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Chevrolet Epica 2.0 im Fahrbericht

Günstiges Angebot

Der im Juni startende, komplett neue Epica mit Reihensechszylinder soll laut Chevrolet Deutschland-Chef Günther Sommerlad die Lücke schließen, die der Opel Omega hinterlassen hat - aber nicht nur das

Eckdaten
PS-kW196 PS (144 kW)
AntriebFrontantrieb, 5 Gang manuell
0-100 km/h9.90 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit207 km/h
Preis20.890,00 €

Seit General Motors im Jahr 2005 die koreanische Marke Daewoo übernommen und in Chevrolet umbenannt hat, geht es aufwärts. Bereits im ersten Quartal 2006 verzeichnete Chevrolet in Deutschland ein Umsatzplus von elf Prozent. Beim neuen Aveo, der im März präsentiert wurde, müssen die Kunden inzwischen mit Wartezeiten rechnen. Der jetzt vorgestellte Epica ist der nächste Schritt des Fernost-Ablegers - und die neue Stufenhecklimousine bringt die richtigen Voraussetzungen mit. Kein anderer Wettbewerber, weder aus Asien noch Europa, bietet eine 4,80 Meter lange Limousine mit Reihensechszylinder ab 20890 Euro an. Und bereits die zu diesem Preis erhältliche LS-Einstiegsvariante mit dem Zweiliter-Reihensechszylinder hat eine komplette Serienausstattung. Neben sechs Airbags, manueller Klimaanlage und Radio-CD-Player sind beim Epica 16 Zoll große Aluminiumräder inklusive. Beim Design wagt Chevrolet keine Experimente, und auch die Armaturentafel verzichtet auf unnötige Spielereien. Die Koreaner bedienen sich dabei großzügig im GM-Regal: Lüftungsdüsen und Oberflächenmaterial entsprechen denen des Opel Vectra, die Bedienelemente des Radios findet man auch im neuen Cadillac BLS. Bei der Verarbeitung trüben lediglich der mit billigem Filz bespannte Dachhimmel und die hervorstehenden Haltegriffe den ordentlichen Gesamteindruck. Ebenfalls nicht ganz geglückt ist die Konturierung der Sitzlehnen. Deren Lordosenstützen sind zu stark ausgeformt, und Fahrer und Beifahrer erhalten zu wenig Schulterunterstützung. Besser gefällt das Platzangebot, das vorn und hinten ausreichend bemessen ist. Als schlagkräftiges Verkaufsargument sollen die prestigeträchtigen, quer eingebauten Reihensechszylinder dienen. Dabei kann Chevrolet aber nur die sehr gute Laufkultur als Verkaufsargument anführen. Denn sowohl dem Zweiliter- als auch dem 2,5-Liter-Motor fehlt es an verwertbarer Leistung. Beide Aggregate sind weder drehfreudig noch drehmomentstark. Besonderes der 144 PS starke Epica (2.0) verlangt unterwegs nach viel Schaltarbeit, sobald er leichte Steigungen bezwingen oder spontane Überholmanöver absolvieren muss. Etwas souveräner setzt sich der größere Reihensechszylinder mit 156 PS in Szene. Er profitiert von seinem serienmäßigen Fünfstufen-Automatik-Getriebe (Handschalt-Getriebe nur für den 2.0). Sanfte und ausreichend schnelle Schaltvorgänge verwandeln den Epica zwar nicht in eine temperamentvolle Limousine, sie unterstützen aber angenehm den Fahrkomfort des Chevy. Sportliche Einlagen gehören ohnehin nicht zu seinen Stärken - der Koreaner gleitet lieber geruhsam über die Straße. Die Federung absorbiert schlechte Straßenoberflächen gelassen und mildert auch grobe Unebenheiten gut ab. Windet sich die Strecke in Kurven, leidet das Fahrvergnügen unter der nur mäßig präzisen Lenkung. Am grundsätzlich sicheren Fahrverhalten des Epica ändert das jedoch nichts. Leider verzichtet der Hersteller bis 2007 auf ein ESP. Erst mit Einführung der Dieselvariante gehört es zum Serienumfang dieses neuen Chevrolet. Michael Godde

Inhaltsübersicht

Autos im Test

Chevrolet Epica 2.0

PS/KW 196/144

0-100 km/h in 9.90s

Frontantrieb, 5 Gang manuell

Spitze 207 km/h

Preis 20.890,00 €