Elibreia: Qatar Motor Show 2016 Supersportler für die Tonne

30.01.2016

Dass selbst Supersportler nicht immer Traumwagen sein müssen, zeigt das Elibreia genannte Design-Koncept von der arabischen Halbinsel auf der Qatar Motor Show 2016.

Für die meisten Automobil-Designer ist das Zeichnen eines Supersportwagens ein Kindheitstraum, der letztlich nur für wenige Glückliche in Erfüllung geht. Der Alltag handelt oft von Kompaktklasse und Familien-Vans, die mit ihren eher nüchternen Proportionen ganz eigene Anforderungen an das Können eines Designers stellen. Wenn es jedoch um einen waschechten Supersportler geht, leuchten die Augen von Auto-Fans und -Zeichnern gleichermaßen: Flache Silhouette, riesige Radhäuser, ein Freifahrtschein für scharfe Linien und erotische Rundungen gleichermaßen. Dass man auch bei derartigen Vorgaben kein wirklich begehrenswertes Auto zeichnen muss, zeigt der kürzlich auf der Qatar Motor Show 2016 enthüllte Elibreia – und so mancher Besucher könnte sich nach einem Besuch auf dem Stand gewünscht haben, dass seine Erbauer das Tuch auf dem Supersportler von der arabischen Halbinsel belassen hätten. Denn die Formensprache des Elibreia ist mit "eigenwillig" noch ziemlich schmeichelhaft umschrieben, offenbar war die Abgrenzung von allen bekannten Gesichtern der Sportwagen-Welt das oberste Gebot.

Elibreia: Supersportler-Performance vs. Horror-Design

Und unverwechselbare Formen, die dem Betrachter im Gedächtnis bleiben, sind dem für das Design zuständigen Studenten zweifellos gelungen. Leider dürften sich nur wenige Betrachter danach sehnen, in diesem Supersportler Platz nehmen zu dürfen und auch der Grund für die Unverwechselbarkeit liegt auf der Hand: Niemand sonst würde auf die Idee kommen, einen Supersportler so zu gestalten. Und so sorgt das Design bei den meisten Betrachtern für ein vernichtendes Urteil, obwohl die technischen Daten durchaus vielversprechend klingen. Laut ArabGT steckt unter der wirr gezeichneten Hülle ein über 500 PS starkes V6-Triebwerk aus dem General Motors-Regal, das trotz Allradantrieb auf ein Gewicht von lediglich 900 Kilogramm trifft. Die Fahrleistungen der dank umfangreichem Carbon-Einsatz besonders leichten Sportwagen-Studie würden bei einem Leistungsgewicht von unter 2 Kilogramm pro PS mit Sicherheit beeindruckend ausfallen, was vor allem einen Vorteil hat: In den allermeisten Fällen dürfte der Elibreia schnell wieder aus dem Blickfeld verschwinden.

Video zum Thema: Fünf Supersportler im Power-Vergleich

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