiat 500C 1.4 16V Dualogic
Der Fahrtwind zupft sanft an den Haaren, die Sonne kitzelt spielerisch die Augen. Das Leben kann sehr schön sein – am Steuer des Fiat 500 mit Faltdach
Eckdaten
PS-KW: 101 PS (74 kW)
Antrieb: Vorderrad, 6 Gang Automatik
0-100 km/h: 10.50 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit: 182 km/h
Preis: 16700 €

Schon der vor knapp zwei Jahren präsentierte Fiat 500 zauberte ein Lächeln auf die Gesichter der Passanten – und auf die Gesichter der Fiat-Bosse: Rund 360 000 Exemplare wurden bisher verkauft und trugen maßgeblich dazu bei, dass der malade Fiat-Konzern wirtschaftlich die Kurve kriegte.

Diese Erfolgsgeschichte dürfte nahtlos weitergehen, wenn Anfang September der 500C zu den Händlern kommt. Denn das C steht für eine große Luke im Dach, die im Normalfall von einer  Stoffbahn verschlossen wird. Aber was heißt Normalfall? Eigentlich sollte das Offenfahren Normalzustand sein – und das möglichst in der freien Natur.

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Genau dorthin führte uns unser Weg auf der ersten Ausfahrt mit dem 500C, der ebenso kindchenhaft aus runden (auf Wunsch Bixenon- bestückten) Augen in die Welt schaut wie sein Blechdach- Bruder und sich bei geschlossenem Dach auch weitestgehend so fährt: Bis etwa 130, 140 km/h bleiben die Windgeräusche im sehr erträglichen Rahmen. Mehr Speed testen wir demnächst auf deutschen Autobahnen.

Also ab in die Berge nordwestlich von Turin, wo der Himmel blau ist und das Gras grün. Leise knackend entriegelt sich die Stoffbahn
im Tempobereich bis etwa 60 km/h und fährt automatisch in mehreren Etapppen zurück, bis sie in Endstellung als dickes Bündel auf der nun waagerecht liegenden gläsernen Heckscheibe über die Kofferraumklappe lappt. Wer jetzt etwas einladen will, muss nicht erst das Verdeck schließen: Öffner im verchromten Heckklappengriff betätigen, zusehen, wie das Dach leise surrend ein Stückchen hochfährt – und rein mit der Tasche.

Hoher Bedienkomfort

Das macht alles einen durchdachten und soliden Eindruck, wie auch die Serienausstattung den Eigenheiten des 500C Rechnung trägt. Schon das Basismodell Pop hat zwar kein ESP, aber sieben Airbags, MP3-Radio, elektrische Fensterheber und sogar Parksensoren an Bord, was die durch den dicken Verdeckstapel enorm beeinträchtigte Sicht nach hinten ein wenig kompensiert. Die Sensoren haben aber Pause, denn wir erobern die kleinen Bergsträßchen mit dem 1,4-Liter-Benziner.

Dessen 100 PS sind eher drehfreudig als durchzugsstark, und das automatisierte Schaltgetriebe Dualogic (900 Euro Aufpreis) legt in engen Serpentinen ruckelnden Leistungsmangel offen, wenn es den ersten Gang einlegt. Doch im Normalfall weiß man nach kurzer Eingewöhnung, wann die Elektronik die Gänge wechselt, lupft kurz das Gas und vermeidet so störende Rucke. Manuelles Schalten ist natürlich ebenfalls möglich.

Schnell macht sich unkrawalliger Fahrspaß breit, obwohl die Sitzposition hoch und die Polsterung weich geraten ist. Doch der ungekünstelte Charme des kleinen Fiat entschädigt für vieles – vielleicht auch für die Preise. 2800 Euro liegen zwischen dem normalen 500er und dem 500C, dessen Dach vom Zulieferer Magna stammt, der Fiat im Poker um Opel ausstach. Das 69 PS-Basismodell kommt so auf 13 800 Euro. Der 1,4-Liter-Handschalter und der 75-PS-Diesel liegen bei mindestens 15 800 Euro.

Das süße Leben im 500C ist also nicht unbedingt ein billiger Spaß. Doch ein Spaß ist es auf jeden Fall.
Michael Harnischfeger

Autos im Test


Fiat 500C 1.4 16V Dualogic - La Dolce Vita
Fiat 500C 1.4 16V Dualogic
PS/KW 101/74
0-100 km/h in 10.50s,
Vorderrad, 6 Gang Automatik
Spitze 182 km/h
Preis 16700 €
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