Elektromobilität - 10 Fragen zum Elektroauto Alles, was Sie über E-Autos wissen müssen

24.10.2009

Es ist nur noch eine Frage der Zeit – das Ende des Verbrennungsmotors ist auf lange Sicht besiegelt. Um die Mobilität auch nach dem Erdölzeitalter zu sichern, setzen viele Hersteller auf das per Strom betriebene Elektroauto

Es gibt vor allem zwei Gründe, die dem konventionellen Verbrennungsmotor irgendwann den Garaus machen: die Endlichkeit der Erdölvorkommen und der damit einhergehende kontinuierliche Preisanstieg für Diesel und Benzin inklusive der stetig strenger werdenden Umweltauflagen.

Um auch in Zukunft den hohen Grad an Mobilität aufrecht zu erhalten, muss sich die Automobilindustrie – auch um ihrer selbst willen – Alternativen für die Zeit nach dem schwarzen Gold überlegen. Rangen vor wenigen Jahren noch verschiedene Konzepte um den Titel „Antriebsquelle der Zukunft“, so scheint sich mittlerweile nach Ansicht der meisten Experten das Elektroauto als sinnvollste Lösung durchgesetzt zu haben. Allerdings wird auch an Alternativen wie dem Wasserstoff als Energiequelle weiterhin geforscht – genutzt via Brennstoffzelle oder direkt als Kraftstoff.

Hier geht es zum aktuellen Test des Mitsubishi i-MiEV:
» Wie praxistauglich ist der neue City-Stromer?

Neben Mercedes, Ford und General Motors entwickeln auch die asiatischen Hersteller das Brennstoffzellenfahrzeug parallel weiter, sozusagen als Plan B. Beim Thema Elektroauto sind die Japaner der deutschen Autoindustrie derzeit mindestens einen Schritt voraus. Nicht nur, dass Hersteller wie Toyota bei der Elektrifizierung von der langjährgen Erfahrung, die sie vor allem mit ihren Hybridmodellen gesammelt haben, profi tieren, besonders das Know-how im Bereich der Batterietechnologie sichert den Asiaten einen beachtlichen Technologievorsprung.

Während sich die großen europäischen Hersteller allesamt noch in der Erprobungsphase befi nden, bietet Mitsubishi seit dem Sommer in Japan das erste Serien-Elektroauto an, und der kompakte Stromer Nissan Leaf startet kommendes Jahr auf ausgewählten Märkten. Um den Rückstand bei der Batterietechnologie schnellstmöglich aufzuholen, schließen die deutschen Hersteller derzeit unter anderem fl eißig Allianzen. So kaufte sich Daimler vor kurzem beim kalifornischen Elektroauto- Produzenten Tesla ein und nutzt amerikanische Akku-Technologie im Elektro-Smart – ebenso wie BMW beim Mini E.

DER STAAT HILFT NACH
Doch nicht nur die Industrie hat die Zeichen der Zeit erkannt, auch der Staat setzt nun zur großen Aufholjagd an. Mit dem im August verabschiedeten „Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität“ möchte die Bundesregierung die Weichen für die elektrifi zierte Autozukunft stellen. Ziel ist, Deutschland zum Leitmarkt für Elektromobilität zu machen und bis zum Jahr 2020 eine Million E-Autos auf die Straße zu bringen. Auch eine staatliche Förderung beim Kauf von Elektroautos nimmt konkrete Formen an.

Das Umweltministerium überlegt, E-Mobile in der Anfangsphase mit einer Prämie zu fördern. Langfristig ist es aber Aufgabe der Hersteller, E- Autos zu konkurrenzfähigen Preisen anzubieten und damit in großen Stückzahlen zu verkaufen.

KOMMENTAR
Am Elektroauto führt über kurz oder lang kein Weg vorbei, daran zweifelt heute kaum noch jemand. Wer jedoch die diesjährige Internationale Automobilausstellung besucht hat, bekam in Anbetracht des riesigen Elektroauto-Hypes den Eindruck, als seien sämtliche Hindernisse auf dem Weg zur Elektromobilität – technisch wie auch infrastrukturell – bereits überwunden.

Doch diese irreführende Darstellung birgt eine große Gefahr. Nichts wäre für den Erfolg des E-Autos schädlicher als zu hohe Kundenerwartungen – geschürt von den Marketing-Abteilungen der Hersteller, die sich derzeit übertreffen, ihren Marken ein möglichst „grünes Image“ zu verleihen. Die Fahrzeugproduzenten sollten hier besser mit offenen Karten spielen, anstatt utopische Werte für Reichweiten und Ladezeiten anzugeben, die in der Praxis kaum zu erreichen sind.

Es wird noch viele Jahre dauern, bis das E-Mobil hinsichtlich Reichweite und Kosten auch nur in die Nähe eines herkömmlichen Autos kommt und damit für die potenziellen Kunden wirklich interessant wird. Allerdings sind nicht nur die Hersteller gefordert – auch wir Autofahrer müssen umdenken und uns peu à peu auf die neue Technik einlassen. In Zukunft zählen eher kWh statt kW – oder anders formuliert: Batteriekapazität statt Motorleistung. Alexander Lidl

AUTO ZEITUNG

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