VW Tiguan 2.0 TDI
VW Tiguan 2.0 TDI - Preisbrecher
VW Tiguan 2.0 TDI
Aus AUTO ZEITUNG 9 / 2009
Der Tiguan ist das meistgekaufte SUV Deutschlands. Ohne Allradantrieb gibt es den Bestseller 1400 Euro billiger
| Eckdaten | |
|---|---|
| PS-KW: | 140 PS (103 kW) |
| Antrieb: | Vorderrad, 6 Gang manuell |
| 0-100 km/h: | 10.40 Sekunden |
| Höchstgeschwindigkeit: | 190 km/h |
| Preis: | 279000 € |
Da sage noch jemand, von der Abwrackprämie profitierten nur Kleinwagen: Auch bei den SUV-Zulassungen gab es im März ein Plus von 24,5 Prozent, manche Modelle legten sogar dreistellig zu. Wie der VW Tiguan, der um 116 Prozent auf 4525 Neuzulassungen kletterte, seit Januar wurden schon mehr als 11 000 Autos verkauft.
Etwa 20 Prozent Anteil daran hat die seit Herbst angebotene preiswerteste Version des Tiguan: Die nur über die Vorderräder angetriebene Variante zum Einstiegspreis von 25 800 Euro. Dafür gibt es das SUV mit 150-PS-Benziner. Mit dem zwei Liter großen und 140 PS starken Common-Rail-Diesel kostet er 27 900 Euro und damit 1400 Euro weniger als der Allradler 4Motion. Sogar ein vergleichbarer VW Touran ist teurer.
NUR WENIGE WERDEN DEN ALLRADLER VERMISSEN
Doch was kann der Tiguan mit Frontantrieb? Klar, Förster sollten besser den Allradler nehmen. Aber da für die meisten SUV-Fahrer der Parkplatz von Aldi das größte Abenteuer-Areal ist, wird nur wenigen etwas fehlen. Schließlich bietet auch der Fronttriebler mit der hohen Sitzposition, der gefühlten Sicherheit und der Optik alles das, was viele SUV-Käufer schätzen.
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Verarbeitung, Bedienung und Variabilität sind gut – allerdings schafft erst ein 160 Euro teurer Einlegeboden einen ebenen Ladefl äche, wenn die Rücksitzlehne umgeklappt ist. Dafür sind die hinteren Sitze in Längsrichtung verschiebbar.
Der Tiguan ist komfortabel gefedert, das Fahrwerk schluckt auch grobe Stöße. Doch insgesamt wirkt das Auto etwas kopflastig, die Traktion bei Nässe könnte besser sein. Wer auf Fahrdynamik wert legt, ist mit dem Allradler eindeutig besser bedient. Wieder im Vorteil ist der Fronttriebler beim Verbrauch: Im Test schluckte er 6,8 Liter Diesel, der gleichstarke Allradler benötigte 0,6 Liter mehr. Es lohnt sich also doppelt, über den Preisbrecher nachzudenken. Klaus Uckrow
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