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Cadillac STS-V und XLR-V

Neue V-Männer

Der bislang leistungsstärkste Cadillac, der STS-V, zielt auf Sportlimousinen vom Schlag eines BMW M5 oder Mercedes E 63 AMG

Eckdaten
PS-kW476 PS (350 kW)
AntriebHinterrad, 6 Gang Automatik
0-100 km/h4.90 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit250 km/h
Preis74.850,00 €

Um das hohe Lied der Potenz in dieser Leistungsklasse mitsingen zu können, implantierten die Ingenieure dem 4,4-Liter-"Northstar"-V8-Triebwerk einen Kompressor. Bei 6400 Touren stehen 476 PS bereit, um die knapp 1,9 Tonnen schwere Limousine aus dem Stand in 4,9 Sekunden auf Tempo 100 zu katapultieren. Das maximale Drehmoment von 595 Nm liegt bei 3900 Touren an und wird von der Sechsgangautomatik über die Hinterräder in Vortrieb umgewandelt. Der Kompressor-V8 mit variabler Ventil-steuerung ist im Vergleich zum Motor des Basis-STS um 14 Millimeter niedriger eingebaut, was den Schwerpunkt des Autos absenkt. So viel zur Theorie. Doch wie fährt sich das neue Flaggschiff der Amerikaner? Das Interieur des STS-V geizt nicht mit haptischen Reizen. Leder veredelt Sitze, Lenkrad und Instrumententräger, die Mittelkonsole ist in dunkles Esche-Wurzelholz gefasst. Durch das Drücken des Startknopfes erwacht der V8 zum Leben. Das satte Brabbeln des Triebwerks wird ab etwa 4000/min von einem vernehmlichen Pfeifen übertönt: Der Kompressor verschafft sich Gehör und haucht dem STS-V beachtliche Kräfte ein. Bei voll durchgetretenem Gaspedal zoomt sich der Cadillac förmlich gen Horizont. Eine freie Autobahn vorausgesetzt, marschiert die Tachonadel in Windeseile auf die 250er-Marke zu. Dabei liegt der STS-V satt auf der Straße. Das auf der Nordschleife des Nürburgrings abgestimmte Fahrwerk gibt dem Fahrer jederzeit eine gute Rückmeldung und bietet gleichzeitig genügend Federweg, um Bodenwellen gekonnt zu parieren. Die serienmäßigen Sport-Ledersitze sorgen für sehr guten Seitenhalt. Eine große Vierkolben-Bremsanlage von Brembo garantiert eine gute Verzögerung, die Lenkung des Amerikaners könnte dagegen einen Tick direkter ausfallen. In schnell durchfahrenen Kurven bleibt der STS-V weitgehend neutral – das ESP hält ihn sicher auf Kurs. Der Fahrer kann hier zwischen drei Einstellungen wählen: In der letzten Stufe sind sowohl Stabilitäts- als auch Traktionskontrolle deaktiviert. Fordert man den potenten Cadillac ohne diesen rettenden Sicherheitsanker, sind gute Reflexe und geübte Hände am Steuer gefragt. Der bereits in der Serienausstattung voll ausstaffierte STS-V kostet mit 74850 Euro klar weniger als seine deutschen Kontrahenten. Der XLR-V, ein Roadster mit Stahlklappdach, ist ein weiteres neues Mitglied in der V-Serie. Wie beim STS-V kommt auch hier der 4,4 Liter große V8-Motor mit Kompressoraufladung zum Einsatz, er leistet in dem offenen Zweisitzer 450 PS. Der Roadster wiegt mit 1728 Kilogramm rund 170 Kilo weniger als der STS-V und soll in unter fünf Sekunden auf Landstraßentempo 100 sprinten. Er ist außerdem mit dem variablen Stoßdämpfersystem Magnetic Ride Control ausgerüstet – damit liegt er noch straffer auf der Straße als der STS-V. Allerdings lassen die Sitze den sehr guten Seitenhalt des STS-V-Gestühls vermissen. Manuel Dohr » Hier geht es zum Cadillac-Special

Inhaltsübersicht

Autos im Test

Cadillac STS -V

PS/KW 476/350

0-100 km/h in 4.90s

Hinterrad, 6 Gang Automatik

Spitze 250 km/h

Preis 74.850,00 €