Daimler erweitert Produktion im US-Werk Tuscaloosa Fünf Modelle aus Tuscaloosa

21.10.2011

Nicht weniger als fünf Modelle will Mercedes ab 2015 im Werk Tuscaloosa bauen. Um welches Fahrzeug es sich beim fünften Modell handelt, lässt der Autobauer noch offen

Stuttgart/Tuscaloosa, 21. Oktober 2011 Der Autobauer Daimler will in seinem US-Werk künftig fünf Modelle produzieren. Neben den Geländewagen der M-, GL- und R-Klasse sowie dem 2014 erwarteten Anlauf der C-Klasse soll ab 2015 ein weiteres, ganz neues Mercedes-Modell in Tuscaloosa vom Band laufen, wie das Unternehmen am späten Donnerstagabend mitteilte. Hierfür würden 350 Millionen US-Dollar investiert. Es sollen 400 neue Jobs entstehen. "Dieses neue Modell ist ein wichtiger Baustein unserer Wachstumsstrategie", sagte Daimler-Chef Dieter Zetsche. Um welches Modell es sich genau handeln soll, gab Daimler nicht preis.

 

Mercedes wird neue Baureihe in Tuscaloosa bauen

Die geplanten Investitionen kommen zu den bislang angekündigten Ausgaben am Standort von mehr als 2 Milliarden US-Dollar hinzu, hieß es. Damit würden nun zwischen 2010 und 2014 insgesamt 2,4 Milliarden Dollar die Produktion im US-Bundesstaat Alabama fließen. Insgesamt sollen 1.400 neue Stellen geschaffen werden.

Das neue Modell gehöre zu den zehn von Daimler-Chef Zetsche angekündigten neuen Fahrzeugen, die der Hersteller in den nächsten vier Jahren auf die Straße bringen will. Nach den Plänen von Zetsche, der auch die Personenwagensparte Mercedes-Benz Cars leitet, soll der Autobauer bis 2020 zum führenden Premiumhersteller aufsteigen und dabei BMW und Audi hinter sich lassen. Wie viele Autos Mercedes-Benz dann verkaufen soll, sagte Zetsche aber bislang nicht. Als Etappenziele werden 2014 1,5 Millionen Wagen sowie 1,6 Millionen Stück im Jahr 2015 angepeilt.

Generell versuchen die Autobauer ihre Wagen möglichst dort zu produzieren, wo sie auch verkauft werden, um negative Wechselkurseffekte zu umgehen. In den USA wird der Autobedarf nach Expertenmeinung wegen der weiten Strecken und der hohen Bevölkerungszahl auf lange Sicht hoch bleiben, wenngleich der Markt aktuell weit von früheren Spitzenwerten entfernt ist. Derzeit befindet sich der US-Markt aber schon in einer Erholungsphase, in der besonders Autos deutscher Hersteller überdurchschnittlich gefragt sind. In den ersten neun Monaten des Jahres hat Daimler in den USA 182.314 Personenwagen und Transporter verkauft, 11,1 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

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Das Werk in Tuscaloosa wurde 1997 eröffnet und war für die Personenwagensparte des Konzerns der erste Fertigungsstandort außerhalb Deutschlands. Im vergangenen Jahr wurden 125.000 Fahrzeuge von rund 2.800 Beschäftigten gefertigt.
dpa

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