ADAC-Crashtest 2012: Kleinstwagen gegen Mittelklasse

Test-Fazit: Insassen meist schwer verletzt

Vier Kleinstwagen testete der ADAC beim neuen sogenannten Kompatibilitäts-Crashtest, bei dem eine Kollision mit einem durchschnittlich schweren Mittelklassewagen nachgestellt wird. Der Smart, das kleinste Auto im Test, entpuppte sich als sicherster Wagen

Bei dem neuen ADAC-Crashtest testete der Automobilclub das Zusammenwirken verschiedener Autos, die bei einem Unfall zusammentreffen, die sogenannte Kompatibilität. Ein Smart Fortwo, ein Fiat 500, ein Renault Twingo sowie ein Kia Picanto mussten mit einem rund 1400 Kilogramm schweren Barrierewagen, der ein Mittelklasseauto simulierte, kollidieren.

ADAC: Smart verhindert als einziger lebensbedrohliche Verletzungen

Bei dem Crash traf das 50 km/h schnelle Testfahrzeug mit 50 Prozent Überdeckung auf einen gleich schnellen Barrierewagen und der ADAC kam zu folgender Erkenntnis: In drei von den vier getesteten Fällen, wären die Verletzungen des Fahrers durch hohe Brustbelastungen bei Geschwindigkeiten von jeweils 50 km/h lebensgefährlich gewesen. Lediglich der Smart schützte seinen Fahrer davor. Das kleinste und leichteste Auto schaffte das durch eine optimierte Knautschzone, die auch Motor und Hinterachse nutzt sowie durch gut funktionierende Rückhaltesysteme.

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Dennoch seien bei allen vier Fahrzeugen die Passagiere deutlich höher belastet worden als bei einem Frontalaufprall nach dem Euro-NCAP-Standard. Somit müssten laut ADAC die Hersteller die Konstruktion ihrer Autos optimieren und beispielsweise mit einer Art Schutzschild an der Front ausrüsten. Auch müssten die Steifigkeit der Fahrzeugfronten angepasst werden, sodass bei Unfällen von unterschiedlich schweren Autos, die Knautschzonen optimal ausgenutzt werden.
Christoph Kragenings