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Der Bürgermeister

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Der VW Passat Variant ist in Deutschland einer der ewigen bestseller. Dabei hat er sich längst vom braven Familienauto zu einem variablen Edel-Kombi entwickelt

Eckdaten
PS-kW150 PS (110 kW)
AntriebFrontantrieb, 6 Gang manuell
0-100 km/h9.60 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit210 km/h
Preis26.550,00 €

Attribute wie "dynamisch", "edel" und "trendy" beherrschen zurzeit den deutschen Wortschatz - auch wenn es um Autos geht. Von "volksnah", "bezahlbar" oder gar "praktisch" reden nur wenige. Der VW Passat war immer ein Auto der Vernunft, und das nicht zu seinem Nachteil. Doch der betont hochwertige Auftritt des neuen Modells mit chromumrandeter Frontpartie und markanten Scheinwerfern vermittelt auf den ersten Blick ein weniger volksnahes Bild. Nobel sieht der VW aus, nicht wie der Inbegriff solider Bürgerlichkeit. Auch der neue Variant wirkt trotz gewachsener Abmessungen wesentlich eleganter. Neun Zentimeter länger, sechs Zentimeter breiter und fünf Zentimeter höher ist er im Vergleich zum Vorgänger. Das hoch angesetzte Stummelheck der Limousine verliert beim Designvergleich mit dem runden Abschluss des Variant. Auch in dieser neuen Generation wird der Variant der Verkaufsschlager sein - eben nicht nur wegen seiner größeren Variabilität. Die Basismotorisierung 1.6 FSI mit 102 PS kostet 22900 Euro, der schwächste Turbodiesel 1.9 TDI mit 105 PS 25110 Euro. Damit liegt der VW etwa auf dem Niveau des Opel Caravan. Die Spitze markiert vorerst der Passat Variant 2.0 TDI Highline mit 140 PS und DSG-Getriebe. Kostenpunkt: 32685 Euro. Für unseren ersten Fahrbericht steht der Benzindirekteinspritzer mit zwei Liter Hubraum und 150 PS zur Verfügung. Mindestens 26550 Euro in der Trendline-Ausstattung verlangt VW für ihn. Der raue Klang beim Starten des Motors verschwindet bald wieder. Erst bei Drehzahlen oberhalb von 4000 Umdrehungen meldet sich der Vierzylinder knurrend zu Wort. Wer zügig unterwegs sein will, hält sich allerdings automatisch in diesem Bereich auf, denn unter 3500 Touren lässt die Leistungsabgabe des FSI zu wünschen übrig. Für den Variant, der über 600 Kilogramm zuladen kann, ist er also nicht die beste Motorisierung. Die inneren Werte des Volks-Kombis stimmen dagegen. Bis zu 1641 Liter Stauvolumen bietet das Heck. Die Rücksitzbank ist geteilt umklappbar, die Lehnen sind es auch - doch erst, nachdem man die Schiene für die Gepäckraumabsicherung entfernt hat. Beim ersten Versuch kann das schon mal etwas länger dauern - und leicht ist diese Schiene auch nicht. Etwas einfacher lässt sich die Laderaumabdeckung ausbauen. Ein pfiffiges Detail an den Seiten des Gepäckabteils: die Verzurrösen mit Doppelfunktion. Hier können auch schwere Einkaufstüten aufrecht stehend eingehängt werden. Der Boden ist eben und aufgeräumt. Wer will, kann ihn mit einem aufpreispflichtigen Schienensystem nach Wunsch unterteilen. Im Fahrbetrieb fallen keine großen Unterschiede zur Limousine auf. Die hohe Fahrsicherheit dominiert auch hier. Mit den optionalen 17-Zoll-Rädern (820 Euro) ausgestattet, liegt der Grenzbereich weit oben. Dort angekommen, schiebt der Passat dann brav über die Vorderräder und baut so Geschwindigkeit ab. Auch drängt das größere und schwerere Heck nicht nach außen, selbst bei abgeschaltetem ESP. Der Variant entpuppt sich als der bessere Passat. Ohne auf den Komfort der Limousine verzichten zu müssen, kann der Käufer alle Vorteile eines Kombis nutzen. Und das attraktive Styling gibt':s zusätzlich. Also ein passendes Angebot fürs fahrende Volk.

Inhaltsübersicht

Autos im Test

VW Passat Variant 2.0 FSI

PS/KW 150/110

0-100 km/h in 9.60s

Frontantrieb, 6 Gang manuell

Spitze 210 km/h

Preis 26.550,00 €