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DTM 2012 Valencia: Farfus siegt - BMW träumt vom Titel

Spengler holt weiter auf

DTM 2012 in Valencia: Augusto Farfus gewinnt als erster Brasilianer ein Rennen. BMW-Markenkollege Bruno Spengler kann den Rückstand auf Spitzenreiter Gary Paffett erneut verkürzen

Im Saisonfinale des Deutschen Tourenwagen Masters droht Gary Paffett die Luft auszugehen. "Ein Alptraumwochenende!!!!! Jetzt schauen wir nach Hockenheim und blasen sie alle weg!!!", twitterte der Gesamtführende nach seinem ersten "Nuller" in dieser Saison.

37 Punkte hat der Mercedes-Pilot in den vergangenen fünf Rennen auf Verfolger Bruno Spengler von DTM-Rückkehrer BMW verloren. Vor dem Finale in Hockenheim steht es 127:124 für Paffett. "Wir sind immer noch vorne und gut drauf. Das Auto sollte super sein in Hockenheim", redete sich der 31-Jährige Mut zu.

DTM in Valencia: BMW träumt weiter vom Titel

Spengler dagegen versöhnte sich nach dem verkorksten Qualifying mit der Strecke in Valencia. Von Startplatz zwölf aus kämpfte sich der kanadische BMW-Pilot trotz einer Durchfahrtsstrafe auf Rang sechs. Der Traum von BMW, schon im Comeback-Jahr den Fahrertitel in der DTM zu holen, lebt. "Wir haben jetzt eine völlig offene Meisterschaft für Hockenheim, das hatten wir uns gewünscht", sagte Motorsportchef Jens Marquardt.

Denn Paffett musste beim ersten DTM-Sieg von Spenglers Markenkollege Augusto Farfus in der 27. Runde abgeschlagen in die Box und konnte keine Punkte sammeln. Audi krönte ein starkes Wochenende mit zwei Fahrern auf dem Podest: Zweiter nach 184,23 Kilometern wurde Adrien Tambay vor Mattias Ekström.

Audi kritisiert Rückkehrer BMW

"Ausgerechnet der Hersteller ohne Chancen auf den Fahrertitel regte sich über das Zustandekommen von Spenglers Resultat am meisten auf: "Die BMW-Jungs haben hier wirklich die unterste Schublade aufgemacht", echauffierte sich Audi-Motorsportchef Wolfgang Ullrich noch während des Rennens. Ihm hatte nicht gefallen, dass Andy Priaulx im BMW die Audi-Pilotin Rahel Frey in der 40. Runde in einen harten Zweikampf verwickelt hatte, um Spengler von Rang acht auf sechs zu verhelfen. Die Schweizerin sammelte als Siebte am Ende aber trotzdem ihre ersten Zähler der Rennserie und kommentierte die Situation trocken: "Das ist Racing."

Wie befürchtet, blieben Berührungen auch für Paffett und Spengler beim Start in der Mitte des Feldes nicht aus. Als 16. gestartet rammte Paffett Joey Hand im BMW, beschädigte seinen Mercedes und bekam eine Zwei-Sekunden-Strafe in der Box aufgebrummt. Da aber Spengler zu früh gestartet war und auch der Jamie Green wegen eines Regelverstoßes mit einer Durchfahrtsstrafe belegt wurde, verloren alle drei verbliebenen Meisterschafts-Kandidaten Zeit.

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Spengler war mit der Strafe gar nicht einverstanden und schrie über Funk: "Ich habe keinen Frühstart gemacht. Ich komme nicht rein!" Nachdem ihn sein Team aber mehrfach deutlich zur Durchfahrt aufgefordert hatte, ergab sich der 29-Jährige seinem Schicksal. "Gut, dass ich auf mein Team gehört habe. Zum Glück habe ich trotzdem Punkte gekriegt. Das Auto war einfach geil zu fahren", sagte er und bedankte sich im Ziel.

Trubel um die Meisterschaft ging der erste Erfolg eines brasilianischen DTM-Piloten fast unter. Mit brüchiger Stimme hatte sich Farfus nach seinem Erfolg in 1:08:22,522 Stunden über Funk bei seinem Team bedankt. "Es ist ein Privileg in der DTM zu gewinnen. Das habe ich nicht erwartet. Das ist unfassbar, ich bin so glücklich."
dpa/az