Audi A7 Concept Sportback
Vorsprung durch Design
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Vorstellung – Audi A7 Concept Sportback im ersten Fahrbericht |
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Mehr Fahrberichte
Unter dem Decknamen Sportback Concept stellt sich der neue Audi A7 vor, der im Herbst 2010 startklar sein wird. Eine erste Ausfahrt im sonnigen Beverly Hills verkürzt das Warten
Beverly Hills ist die angemessene Kulisse für ein fahrbares Design-Meisterstück, das unter dem Künstlernamen Audi Sportback Concept das Probiermodell mimt, in Wahrheit aber den Audi A7 Sportback verkörpert, der im Herbst 2010 offiziell vorgestellt wird.
AUDI A7: DER NEUE EDEL-A6
Der A7 Sportback verhält sich zum technisch eng verwandten A6 der nächsten Generation (ab 2011) so wie der Audi A5 Sportback zum A4: Die höhere Zahl stellt also den Rang innerhalb der Hierarchie klar, die Technik stammt vom Modell darunter. Die clevere Strategie scheint aufzugehen, wie der Sieg des A5 Sportback bei der diesjährigen Auto Trophy (Bestes Mittelklasseauto) beweist.
Der 4,95 Meter lange, 1,93 Meter breite und dabei nur 1,45 Meter hohe Sportback Concept führt die Feinjustierung der Audi-Designlinie gekonnt weiter, deren Leitmotiv sich weniger an Stylingelementen denn an sauber ausbalancierten Proportionen festmacht. Die großen Blechflächen etwa werden durch sparsam, aber gezielt eingesetzte Kanten aufgelockert, an denen sich das Licht brechen kann. Auch das Grill-Thema – eines der wichtigsten Designelemente der Marke – griffen die Formgeber auf. Die oberen Ecken sind leicht angeschrägt, die Gitterstäbe verlaufen horizontal.
Trick der Konstrukteure: Wie zuvor beim A4 haben die Techniker auch beim A7 – und beim zugrunde liegenden neuen A6 – die Vorderachse weiter nach vorn verlagert. Zusammen mit dem 2915 Millimeter langen Radstand ergibt sich daraus eine gestreckt wirkende Silhouette, die eher einem Fahrzeug mit Hinterradantrieb ähnelt.
Auf dem kalifornischen Laufsteg beginnt der Audi sein Spiel mit dem Licht. Die scharf gezogenen seitlichen Kanten oberhalb der Türgriffe und die horizontal verlaufenden Sicken des Heckabschlusses erzeugen Hell-Dunkel-Effekte, die auch die scheinbar unentwegt joggenden Eingeborenen in Beverly Hills neugierig machen. Nein, das ist nicht der neue A8, den zeigen sie gerade drüben in Miami. Ja, das ist ein Diesel. „A Diiiesel, really?“
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Dem europäischen Sparund Drehmomentwunder begegnen die Amerikaner – zumindest in Verbindung mit Personenkraftwagen – noch immer argwöhnisch und verorten seine Emissionen auf dem Niveau einer schwelenden Kohlenhalde. Eine krasse Fehldiagnose. Der 225 PS starke Dreiliter-V6-TDI des Sportback Concept atmet sauber aus. Sein Piezo-Common-Rail-System arbeitet mit einem Einspritzdruck von 2000 bar. Spezielle Brennraumsensoren gewährleisten eine hochpräzise Verbrennung.
Zur Reduzierung der Stickoxide (NOx) werden kleine Mengen Harnstoff (AdBlue) vor den SCR-Kat eingespritzt. Zusätzlich reinigt ein nachgeschalteter Oxidationskatalysator die Abgase. Man kann also guten Gewissens durch die Villensiedlungen dieseln. Die Kraftübertragung erledigt die neue Siebengang-S tronic, die dank einer Getriebeölheizung bei niedrigen Temperaturen frühzeitig einen reibungsarmen Betrieb erlaubt.
Kein ungebührliches Nageln stört das Vogelgezwitscher in den parkähnlichen Gärten, und auch olfaktorisch geht der Clean Diesel aus Germany, der die Grenzwerte aller 50 US-Bundesstaaten erfüllt, niemandem in die Nase.
Vielmehr tritt er mit einem maximalen Drehmoment von 550 Newtonmetern kraftvoll an und spart dabei. Zwar ist die Studie – gerade was die Dynamik angeht – noch ein gutes Stückchen von der späteren Serienversion entfernt, aber der V6 TDI deutet hier bereits ein sehr kraftvolles Auftreten an. Die Zusammenarbeit mit der Siebengang-S tronic funktioniert schon jetzt vielversprechend, und die Lenkung arbeitet direkt ansprechend mit kleinen Lenkwinkeln.
SPARSAM UND SCHNELL
Nur 5,9 Liter Brennstoff pro 100 Kilometer sollen dem bis zu 245 km/h schnellen Designer-Audi genügen. Apropos genügen: Die weit aufschwingende Schrägheck- Klappe gibt einen 500 Liter großen Kofferraum frei, der nur darauf zu warten scheint, möglichst viele der in dieser Gegend unvermeidlichen Golfbags aufzunehmen.
Weiter vorn fühlen sich bis zu vier Passagiere wohl. Platz hat der Audi A7 in spe reichlich, und all das, was man sieht oder anfasst, ist penibel verarbeitet, hat griffsympathische Oberflächen und fügt sich zu einem Ambiente, das den Modebegriff „stylish“ verdient – und stilvoll-elegant meint.
Zum Wohlfühlerlebnis tragen die gut konturieren, festen Seitenhalt bietenden Integralsitze bei, die sich bei unserer ersten Ausfahrt als sehr komfortabel erwiesen. Auch die hoch bauende Mittelkonsole mit der perfekt platzierten Zentralsteuerung für das Audi-Bediensystem MMI überzeugt. Durch ein riesiges Glasdach fällt die milde kalifornische Sonne ins nahezu komplett mit Leder ausgeschlagene Innere und erhellt das mit fein geschichtetem Eichenholz vertäfelte Cockpit.
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Die breite Konsole erstreckt sich bis in den Fond. Natürlich entsprechen nicht alle Details denen des künftigen A7 Sportback. Die besonders angriffslustig funkelnden LED-Scheinwerfer etwa, der hohe Abschluss der Heckklappe oder der hintere Stoßfänger mit den integrierten Auspuffenden gehören zum Show-Teil der Studie.
Die Haube und das Dach des endgültigen A7 werden zudem um zehn Millimeter höher ausfallen. Das glasklare Design der Karosserie mit kleinen Fensterflächen und rahmenlosen Türen aber ist real und kommt nicht nur in Beverly Hills an.
Stefan Miete
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