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Fahrbericht: Erste Testfahrt im neuen Opel Meriva

Das kann der City-Van von Opel

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Der neue Opel Meriva geht mit einem ausgefallenen Tür- und Innenraum-Konzept an den Start. Offiziell vorgestellt wird der City-Van auf dem Genfer Autosalon

Die frisch ernannte Opel-Entwicklungschefin Rita Forst macht Druck: „Mit dem Meriva der zweiten Generation werden wir Maßstäbe in Sachen Qualität, Raumausnutzung und Flexibilität setzen.“

Große Worte für ein kleines Auto? Um herauszufinden, was der neue Opel Meriva wirklich kann, gehen wir bereits ein halbes Jahr vor dem eigentlichen Serienstart mit Opel-Technikern auf Erprobungstour. Die Autos tragen noch das schwarz-weiß gemusterte Tarnkleid, und die Testfahrten finden im Schutz der Dunkelheit statt. Die Technik unterm Blech ist größtenteils noch per Hand zusammengeschraubt, doch sie entspricht dem künftigen Serienstand, versichert Projektleiter Klaus Nüchter.

BEQUEMER EINSTIEG
Das Auffälligste ist das ungewöhnliche Türkonzept. Der neue City-Van wird durch Schmetterlingstüren bestiegen. Und das funktioniert erstaunlich gut: Wie bei einem Portal öffnen sich die Türen nach außen. Die Scharniere der Fondtüren sind dazu an die C-Säulen gewandert. Größter Vorteil: Die Fondpassagiere gelangen so viel bequemer ins Auto – ohne viel Mühe können sie hinten aus fast aufrechter Position Platz nehmen.

Wir haben es ausprobiert: Ein „Hineindrehen“ ins Auto ist nicht nötig. Und Babyschalen oder Kinder lassen sich ohne Verrenkungen auf den Rücksitzen angurten. Für mehr Raum und Komfort auf der Rücksitzbank kann man zudem den Mittelsitz versenken und die Außensitze nach innen schieben. Das gelingt ohne große Anstrengung und in einem Zug.

Der neue Opel Meriva ist um 23 Zentimeter auf eine Länge von 4,28 Meter gewachsen. In der Breite nahm der Meriva B gegenüber seinem Vorgänger um 10,6 Zentimeter auf 1,80 Meter zu – Größe, die man spürt: Fahrer und Beifahrer sind von viel Raum umgeben. Auch korpulente Menschen müssen hier nicht auf Tuchfühlung reisen. Der Instrumententräger ist sichelförmig um Fahrer und Beifahrer geschwungen, und die gut ausgestattete Mittelkonsole im Astra-Look sowie hochwertige Innenraummaterialien laden zum Wohlfühlen ein.

Rita Forst weist auf ein Novum hin, auf das sie besonders stolz ist: Zwischen den Vordersitzen befindet sich eine auf Schienen verschiebbare variable Utensilienbox. Ein praktisches Extra, das durch die hohe Position des Schalthebels und den fehlenden Handbremshebel möglich wurde. Wie bei Astra und Insignia setzt Opel auf eine elektrisch betätigte Feststellbremse mit integrierter Notbremsfunktion.

Für die erste Testfahrt stand uns der Opel Meriva mit 1,4-Liter-Turbo und 140 PS zur Verfügung – er hat mit dem kompakten Auto leichtes Spiel. Der Motor reagiert schnell auf Gasbefehle und bleibt bei Teillast angenehm leise. Nur bei höheren Drehzahlen klingt er etwas angestrengt. Das Fahrwerk ist auf Sicherheit getrimmt und überzeugt mit einem guten Abrollkomfort. Erfreulich: Trotz des hohen Aufbaus bleibt die Seitenneigung des neuen Meriva auch in schnellen Kurven gering. Holger Ippen

Weitere Informationen zum Opel Meriva in der neuen AUTO ZEITUNG Heft 06/2010.