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Erlkönig Audi SQ7 2016: Fährt hier der Sport-Q7?

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Sportlich ist dieser Q7-Erlkönig unterwegs. Dass die Ingolstädter nach der umfassenden Abspeck-Kur beim neuen Full-Size-SUV einen Audi SQ7 2016 nachschieben werden, bietet sich an - und ein völlig neuer Motor ebenso

Noch vor dem offiziellen Marktstart des neuen Audi Q7 2015 haben unsere Erlkönig-Jäger einen Prototypen erwischt, der völlig ungetarnt rund um den Nürburgring fährt und einige Fragen aufwirft.

Erlkönig Audi SQ7 2016: Fährt hier der Sport-Q7?

Mit einer vierflutigen Auspuffanlage, aggressiverer Frontschürze und strömungsoptimiertem Diffusor am Heck verfolgt dieser Q7 deutlich sportlichere Ambitionen als die in kürze vorgestellte zweite Generation. Nicht überproportionierte Bremsscheiben, fehlende Chrom-Spiegelgehäuse und Karosserieanbauteile lassen eher darauf schließen, dass es sich bei diesem Erlkönig um den Audi SQ7 und nicht einen RS Q7 handelt, hinter dem per se ein dickes Fragezeichen steht.

Ganz anders beim SQ7, denn dass Audi erstmals das SUV-Schlachtschiff auf Sport trimmt, legt die mit der zweiten Generationen gewonnene Performance nahe. 300 Kilogramm haben die Ingolstädter dem massigen SUV-Vertreter abtrainiert, ihm zudem eine ordentliche Portion Agilität und Spritzigkeit mit auf den Weg gegeben und gleichfalls die Lenkung gestrafft. Bei der ersten Ausfahrt in Namibia überzeugte zudem der bekannte 3.0 TFSI-Motor mit 333 PS, der spielend mit dem Koloss fertig wurde.

Beim Audi SQ7 wird noch mehr Power gefragt sein. Doch wie kommt diese zustande? Denkbar ist der bewährte 4.2 TFSI-V8-Benziner, der bereits im Vorgänger 350 PS aufbrachte. Mehr Geld würden wir allerdings auf einen Selbstzünder setzen. Warum? Weil Audi seine TDIs liebt. Sei es beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans oder weniger abgehoben im Audi SQ5, bei dem die Kombinatione aus SUV und kräftigem Diesel sich als hervorragende Strategie erwiesen hat.

Audi SQ7: 2016 mit Triturbo-Diesel in die SUV-Arena

Der 313 PS starke V6-TDI würde einem Sport-Q7 allerdings nicht gerecht werden. Anstatt den Ladedruck zwecks eines Leistungsplus zu erhöhen und im Umkehrschluss sportlich ambitionierte Fahrer mit mäßigem Ansprechverhalten zu enttäuschen, arbeiten die Ingenieure akribisch an einem V6-Triturbo, der bereits in einem Audi RS5-Prototypen getestet wurde. Der Audi e-Turbo leistet in der Sportlimousine 385 PS und das satte Drehmoment von 750 Newtonmeter liegt bereits ab 1.250 U/min an. Reichlich Power und frühes Ansprechverhalten - genau die richtigen Argumente für die Poleposition unter den sportlichen Full-Siz-SUV. Und die Verbrauchswerte sind kaum weniger sensationell: Mit dem V6-Triturbo-Diesel verbraucht der Audi RS5 nur rund fünf Liter.

Natürlich dürfen wir aber auch nicht den V8-TDI mit 4,2 Liter vergessen, der als stärkster Diesel im Q7-Portfolio mit kräftigem Durchzug brillierte und sich äußerst kulitviert zeigte. Nur leistet auch der V8-TDI lediglich 340 PS, würde mit drittem Turbolader zwar an der 400 PS-Marke kratzen, doch eben auch deutlich mehr verbrauchen. Und auch in Ingolstadt treibt das Downsizing-Gespenst sein Unwesen.

Michael Gorissen