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Chevrolet Cruze 1.6 LS

Fit für Europa

Der Chevrolet Cruze basiert auf der Plattform der kommenden Opel Astra-Generation. Im Test der 1,6-Liter-Basisbenziner mit 113 PS

Eckdaten
PS-kW113 PS (83 kW)
AntriebVorderrad, 5 Gang manuell
0-100 km/h11.70 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit185 km/h
Preis17.190,00 €

Daewoo war nie bekannt für schicke Autos oder anspruchsvolle Technik. Das änderte sich auch nicht, als General Motors 2005 das Ruder bei den Koreanern übernahm – die alten Logos wurden entfernt. Seitdem prangt zwar das Chevy-Symbol am Grill, sonst blieb aber alles wie gehabt. Das soll sich jetzt ändern: Die in Korea gebaute Limousine Chevrolet Cruze ist keine Eigenkreation mehr, sondern basiert auf der nächsten Generation des Opel Astra – und die wurde in Rüsselsheim entwickelt.

GUTER QUALITÄTSEINDRUCK
Die Verwandtschaft mit Opel zeigt sich schon im Cruze-Cockpit, denn Lenkrad, Mittelkonsole und viele Knöpfe erinnern stark an das Insignia-Interieur. Klavierlack und Alu-Dekor schaffen ein ansprechendes Ambiente, nur das mit Stoff bezogene Armaturenbrett auf der Beifahrerseite dürfte sich schnell als Staub- und Dreckfänger herausstellen. Abgesehen von ein paar ungleichen Spaltmaßen im Innenraum sieht man dem Cruze seinen günstigen Preis (ab 14 990 Euro) auf den ersten Blick kaum an. Zumal die Ausstattung schon ab Werk sehr reichhaltig ist: Sechs Airbags schützen Fahrer und Beifahrer, Nebelscheinwerfer, Parksensoren und 16-Zoll-Felgen aus Leichtmetall sind bei der in unserem Testwagen enthaltenen Ausstattung LS (ab 17 190 Euro) inklusive.

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Verzicht müssen Cruze-Fahrer auch nicht beim Platzangebot üben – der Chevy liegt mit seinen Außen- und Innenmaßen etwa auf dem Niveau eines Skoda Octavia. Vorn sitzt man sowohl bequem als auch von gutem Seitenhalt unterstützt, und das etwas billig anmutende Stoffgestühl ist ab Werk sogar höheneinstellbar. Kopf- und Kniefreiheit auf der Rückbank gehen in Ordnung, der Kofferraum bietet ordentliche 450 Liter Ladevolumen.

HÖLZERNES FAHRWERK
Der Fahrkomfort passt leider nicht ganz zum Namen des Autos: Cruisen ist nur auf frisch geteertem Untergrund angesagt. Wenn es über maroden Asphalt geht, sprechen Federn und Dämpfer bedingt sensibel an und leiten Stöße hölzern an die Insassen weiter. Trotzdem ist der Cruze ein fahrsicheres Vehikel, das im Grenzbereich untersteuert, bevor das serienmäßige ESP eingreift. Die Bremswege könnten allerdings kürzer sein. Für die flotte Gangart ist der Cruze mit Basisbenziner und 113 PS aber ohnehin nicht gemacht.

Zwar liegen die Messwerte von Sprint und Elastizität unter den Werksangaben, aber mit einem maximalen Drehmoment von 153 Newtonmetern, das erst bei 4200 Touren anliegt, ist viel Schaltarbeit gefragt. Wer souveräner vorankommen will, muss dem Cruze die Sporen geben – zu Lasten des Spritkonsums. Der lag im Test gut einen Liter über dem EU-Wert. Oder man wählt gleich einen der stärkeren Motoren. Im Angebot sind auch ein 1,8-Liter-Benziner (141 PS, ab 19 690 Euro) und ein Zweiliter-Common-Rail-Diesel (150 PS, ab 21 290 Euro).

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Fazit: Chevrolet hat mit dem Cruze ein vergleichsweise günstiges und zugleich vernünftig verarbeitetes Auto auf die Räder gestellt. Ein wenig Feinschliff am Fahrwerk würde diesen Eindruck verbessern. Paul Englert

Inhaltsübersicht

Autos im Test

Chevrolet Cruze 1.6 LS

PS/KW 113/83

0-100 km/h in 11.70s

Vorderrad, 5 Gang manuell

Spitze 185 km/h

Preis 17.190,00 €