Elektroauto Mute: IAA 2011 Von der Studie zum Prototypen

12.09.2011

Auf der IAA in Frankfurt zeigt die Technische Universität München zum ersten Mal das Elektrauto Mute. Und zwar als serienreifen Prototypen

Das Elektroauto Mute der Technischen Universität (TU) München hat sich vom Forschungsfahrzeug zum fahrbereiten und formvollendeten Prototypen gemausert. Auf der Internationalen Automobilausstellung IAA (15. bis 25. September) steht "ein vollständiges und funktionsfähiges Auto, das die Grundbedürfnisse eines normalen Kunden erfüllt", sagte Prof. Markus Lienkamp vom Lehrstuhl für Fahrzeugtechnik der TU München. Die Automobil- und Zuliefererindustrie habe großes Interesse an dem Konzept. Konkrete Produktionspläne gebe es aber noch nicht.

Der 3,55 Meter lange, 1,55 Meter breite und gerade einmal 500 Kilogramm schwere Mute bietet Platz für zwei Personen plus Gepäck und schafft Tempo 120. Der Elektromotor leistet 15 kW/20 PS. Den Strom liefert ein Lithium-Ionen-Akku mit rund 1200 Zellen. Außerdem hat der Wagen eine Zink-Luft-Reservebatterie an Bord. Die Entwickler garantieren 100 Kilometer Reichweite pro Akkuladung, also selbst bei Vollgasfahrten mit eingeschalteten Nebenverbrauchern wie den LED-Leuchten oder dem großen Zentraldisplay im Stil eines Tablet-PCs.

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Sollte es der Mute eines Tages in die Serienproduktion schaffen, könnten Kunden damit besonders günstig fahren. "Mit der Vollkostenrechnung für den Mute unterbieten wir nach derzeitigem Stand die monatlichen Kosten für einen vergleichbaren Kleinwagen mit Benzinmotor", so Lienkamp. Die Fahrzeugentwicklung finanzierte die TU München weitgehend aus eigenen Mitteln. Für den Bau des Prototypen gab es Geld von der Bayerischen Forschungsstiftung. Außerdem unterstützen 20 Industriepartner das Projekt.
dpa

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