Führerschein Gültigkeit: Dann muss getauscht werden! Führerschein verfällt nach 15 Jahren

01.02.2017

Die Tage der alten Führerscheine auf Lebenszeit sind gezählt – bis 2033 werden sie gegen neue EU-Führerscheine ausgetauscht. Damit Millionen Autofahrer nicht bis zum letzten Moment warten, wollen die Bundesländer vorbauen. Alles zur Gültigkeitsdauer!

Wann muss der Führerschein umgetauscht werden? Antwort: eigentlich nie. Damit ist allerdings bald Schluss. Seit 2013 gibt es eine neue EU-Richtlinie und mit ihr dürfen Führerscheine nur noch 15 Jahre lang gelten. Alle bis 2013 ausgestellten Führerscheine sollten ursprünglich noch bis 2033 gültig bleiben. Doch wenn es um ihren "Lappen" geht, werden manche Autofahrer sentimental – zumindest beim Blick mehr oder weniger gut erhaltenen Dokument in Grau oder Rosa. Damit Millionen von Autofahrern den Umtausch nicht bis zum letzten Moment hinauszögern, wollen die Bundesländer ein Wechselchaos vorbeugen und den Umtauch der Führerscheine gegen neue EU-Führerscheine vorziehen.

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Wird der Führerschein bald überflüssig? (Video)

 

 

 

Gültigkeit: Dann muss der Führerschein umgetauscht werden

Warum werden die Führerscheine überhaupt erneuert?
Bereits seit 2013 gilt eine EU-Richtlinie, die Regeln zu mehr als 110 europäischen Führerscheintypen vereinheitlicht. Neu ausgestellte Dokumente gelten seitdem nicht mehr lebenslang, sondern haben eine Gültigkeitsdauer von 15 Jahren. Damit soll ein möglichst aktueller Fälschungsschutz gewährleistet sein. Bei Kontrollen sind Besitzer leichter zu erkennen, wenn das Foto nicht so alt ist. Eingedämmt werden soll auch "Führerscheintourismus", also dass man bei Entzug seines Führerscheins in einem anderen EU-Land einen neuen macht.

Wie soll der Umtausch ablaufen?

Die seit 2013 ausgestellten Führerscheine entsprechen schon den neuen Vorgaben – sie laufen also ab 2028 aus. Doch was ist mit den älteren, von denen noch Millionen in Portemonnaies und Brieftaschen stecken? Alle auf einmal könnte keine Behörde der Welt stemmen, heißt es auch beim Autofahrerclub ADAC. Damit nicht zu viele bis zum letzten Moment warten und ein Massenansturm folgt, schlägt der Verkehrsausschuss des Bundesrats nun einen früheren Umtausch-Start der Führerscheine vor. Über das Konzept soll das Plenum der Länderkammer an diesem Freitag abstimmen.

Was bedeutet das genau für die Autofahrer?
Konkret geht es um zwei Stufenpläne. Da sind zum einen 15 Millionen Papierführerscheine die vor 1999 ausgestellt wurden. Bei ihnen soll die erste Umtausch-Etappe schon bis 19. Januar 2021 laufen, und zwar für Fahrer mit Geburtsjahren 1953 bis 1958. Die Geburtsjahre 1959 bis 1964 sollen bis 2022 dran sein, die Jahrgänge 1965 bis 1970 bis 2023, alle Jüngeren bis 2024. Wer vor 1953 geboren wurde, kann den Führerscheine bis 2033 behalten. Zum anderen gibt es 30 Millionen Führerscheine im Kartenformat, die ab 1999 ausgestellt wurden. Die erste Umtauschstufe für sie liefe demnach bis 2025, nämlich für die Ausstellungsjahre 1999 und 2000. Dann geht der Umtausch Jahr für Jahr weiter – bis zum 19. Januar 2033 für Dokumente mit Ausstellung bis 18. Januar 2013.

Wie geht es weiter?
Wenn der Bundesrat dem Vorschlag zustimmt, ist die Bundesregierung am Zuge. Denn das Konzept soll an eine Bundes-Verordnung "angehängt" werden. Die Regierung könnte dies 1:1 akzeptieren – oder aber die ganze Verordnung vorerst stoppen. Vom Bundesverkehrsministerium wurde am Montag aber zumindest kein Protest gegen den vorgezogenen Führerscheintausch laut: Die Länder müssten den Umtausch bewältigen, da könnten sie auch Vorschläge machen. Eine neue Prüfung beschert der Umtausch Autofahrern übrigens nicht. Nötig sind aber ein Foto – und gut 20 Euro Gebühr für den neuen EU-Führerschein.

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