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Die Herren im Anzug - Diesel-Limousinen mit 150 bis 180 PS

Die Herren im Anzug

Fahrdynamik

Dank seiner direkten Lenkung lässt sich der BMW wesentlich präziser durch Kurven dirigieren als die Konkurrenten, das zeigte sich auf der Teststrecke in Arles/Südfrankreich. Sein spontanes Einlenkverhalten sorgt für Agilität. Das neutrale Eigenlenkverhalten des Hecktrieblers wird im Grenzbereich von sanfter Übersteuertendenz abgelöst, der sich das DSC (ESP) mit feinen Regelintervallen annimmt. Dass der Münchner auf dem Handlingparcours dennoch nur 0,6 Sekunden hinter dem stärkeren Audi zurückbleibt, spricht für ihn. Der Ingolstädter ist nicht ganz so agil. Im Grenzbereich kämpft sein ESP gegen teils kräftige Untersteuertendenzen an. Auch beschert ihm der schwere V6-Motor im Bug ein trägeres Einlenkverhalten, als dies beim BMW der Fall ist. Zwar agiert die Lenkung ausreichend präzise, lässt aber zuweilen Antriebseinflüsse deutlich spüren. Dafür bremst der Audi (36,7 Meter Kalt-/37,2 Meter Warmbremswert) besser als der BMW (38,7 Meter kalt, 38,1 Meter warm). Die kürzesten Bremswege erzielt der Mercedes (36,5 Meter kalt, 36,6 Meter warm). Dennoch bleibt die Dosierbarkeit der Mercedes-Bremse deutlich hinter der des Audi und erst recht hinter der des BMW zurück. Überhaupt spielt der Mercedes, wie übrigens auch der Audi, eher die Komfort- als die Dynamikkarte aus. In Kurven reagiert der Stuttgarter - wie der BMW - zunächst neutral, bevor er in sanftes übersteuern wechselt und vom ESP eingebremst wird. Jedoch verlangt sein Lenkrad nach spürbar größeren Winkeln, um den Kurs zu halten. Auch sollte die Lenkung mehr Rückmeldung vermitteln. Zudem erschweren die deutlich ausgeprägteren Karosseriebewegungen das zielgenaue Dirigieren. Auf der Autobahn bleibt der Mercedes beim Geradeauslauf ebenfalls hinter BMW und Audi zurück.

FahrdynamikMax. PunkteAudi A6 2.7 TDIBMW 520 dMercedes E 220 CDI
Handling150999788
Slalom100425032
Lenkung100808465
Geradeauslauf50464342
Bremsdosierung25172011
Bremsweg kalt150123103125
Bremsweg warm150118109121
Traktion100424547
Fahrsicherheit150123115122
Wendekreis254912
Kapitelbewertung1000694675665
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Umwelt & Kosten

Dank Rußfilter wird der Partikelausstoß bei allen drei Kontrahenten drastisch reduziert. Mit Ausnahme des Kohlenmonoxids glänzt der BMW bei den übrigen Abgaswerten mit dem geringsten Schadstoffausstoß. Zur guten Umweltbilanz kommen der hier günstigste Kaufpreis, die niedrigste Kfz-Steuer, der kleinste Wertverlust und die laut ADAC geringsten Werkstattkosten hinzu. Eine deutlich dickere Brieftasche sollte haben, wer sich für den Mercedes entscheidet, denn der Stuttgarter kostet einschließlich der AZ-Normausstattung über 3200 Euro mehr als der BMW und immer noch über 1300 Euro mehr als der Audi. Dennoch ist der A6 das Schlusslicht im Kostenkapitel. Er wird wegen des hier größten Wertverlustes, der höchsten Kfz-Steuer und der üppigsten Kraftstoffkosten deutlich eingebremst. Aber das ändert nichts daran, dass sich der Ingolstädter in diesem Vergleich verdient den Gesamtsieg holt.

Kosten / umweltMax. PunkteAudi A6 2.7 TDIBMW 520 dMercedes E 220 CDI
Bewerteter Preis675320326317
Wertverlust50495250
Ausstattung25484848
Multimedia50---
Garantie/Gewährleistung50241427
Werkstattkosten20424339
Steuer10192826
Versicherung40353535
Kraftstoff55353837
Emissionswerte25778079
Kapitelbewertung1000649664658
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Inhaltsübersicht

Autos im Test

Audi A6 2.7 TDI

PS/KW 179/132

0-100 km/h in 8.90s

Frontantrieb, 6 Gang manuell

Spitze 230 km/h

Preis 37.890,00 €

BMW 520 d

PS/KW 163/120

0-100 km/h in 9.30s

Heckantrieb, 6 Gang manuell

Spitze 223 km/h

Preis 35.900,00 €

Mercedes E 220 CDI

PS/KW 150/110

0-100 km/h in 9.70s

Heckantrieb, 6 Gang manuell

Spitze 216 km/h

Preis 39.092,00 €