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BMW 335i Cabriolet – Topmodell mit 306 PS

BMW 335i Cabriolet

Auch das Cabrio zeigt jetzt die neue 3er Frisur, dezente Kosmetik und neue Motoren. Eine erste Ausfahrt im 306 PS starken Topmodell

Eckdaten
PS-kW306 PS (225 kW)
AntriebHinterrad, 7-Gang-Doppelkupplung
0-100 km/h5.70 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit250 km/h
Preis52.350,00 €

Bei den Autos ist es manchmal wie in der Ehe. Ab und zu eine neue Frisur, etwas geschickte Kosmetik, dazu mehr Power und Esprit – das hilft in beiden Fällen, um den Partner bei Laune zu halten. Bei BMW reden wir hier vom 3er Cabrio, das sich pünktlich zur Frischluftsaison für uns noch mal aufgehübscht hat. Denn das Nachfolgemodell kommt erst 2013.

Mit dem Wiedererkennen sollte es keine Probleme geben, schließlich sind die optischen Änderungen am 3er Cabrio relativ dezent. Da wären zum Beispiel die verschönerten Augen zu erwähnen – gemeint sind die neuen serienmäßigen Bi-Xenon-Scheinwerfer mit dem interessanten oberen Lidstrich („Akzentblende“), die bei Bedarf noch mit LED-Tagfahrlicht, adaptivem Kurvenlicht oder Leuchtweitenregulierung aufrüstbar sind. Oder die sinnlicheren Lippen, pardon, die effektvoller modellierte Frontschürze mit den silberfarbenen Blendenstäben am Lufteinlass.

Und bei der Power geht es natürlich um die neuen Motoren. Erstmals steht mit dem 318i (ab 38 700 Euro) eine neue Einstiegsvariante zur Wahl, und die beiden neuen Diesel 320d (44 400 Euro) und 325d (46 350 Euro) offerieren mit 184 und 204 PS fühlbar mehr Kraft als ihre Vorgänger. Wir fahren das 52.350 Euro teure Topmodell des Cabrios, das wie bisher von einem Metallklappdach geöffnet oder geschlossen wird.

Also ab in den leistungssportlichen 335i mit den 306 PS. Der Reihensechszylinder, den wir auch aus anderen BMW-Modellen kennen, ist der Beweis dafür, dass die Weiß-Blauen, wenn es um Motoren geht, immer noch in der Champions League spielen.

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Der ausgefeilte Benzin-Direkteinspritzer (neue Mehrlochinjektoren) setzt auf schärfste Turbo-Technologie (TwinScroll-Prinzip) und vollvariable Ventilsteuerung (Valvetronic). Sein adäquater Partner im 335i-Testwagen ist BMWs siebengängiges „Sport Automatic-Getriebe mit Doppelkupplung“, das dann allerdings mit zusätzlichen 2400 Euro zu Buche schlägt.

Bei minus fünf Grad und eisigem Ostwind beschränken wir die offene Sause auf 15 Minuten: Klimaautomatik (770 Euro, mit Cabrio-Modus) auf maximale Temperatur, Sitzheizung (370 Euro) auf die höchste Stufe. Gas geben – und dann die klare bayrische Luft und den oberhalb von 5000 Touren vollen Sechszylinder-Turbosound tief inhalieren.

Dazu, außerhalb des Automatik-Modus, ein paar Fingerübungen an den Schaltwippen des Sport-Lederlenkrads. Geschmeidig und sehr präzise schnürt sich das Auto durch schöne Wechselkurven ruck, zuck auf Landstraßentempo 100 – Kraft im Überfluss, und die extrem schnellen Gangwechsel sind kaum zu spüren. Die Drehzahlanschlüsse passen perfekt. Karosserievibrationen? Nicht spürbar.

Nur der Fahrer zittert in seinem dünnen Mäntelchen, und deshalb muss nach der gesetzten Viertelstunde das Dach rüber. Sofort ist Ruhe und Wärme an Bord, ein Lob auf die dreiteilige Metallkonstruktion. Ihr Manko ist die durch viel Gestänge verursachte Laderaum-Knappheit (maximal 350 Liter), die sich auf längeren Urlaubstouren bemerkbar machen dürfte.
Wolfgang Eschment

Inhaltsübersicht

Autos im Test

BMW 335i Cabriolet

BMW 335i Cabrio

PS/KW 306/225

0-100 km/h in 5.70s

Hinterrad, 7-Gang-Doppelkupplung

Spitze 250 km/h

Preis 52.350,00 €