Winter-Ratgeber: Die zehn besten Winter-Tipps So kommen Sie sicher durch Eis und Schnee

16.10.2012

Seit 4. Dezember 2010 gilt die Winterreifenpflicht, wer mit Sommerpneus erwischt wird, bezahlt mindestens 40 Euro. Plus zehn Tipps für Eis und Schnee

Nicht nur für die Fahrt in den Skiurlaub ist auf Winterreifen zu achten. Seit dem 4. Dezember 2010 gilt die Winterreifenpflicht, ein Verstoß kostet bis zu 80 Euro. Wird ein Autofahrer mit Sommerreifen erwischt, muss er 40 Euro bezahlen. Behindert er andere, sind 80 Euro fällig. Zulässig sind bei winterlichen Straßenverhältnissen Winter-, Allwetter- oder Ganzjahresreifen mit dem M+S-Symbol. Die Regelung gilt für alle Kraftfahrzeuge, also auch Motorräder.

Die bisherige Regelung hatte das Oberlandesgericht Oldenburg in einem Urteil als zu schwammig verworfen. Bisher galt, dass die Ausrüstung "an die Wetterverhältnisse anzupassen" sei.

Ein Tipp für Skiurlauber: Skier und Schlitten haben im Kofferraum nichts zu suchen – bei einer Vollbremsung können sie schwere Verletzungen verursachen. Auch Skischuhe sind gefährlich: Bei einem Unfall mit Tempo 50 kann ein einzelner Stiefel mit der Wucht von 75 Kilogramm durch das Auto fliegen.

Die Wintersportausrüstung gehört am besten in eine Dachbox. Nach dem Urlaub sollte diese jedoch sofort wieder runter vom Auto – eine leere Box erhöht den Spritverbrauch um bis zu vier Liter auf 100 Kilometern.

Auch Schneeketten sollten nur dann im Auto liegen, wenn sie wirklich gebraucht werden. In den Alpen besteht auf vielen Gebirgsstrecken eine Schneekettenpflicht, ein blaues Schild weist darauf hin (siehe Bild). Fährt man ohne Ketten weiter und wird ertappt, kostet das beispielsweise in Österreich mindestens 35 Euro Verwarngeld, bei Gefährdung anderer sogar bis zu 5000 Euro.

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Schneeketten müssen jedoch nicht unbedingt gekauft werden, man kann sie auch bei den Verkehrsclubs leihen. So liegt die Miete für einen Kettensatz etwa beim ADAC für Nichtmitglieder bei fünf Euro pro Tag. Werden die Ketten benutzt oder wird die Verpackung beschädigt, muss man diese kaufen und je nach Größe ab 50 Euro bezahlen.

Wer mit einem Mietwagen unterwegs ist, sollte bei der Buchung unbedingt nach Winterreifen fragen: Diese sind noch immer nicht selbstverständlich. Im Ernstfall ist der Fahrer für die Ausrüstung des Autos verantwortlich.
Markus Bach

Lesen Sie auf Seite 2:
Die zehn besten Winter-Tipps für Ihr Auto

 

DIE ZEHN BESTEN WINTER-TIPPS

1. REIFEN PRÜFEN
In Deutschland sind alle Autofahrer verpflichtet, ihr Fahrzeug den Wetterverhältnissen anzupassen. In den kalten Monaten heißt das: Nur mit Ganzjahresoder Winterreifen mit dem Schneeflockensymbol fahren – sonst drohen bis zu 80 Euro Strafe. Die Gummis müssen zudem eine Mindestprofiltiefe von vier Millimetern aufweisen.

2. CLEVER AUFWÄRMEN
Wer sein Auto warmlaufen lässt, schadet der Umwelt und seinem Fahrzeug: Da der Motor im Leerlauf langsamer auf Temperatur kommt, verbraucht er mehr und verschleißt schneller. Wird man erwischt, sind zudem zehn Euro Verwarngeld fällig. Besser sofort losfahren, aber nicht gleich Vollgas geben.

3. SCHEIBEN FREIHALTEN
Eiskratzen ist nicht nur unangenehm – es schadet auch den Scheiben. Sandhaltiger Staub schabt über das Glas und lässt feine Kratzer entstehen. Besser: Enteisungsspray nutzen oder die Scheibe am Abend vorher abdecken. Wer mit den Wischern das Eis entfernen will, zerstört nur die Gummilippe.

4. SCHNEE ENTFERNEN
Für Schäden durch herabfallende Eis- oder Schneebrocken haftet der Fahrer des Autos. Daher nicht nur die Scheiben von der weißen Pracht befreien. Am besten eignet sich dafür ein weicher Handbesen. Sind die Scheinwerfer durch Schnee und Matsch verdreckt, dringt oft nur die Hälfte des Lichts nach draußen – vor allem in der dunklen Jahreszeit eine gefährliche Nachlässigkeit.

5. REGELMÄSSIG WASCHEN
Viele Autofahrer meiden im Winter die Waschanlage – dabei wird das Fahrzeug vor allem in den kalten Monaten stark verschmutzt. Über den Schneematsch und die Feuchtigkeit arbeitet sich der Dreck in die kleinsten Ecken vor. Den Wagen gründlich vorwaschen, um Kratzer zu vermeiden und die Radhäuser sauber zu bekommen. Eine Unterbodenwäsche befreit das Auto zudem von Streusalz – dem Rostfresser Nummer eins.

Lesen Sie auf Seite 3:
Wie man Nebelscheinwerfer richtig einsetzt und den Innenraum richtig pflegt

6. NEBELSCHEINWERFER RICHTIG EINSETZEN
Im Winter kommen die Nebelleuchten zu ihrem Existenzrecht: Fällt die Sichtweite bei Nebel und Schneefällen unter 50 Meter, dürfen sie eingeschaltet werden. Dann ist jedoch Tempo 50 Pflicht. Wird die Sicht besser, die Nebelleuchten sofort ausschalten – sonst können andere Autofahrer geblendet werden.

7. BATTERIE PRÜFEN
Der Winter ist die härteste Jahreszeit für jede Autobatterie: Die kalten Temperaturen setzen den Akkus zu, während viele Verbraucher wie Scheinwerfer und Sitzheizung oft gleichzeitig betrieben werden. Treten vor den ersten kalten Nächten schon Startschwierigkeiten auf, ist eine neue Batterie fällig. Wie der Batterie-Test 2010 zeigt, muss gut dabei nicht teuer sein.

8. TÜRSCHLÖSSER UND GUMMIS SCHÜTZEN
Wer eine festgefrorene Tür mit Gewalt öffnet, schadet den Dichtungen. Die Gummis besser mit einem Pflegestift, etwa von Nigrin, vor dem Anfrieren bewahren. Für alle Autofahrer ohne Funkschlüssel gilt: Der Türschlossenteiser gehört in die Jackentasche. Etwas Öl im Schloss verzögert zudem das Einfrieren.

9. NÄSSE ENTFERNEN
Mit jedem Einsteigen gelangen Feuchtigkeit und Matsch ins Auto. Beschädigte Dichtungen an Hauben und Türen lassen ebenfalls Wasser eindringen. Ergebnis: Die Scheiben sind ständig beschlagen, im Extremfall sogar von innen vereist. Also Scheiben freimachen und Heizung und Gebläse voll aufdrehen – warme Luft kann mehr Wasser aufnehmen als kalte. Auch die Klimaanlage zieht die Feuchtigkeit aus dem Innenraum.

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Im Notfall binden Zeitungen unter der Fußmatte die Nässe. Tritt das Problem immer wieder auf, steht ein Werkstattbesuch an. Die Ursache ist allein nur schwer festzustellen, da sich Wasser immer an den tiefsten Punkten und nicht direkt an der Eintrittsstelle sammelt. So kann auch ein verdreckter Innenraumfilter für die Nässe im Auto verantwortlich sein.

10. INNENRAUM RICHTIG PFLEGEN
Der Wechsel von Kälte, Wärme, Feuchtigkeit und trockener Luft macht vor allem Ledersitzen zu schaffen – sie werden rissig und spröde. Pflegemittel helfen, das Leder geschmeidig zu halten. Auch Fußmatten verschmutzen im Winter stark: Diese mit Reiniger einsprühen – einziehen lassen und absaugen.

AUTO ZEITUNG

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