Elektronisches Stabilitätsprogramm: ESP-Pflicht in der EU ab November 2014 Keine Zulassung ohne ESP

29.10.2014

Bereits nach dem legendären "Elchtest" in den 90ern war das elektronische Stabilitätsprogramm in aller Munde. Nun wird die Technik in der EU zur Pflicht

Alle neuzugelassenen Pkw und leichten Nutzfahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von bis zu 3,5 Tonnen müssen künftig serienmäßig ein elektronisches Stabilitätsprogramm an Bord haben. Am 1. November 2014 tritt die entsprechende EU-Verordnung in Kraft, die im Juli 2009 erlassen wurde und künftig für noch mehr Sicherheit auf den Straßen der Europäischen Union sorgen wird.

 

Schleuderschutz ESP: Weltweite Nutzung bei 59 Prozent

Laut Technik-Spezialist Bosch, der den Schleuderschutz bereits seit 1995 als Weiterentwicklung des ABS fertigt, hat das Sicherheitssystem europaweit schon jetzt rund 190.000 Unfälle vermieden und nicht weniger als 6000 Menschenleben gerettet. Insgesamt wurden bereits mehr als 100 Millionen ESP-Systeme produziert. Während im Jahr 2014 in Europa bereits 84 Prozent aller Neuwagen mit ESP ausgestattet sind, beträgt die Rate weltweit lediglich 59 Prozent.

Künftig wird hierzulande jedem Fahrzeug, dass ohne die Fahrdynamikregelung, welche je nach Hersteller auch DSC, VSC, DSTC, VSA o. a. heißt, die Zulassung für die Straße verweigert. Während in Europa erst jetzt die ESP-Pflicht in Kraft tritt, müssen in Nordamerika bereits seit Ende 2011 Autos damit ausgerüstet sein. Auch in Asien sowie den Automärkten Russland und Türkei ist eine dementsprechende Regelung in Planung.

Serienmäßig kam das ESP erstmals Mitte der 90er-Jahre in der Mercedes S-Klasse zum Einsatz. Als 1997 dann die kleine A-Klasse im legendären "Elchtest" umkippte, führte das dazu, dass auch dort serienmäßig das Sicherheitssystem integriert wurde. Grund: Durch gezieltes Abbremsen einzelner Räder wird dem Ausbrechen des Fahrzeuges entgegengewirkt, was wiederum die Gefahr eines Überschlags dämmt.

Patrick Freiwah

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