Das neue Opel-Coupé Opel Reloaded

13.12.2010

Die Hessen laden kräftig durch: Im Stillen wird das neue Opel Coupé scharfgemacht. Der Schuss fällt 2013

Opel eine ganze Reihe hochinteressanter Modelle in der Pipeline, darunter allein zwei Coupés auf Astra-Basis. Schon im Herbst 2011 kommt der Dreitürer Astra GTC. Und 2013 kommt ein ganz neues Coupé, das gute Chancen hat, unter dem Namen Calibra vom Stapel zu laufen.

Die Kreativen um Chefdesigner Mark Adams haben eine enorm muskulöse Figur herausgearbeitet und folgen der neuen Leitlinie des Hauses: „Kraftvoll modellierte Formen treffen deutsche Präzision.“ Besonders auffällig sind dabei die relativ hohe Gürtellinie, eine messerscharf gezogene, zum Heck hin ansteigende Lichtkante und eine kräftig ausgeformte Sicke oberhalb des hinteren Radhauses. Im Gegensatz zum ziviler auftretenden Fünftürer wird beim Calibra der Kühlergrill samt einer matt verchromten Opel-Spange zum schmalen Schlitz reduziert. Der riesige Lufteinlass unterhalb des Kennzeichens dürfte im Straßenbild jeden Zweifel zerstreuen, was da gerade im Rückspiegel auftaucht. Eine Vielzahl von Sicken und Kanten nehmen den Blechteilen ihre Flächigkeit und sorgen für einen muskulösen, aber nicht überzogenen Auftritt.

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Dazu gehören die inzwischen traditionelle Bügelfalte auf der Haube, die scharf in die Frontmaske einschneidenden Leuchten und die ebenfalls für alle neuen Opel-Modelle vorgesehene Kante, die parallel zum Schweller verläuft und kurz vor dem hinteren Radhaus schwungvoll ansteigt. Beim Insignia verläuft sie übrigens genau andersherum. Auch beim Calibra spielen die Designer mit einem Mix aus LED-Leuchtenbändern und Xenon-Linsen.

Bei der Innenraumgestaltung steht der Insignia Pate. Das Cockpit umgibt die Frontpassagiere in einem stark abgeflachten Halbkreis. Die runden Anzeigen werden in tiefen Schächten platziert. 

Wie alle Varianten der Astra-Reihe basiert auch der Calibra auf der neuen, so genannten Global-Delta-Plattform von GM. Sie ist technisch eng an der aktuellen Basis angelehnt. Es bleibt also bei quer eingebauten Triebwerken und einer allerdings weiterentwickelten McPherson-Vorderachse sowie einer ebenfalls modifizierten Verbundlenkerachse hinten. Verstellbare Dämpfer, bei denen der Durchflussquerschnitt für das Dämpferöl elektronisch gesteuert variiert werden kann, gibt es gegen Aufpreis. Die Motorenpalette ist noch nicht definiert. Absehbar ist jedoch der Einsatz der mittleren und stärkeren Aggregate der neuen Astra Limousine. In Frage kommen demnach ein neuer 1,4-Liter-Turbo mit Benzin-Direkteinspritzung (130 PS) und ein 1,6-Liter-Turbo (170/200 PS). Sportliche Speerspitze wird der Zweiliter-Turbo im OPC-Modell (250 PS). Hinzu gesellen sich ein 1,7-Liter-Turbodiesel (110/160 PS) sowie ein Zweiliter-Twin-Turbodiesel (190 PS).

Der neue Calibra dürfte nicht nur eingefleischte Fans aus der Reserve locken. Mit diesem attraktiven Volks-Coupé feuert Opel eine donnernde Breitseite auf die Konkurrenz. Achtung, die Hessen kommen.
Stefan Miete

AUTO ZEITUNG

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