Rallye Dakar 2013 - 6. Etappe: Al-Attiyah holt auf Zwei Tote überschatten Renngeschehen

11.01.2013

Die Rallye Dakar 2013 bleibt spannend. Nasser Al-Attiyah holt erneut den Tagessieg und rückt dem Spitzenreiter auf die Pelle. Überschattet wird das Event jedoch von einem schweren Unfall, bei dem zwei Personen ums Leben gekommen sind

Nasser Al-Attiyah hat das Rennen um den Gesamtsieg bei der Rallye Dakar wieder spannend gemacht. Der Sieger von 2011 setzte sich auf der 6. Etappe von Arica nach Calama deutlich vor Stéphane Peterhansel durch und hat im Klassement nur noch 1:18 Minuten Rückstand.

Der französische Titelverteidiger vom hessischen X-raid-Team und sein Rivale aus Katar liegen im Klassement nun schon mehr als 40 Minuten vor dem Champion von 2009, Giniel de Villiers aus Südafrika und dessen deutschen Beifahrer Dirk von Zitzewitz aus Karlshof.

 

Rallye Dakar 2013: schwerer unfall auf etappe 5

Für Carlos Sainz war die diesjährige Dakar-Rallye dagegen auf dem Teilstück im Norden Chiles zu Ende. Der Spanier und sein Berliner Beifahrer Timo Gottschalk, die schon seit Tagen mit großen Problemen zu kämpfen hatten, mussten ihren Buggy wegen eines Motorschadens endgültig abstellen.

Unterdessen sind beim Unfall eines Begleitfahrzeugs in Peru am Tag zuvor zwei Menschen ums Leben gekommen. Weitere zehn Personen wurden verletzt, als das Auto eines Rallye-Teams auf der 5. Etappe von Arequipa nach Arica mit einem Taxi frontal zusammenprallte.

Anschließend fuhr ein weiteres Taxi in die Unfallstelle hinein, berichtete der Rundfunksender "RPP". Der Unfall ereignete sich in der peruanischen Ortschaft Tacna, wenige Kilometer von der chilenischen Grenze entfernt. Die beiden Todesopfer waren Insassen des zuerst kollidierten Taxis.

Bei drei der Verletzten handelt es sich um Mitglieder des britischen Teams "Race2Recovery" (Rennen zur Heilung), das frühere Soldaten vereint, die im Einsatz schwer verwundet wurden und nun als erster Rennstall mit behinderten Sportlern das Ziel der weltberühmten Rallye erreichen wollen. Wie "Race2Recovery" auf seiner Internetseite mitteilte, wurden die Männer in ein Krankenhaus in die Hauptstadt Lima geflogen. Ihr Zustand sei "stabil und bei Bewusstsein", die Art ihrer Verletzungen "nicht lebensgefährlich".

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Pilot Tony Harris sagte, das Team wolle die Rallye trotz des Unfalls fortsetzen: "Das ist offensichtlich ein großer Schock für uns, aber wir wissen, dass wir den Segen der Verletzten haben. Sie wollen, dass das Team das Ziel erreicht."

Eine Welle der Sympathie begleitet das Team auf seiner knüppelharten Tour über die insgesamt 8500 Kilometer von Peru nach Santiago de Chile. Prinz William, seine Frau Kate und Prinz Harry gewährten aus einer ihrer Stiftungen 100.000 britische Pfund (ca. 123 000 Euro) für das Projekt.
dpa/az

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