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JA NEIN

Alfa Romeo MiTo

Nur in rot

Muss man ein Auto, dessen Farbe Rosso Giulietta heißt, nicht einfach lieb haben?  Den Alfa MiTo gibt es in neun weiteren Lackierungen und mit drei Motoren

Eckdaten
PS-kW155 PS (114 kW)
AntriebVorderrad, 5 Gang manuell
0-100 km/h8.00 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit215 km/h
Preis17.950,00 €

Wenn eine Marke so eine glorreiche Vergangenheit hat wie Alfa Romeo, ist es ja naheliegend, dass sich Designer und Marketing-Experten gern aus diesem Fundus bedienen. Und das tun sie beim neuen Alfa MiTo nicht nur bei den Farbnamen. Die Front des kleinen Italieners präsentiert selbstbewusst Grundzüge des 8C Competizione, und der Name, von der Gewinnerin eines Preisausschreibens erdacht, spielt doppeldeutig mit dem Mythos (ital. Mito) der Marke und den beiden Städten Mailand und Turin (Milano, Torino). Mailand, weil hier das Herz der Marke zu Hause ist, Turin, weil das Auto im Fiat-Werk Mirafiori gebaut wird. Freilich ist die Hardware unter dem giuliettaroten Blech ein wenig prosaischer. Der erste Kleinwagen in der Geschichte der Mailänder Marke baut auf der B-Plattform des Fiat-Konzerns auf. Mit anderen Worten: Er ist eigentlich ein Grande Punto.

95, 120 und 155 PS

Das ist an sich nichts Schlechtes, zumal dann, wenn es so gut verpackt ist wie beim MiTo. Trotz fast identischer Ausmaße – der MiTo ist etwas breiter, flacher und länger – wirkt er ganz anders als der Fiat. Das ist nicht der Brot-und-Butter-Kleinwagen des Konzerns. Der MiTo zielt, auch wenn nur wenige Alfa-Verantwortliche das so unverblümt sagen mögen, auf den bayerisch-britischen Mini. Er tut es erfrischend anders, ohne Retro-Getue und Schickimicki-Attitüde.

Das Interieur ist bewusst nüchtern und einfach gehalten, klar und unverspielt und mit guten, wenn auch etwas knapp bemessenen Sportsitzen ausgestattet.
So fühlt man sich denn auch schnell wohl hinter dem griffigen Sportlenkrad – mit der Rechten auf dem Schalthebel, dessen Seilzugführung allerdings einen Hauch präziser agieren könnte. Unter der rundlichen Haube sitzt bei diesem Exemplar das vorläufig stärkste Triebwerk, der 1,4 Liter große TB 16V mit 155 PS, wobei das Buchstabenkürzel gemäß der Alfa-Tradition für Turbo Benzina steht.

Ebenfalls im Programm: der nicht aufgeladene 1,4-Liter mit 95 PS und der 1.6-JTDM-Diesel mit 120 PS. Der Turbobenziner ist ein quirliger Bursche, der allerdings ein wenig mehr Druck haben könnte. Nur wenn man den kleinen Vierzylinder ordentlich auswringt, geht der MiTo so, wie man es sich von einem Alfa wünscht. Dass er dabei kein Muster an Kultiviertheit ist, wird die meisten Alfisten ebenso wenig stören wie der markige Auspuffsound. Acht Sekunden soll der Spurt auf 100 km/h dauern und das Spitzentempo bei 215 km/h liegen. Leistungshungrige können sich auf eine weitere Variante freuen: Fürs nächste Jahr wird der GTA mit 230 Turbo-PS aus 1,8 Litern versprochen.

GTA-Version ab 2009

Einstweilen reicht der 1.4 TB. Mit dem leichten Motor im Bug und wenig Antriebseinflüssen in der Lenkung wieselt er agil um Biegungen, auch wenn es der Servolenkung an Feedback mangelt. Ein tolles Detail ist der "DNA"-Schalter. Mit dem Regler neben dem Schalthebel lassen sich drei Fahrprogramme abrufen, die Motor, VSC (ESP), ABS, Q2 (elektronisches Sperrdifferenzial) und Lenkung beeinflussen.

2500 MiTo will Alfa in diesem Jahr ab dem 27. September losschlagen. Das dürfte auch angesichts der bei 14700 Euro (95-PS-Version) beginnenden Preisliste kein großes Problem sein. Heinrich Lingner

Inhaltsübersicht

Autos im Test

Alfa Romeo MiTo

PS/KW 155/114

0-100 km/h in 8.00s

Vorderrad, 5 Gang manuell

Spitze 215 km/h

Preis 17.950,00 €