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Drei Spielarten - Supersportwagen

Drei Spielarten

Fahrkomfort

Zwar sollen alle drei Sportler alltagstaugliche Mobile sein mit einem Anspruch auf Restkomfort, aber eine große Rolle spielt der Komfortanspruch in dieser Klasse wahrlich nicht. Lambo und Ferrari stecken lange Wellen noch relativ klaglos weg, mit kurzen Stößen haben sie jedoch Probleme. Letztere dringen recht ungefiltert zu den Insassen durch. Der Amerikaner dagegen gibt sämtliche Unebenheiten nahezu direkt und auch geräuschvoll an seine Passagiere weiter. Bedingt durch das Stoffdach hat die Viper ohnehin schon mit einer lauten Geräuschkulisse zu kämpfen. Eine Unterhaltung bei höherem Tempo ist quasi unmöglich. Wenn der Fahrwerks-Komfort schon nicht akzeptabel ausfällt, sollten wenigstens die Sitze lange Reisen zur Freude werden lassen - speziell in diesen Autos, die die Fahraktivität in ihrem Lastenbuch stehen haben. Die richtige Sitzposition in der Viper zu finden, ist für Staturen jeglicher Art nahezu unmöglich. Die einen sitzen nach vorn übergebeugt, die anderen reichen nicht an die Pedale heran, auch wenn diese sogar elektrisch einstellbar sind. Der Seitenhalt kann hingegen noch einigermaßen überzeugen, zumal der Fahrer durch Seitenverkleidung und Mitteltunnel zusätzliche Unterstützung findet. Das Gestühl in Ferrari und Lamborghini ist zwar dünn gepolstert, bietet aber für jeden Fahrer genügend Einstellmöglichkeiten.

FahrkomfortMax. PunkteLamborghini GallardoFerrari 575 M MaranelloDodge Viper SRT-10
Sitzkomfort vorn150949375
Sitzkomfort hinten100---
Ergonomie15010211389
Innengeräusche50514-
Geräuscheindruck100698658
Klimatisierung50423738
Federung leer200858574
Federung beladen200858574
Kapitelbewertung1000482513408
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Motor & Getriebe

Zusammen mobilisieren die drei Boliden 1521 PS, die aus 32 Zylindern bei fast 20 Liter Hubraum aktiviert werden. Allerdings gehen die Hersteller dabei unterschiedliche Wege. Über den größten Hubraum, 506 PS und zehn Zylinder, verfügt die Viper. Moderne Technik ist für den Zweiventiler allerdings ein Fremdwort. Hubraum geht hier über alles, und mit 8,3 Litern bietet die Schlange davon genügend. Die daraus resultierenden Fahrleistungen der handgeschalteten Viper sind des Lobes wert. In 4,3 Sekunden schnellt das Reptil von null auf 100 km/h - das sind 0,2 Sekunden weniger als der Gallardo benötigt, der mit E-Gear, einem 500 PS starken Zehnzylinder-Mittelmotor und fünf Liter Hubraum ausgestattet ist. Der 575M mit elektronischer F1-Schaltung liegt mit dem Lamborghini gleichauf. Mit 515 PS ist er übrigens zumindest nominell der Stärkste dieses Trios. Beim Zwischenspurt schiebt sich der Gallardo nur minimal vor den Amerikaner, während sich der Ferrari knapp geschlagen geben muss. Das gute Ergebnis der Viper ist - trotz ihrer Kraft - umso erstaunlicher, da sie im Gegensatz zur Konkurrenz mit keinerlei technischen Anfahrhilfen ausgestattet ist und ihre schiere Power ungefiltert auf die Straße bringen muss. Untermalt wird die volle Leistungsentfaltung bei allen drei Sportlern von einem mehr als deutlich hörbarem Gebrüll aus den Auspuffanlagen. Die Viper hämmert ihre Lebensfreude mit dumpfen Tönen in die Landschaft, während der Gallardo schrill schreiend durch die Gegend tobt. Der Ferrari übt hier die meiste Zurückhaltung. Bis hin zur Höchstgeschwindigkeit (Viper 306 km/h, 575M 325 km/h, Gallardo 309 km/h) durcheilen die elektronischen Getriebe der Italiener per Wippen die jeweils sechs Gänge wie von Zauberhand. Der Schlangen-Bändiger muss dagegen manuell die einzelnen Gänge einlegen. Eine Arbeit, die wegen der Schwergängigkeit nicht leicht von der Hand geht. Dafür kommt die Viper am besten mit niedrigen Drehzahlen zurecht. Wer will, kann auch mit 2000 Umdrehungen und einem Tempo von rund 200 km/h "dahinzockeln". Die Trinksitten in dieser Fahrzeugklasse sind hemmungslos, doch die Besitzer belastet dies generell wohl eher wenig. Unter 20 Litern pro 100 Kilometer gibt sich keiner der drei Sportler zufrieden. Der Gallardo konsumiert 20,4 Liter, die Viper gönnt sich 21,8 Liter, und der Maranello verbraucht 25,9 Liter. Natürlich sind alle Kandidaten keine Kostverächter und genehmigen sich das teure Super Plus.

Motor und getriebeMax. PunkteLamborghini GallardoFerrari 575 M MaranelloDodge Viper SRT-10
Beschleunigung200200200200
Elastizität0---
Höchstgeschwindigkeit200179195176
Getriebeabstufung100858575
Kraftentfaltung50---
Laufkultur100869582
Verbrauch20036-22
Reichweite5012106
Kapitelbewertung900598585561
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Inhaltsübersicht

Autos im Test

Lamborghini Gallardo

PS/KW 500/368

0-100 km/h in 4.50s

Allradantrieb, permanent, 6 Gang sequentiell

Spitze 309 km/h

Preis 139.200,00 €

Ferrari 575 M Maranello

PS/KW 515/379

0-100 km/h in 4.50s

Heckantrieb, 6 Gang manuell

Spitze 325 km/h

Preis 188.000,00 €

Dodge Viper SRT-10

PS/KW 506/372

0-100 km/h in 4.30s

Heckantrieb, 6 Gang manuell

Spitze 306 km/h

Preis 105.000,00 €