Mini Clubman Cooper S im Fahrbericht Der Kult-Kombi

21.09.2011

Ähnlich wie die Limousine dürfte der neue Mini Clubman rasch zum Liebling modebewusster Käufer werden. Wir fuhren die stärkste und teuerste Clubman-Version, den Cooper S mit 175 PS starkem Benzin-Direkteinspritzer

Eckdaten
PS-kW174 PS (128 kW)
AntriebFrontantrieb, 6 Gang manuell
0-100 km/h7.6 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit224 km/h
Preis23.900,00€

"Man sitzt hinten wie in einem Rolls-Royce." Wer glaubt, Mini-Chef Kay Segler hätte mit diesem Statement zum neuen Mini Clubman einen Anfall von Größenwahn, der irrt. Denn zum einen hat der Designer, der den Fond im neuen Mini-Raumfahrzeug formte, dies auch beim Topmodell der BMW Group, dem Rolls-Royce Phantom, erledigt. Und zum anderen ist die Technik der hinteren Seitentür des Clubman ähnlich wie im Rolls – sie öffnet sich nämlich gegen die Fahrtrichtung. Zusammen mit dem nach vorn geschobenen Beifahrersitz erlaubt das beim Clubman einen problemlosen Einstieg in den Fond. Aufmerksamkeit verlangt dabei der an der Tür angebrachte Sicherheitsgurt.

Der Knieraum wuchs hinten im Vergleich zum normalen Mini um acht Zentimeter. Wer hier Platz nimmt, kann sich im Clubman über viel Beinfreiheit und guten Fahrkomfort freuen. Skurril jedoch: Dieser Mini hat nur eine hintere Seitentür, und zwar auf der Beifahrerseite. Eigenwillig ist auch das Heck, das ein Ladevolumen von 260 bis 930 Liter offeriert. Die mit sattem Klang schließenden Hecktüren schwingen nämlich seitlich auf – leider stören die Scheibenrahmen beim Zurücksetzen das Blickfeld.

Der Clubman wird ab dem 10. November mit dem 115-PS-Turbodiesel, mit einem 120-PS-Benzintriebwerk und dem 175 PS starken Benzin-Direkteinspritzer geliefert. Serienmäßig sind Start-Stopp-Automatik, Bremsenergie-Rückgewinnung und Schaltpunktanzeige mit an Bord.

Der Turbomotor unseres Testfahrzeugs Cooper S macht aus dem Clubman ein sportliches Auto, aber kein nervöses Rennpferd. Dank des eng gestuften Sechsganggetriebes, das sich präzise schalten lässt, hat man in jeder Fahrsituation die passende Übersetzung parat. Zusätzlich macht sich der um acht Zentimeter längere Radstand positiv bemerkbar: Während im normalen Mini Cooper S mehr Gokart-Feeling aufkommt, wirkt der Clubman wie ein vollwertiges Auto. Kurven umrundet er bei enormer Querbeschleunigung nahezu neutral und reagiert mit dem Basis-Fahrwerk und 16-Zoll-Bereifung dabei empfindlicher auf Antriebszerren als das mit 17 Zoll großen Reifen bestückte Modell mit Sportfahrwerk. Ein Grund für die Antriebseinflüsse: das in den Testwagen installierte Sperrdifferenzial.

Die Konzernverwandtschaft zur Nobelmarke mit der Emily wird beim Blick in die Preisliste deutlich: Mit 23900 Euro plus Extras präsentiert sich der Mini Clubman Cooper S als der Rolls-Royce unter den Kleinwagen.
Werner Müller

Technische Daten
Motor 
ZylinderR4/4-Ventiler/Turbo-Direkteinspritzer
Hubraum1598
Leistung
kW/PS
1/Min

128/174
5500 U/min
Max. Drehmom. (Nm)
bei 1/Min
240
1600 U/min
Kraftübertragung 
Getriebe6 Gang manuell
AntriebFrontantrieb
Fahrwerk 
Bremsenv: innenbel. Scheiben
h: Scheiben
Bereifungv: 195/55 R 16
h: 195/55 R 16
Messwerte
Gewichte (kg) 
Leergewicht (Werk)1205
Beschleunigung/Zwischenspurt 
0-100 km/h (s)7.6
Höchstgeschwindigkeit (km/h)224
Verbrauch 
Testverbrauchk.A.
EU-Verbrauch6.3l/100km (Super Plus)
Reichweitek.A.
Abgas-Emissionen 
Kohlendioxid CO2 (g/km)k.A.

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