Diebstahl-Statistik 2014: Zahl in Deutschland zurückgegangen Weniger Beute für Langfinger

27.01.2017

Erfreuliche Nachricht bezüglich Autodiebstähle in Deutschland: Im Jahr 2014 ist die Zahl der Vorfälle hierzulande zurückgegangen! Wie man sich schützt und weitere Infos.

In Deutschland sind im Jahr 2014 weniger Autos geklaut worden. Wie das Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden berichtete, sank die Zahl der erfassten Kfz-Diebstähle 2014 binnen Jahresfrist um vier Prozent auf 18.549. Von den absoluten Zahlen her lagen die Schwerpunkte in Berlin (4162 angezeigte Autodiebstähle) und Nordrhein-Westfalen (4027).
Hochgerechnet auf die Zahl der zugelassenen Autos seien aber die östlichen Bundesländer besonders betroffen, erklärte das BKA. «Grund hierfür sind die vor allem im Osten Europas gelegenen Absatzmärkte für gestohlene Kfz.» Polen spiele als Transit- und Zielland eine zentrale Rolle bei der internationalen Kfz-Verschiebung, die von hoch professionell arbeitenden Gruppen vor allem polnischer und litauischer Herkunft dominiert werde.

 

Autodiebstahl: Deutschland kooperiert mit Nachbarländern

Das Bundeskriminalamt baue daher die internationale Zusammenarbeit aus, sagte BKA-Präsident Holger Münch. Zuletzt seien Abkommen mit den Nachbarländern Polen und Tschechien geschlossen worden. Dadurch könnten etwa deutsche Polizisten Straftäter über Grenzen hinweg verfolgen. Insgesamt ermittelte die Polizei in Deutschland im vergangenen Jahr 18.017 Verdächtige im Zusammenhang mit Kfz-Diebstählen oder Hehlerei von Autos, zwei Drittel von ihnen waren deutsche Staatsbürger.

Professionelle Autodiebe lassen sich übrigens oft auch durch ausgetüftelte Sicherungssysteme nicht aufhalten. Fahrzeugbesitzer sollten aber versuchen, Kriminellen das Leben möglichst schwerzumachen. «Das Ziel ist, dass ein Autodieb denkt «Nein, das ist mir zu viel Aufwand» und weiterzieht», erklärt Andreas Mayer von der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes. Zumindest Gelegenheitsdiebe werden so effektiv abgeschreckt. Und auch Profis suchen sich womöglich ein anderes Ziel.

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Die Vorsichtsmaßnahmen gegen Profidiebe fangen schon beim Standort des Wagens an. Eine Garage ist dabei natürlich die beste Alternative. Steht das nicht zur Wahl, sollte das Auto wenigstens nicht in dunklen Seitengassen stehen, so Andreas Mayer: «Stellen Sie das Auto auf eine gut beleuchtete und belebte Straße.» Kriminelle spionieren ihre Ziele außerdem oft vorher aus. Autobesitzer sollten daher beim Abstellen ihres Fahrzeugs auf verdächtige Personen achten, die das Auto beobachten oder sogar fotografieren, und im Zweifelsfall die Polizei einschalten.

Grundsätzlich gilt: Vorsichtig müssen besonders Besitzer hochwertiger Fahrzeuge sein. «Beliebt bei Kriminellen sind Oberklasse-Modelle bestimmter Hersteller wie VW, Audi, BMW und Mercedes», so Mayer. Wer ein solches Auto fährt, sollte über zusätzliche Sicherungsmaßnahmen wie Parkkralle oder Lenkradsperre sowie eine Alarmanlage nachdenken.
Eine gut erkennbare Sicherung wirkt dabei auf zwei Wegen: Erstens verhindert sie Diebstahlversuche, zweitens schreckt sie viele Kriminelle aber auch von vornherein ab.

 

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