Auto Fahrbericht Toyota Auris 1.33
Erster Fahrbericht des Toyota Auris mit Facelift
Toyota Auris 1.33
Aus AUTO ZEITUNG 6 / 2010
Toyota Auris 1.33
Geliftete Karosse, Detailarbeit, Fahrwerkstuning: Toyota hat den Golf-Gegner Auris aufgefrischt. Erste Ausfahrt
| Eckdaten | |
|---|---|
| PS-KW: | 99 PS (73 kW) |
| Antrieb: | Vorderrad, 6 Gang manuell |
| 0-100 km/h: | 13.10 Sekunden |
| Höchstgeschwindigkeit: | 175 km/h |
| Preis: | 16650 € |
Ein Seelenfänger war der Toyota Auris in Deutschland bisher nicht, obwohl dies sein Name, abgeleitet vom lateinischen Begriff für Gold („aurum“), suggerieren könnte. Aber wer weiß das schon. Seine Vorgänger hießen seit Ewigkeiten Corolla, was Toyotas Managern zu gewöhnlich schien. Nur 15 922 Stück haben sie vom Auris bei uns 2009 verkauft, beim Corolla waren es in besten Zeiten doppelt so viel.
Dabei erhielt der Toyota Auris im letzten Jahr sogar neue Spritspar-Motoren. Nun folgt die optische und technische Aufrüstung – mit breiterem, schickerem Grill und größerem Heckstoßfänger, der fast zu dick aufträgt. Im Innenraum gibt es erstmals eine Mittelarmlehne, neue Sitzbezüge, feinere Soft-Oberflächen, flottere Uhren und ein unten abgeflachtes Lenkrad – Audi lässt grüßen.
ÜBERARBEITETES FAHRWERK
Dazu kommen bekannte Vor- und Nachteile: viel Platz und Kopffreiheit, zwei große Handschuhfächer, solide Verarbeitung. Aber die Vordersitze sind etwas knapp geschnitten, die hinteren Kopfstützen zu kurz. Wir fuhren den 1,33-Liter-Benziner mit Start-Stopp-Automatik zügig im Stadt-Land-Verkehr.
Der Bordcomputer zeigte den akzeptablen Schnitt von 7,2 l/100 km. Die 99 PS des leisen Vierzylinders reichen fürs Alltagsgeschäft, nur auf langen Steigungen muss das Sechsganggetriebe öfter zum Herunterschalten ran.
Die Lenkung gibt jetzt spürbar mehr Rückmeldung, das überarbeitete Fahrwerk reagiert geschmeidiger. Wer mehr will, sollte zum 1,6-Liter (132 PS) oder zu den Dieseln mit 90, 126 und 177 PS greifen – der Kleine soll nur 4,9 Liter benötigen.
Der Toyota Auris mit Facelift startet am 20. März, und ab Oktober gibt es ihn auch als supersparsamen 136-PS-Benzinhybrid „HSD“, der den Antrieb des Prius nutzt.
Wolfgang Eschment















































