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VW T1 Samba Bulli vs. Ford Transit Panorama: Kleinbus-Vergleich

Tanze Samba mit mir

Der wassergekühlte Reihenvierer (in unserem Fotowagen übrigens aufwändig von Novotex-Stirnrädern auf Rollenkettenantrieb für die Nockenwelle umgerüstet), gibt sich zudem recht laut und überträgt Vibrationen ins Blech. Da hat der VW Bus einen klaren Vorteil: Dessen im Grunde noch viel lauterer Motor lärmt hinten vor sich hin und stört so weniger.

Die Menschen am Wegesrand wissen den Ford Taunus Transit Panorama nicht recht einzuschätzen. „Niedlich – aber was ist das?“, scheinen sie sich zu fragen. Und auch für uns ist eine Fahrt in so einem Wagen eine Premiere. Kunststück: Es gibt nur noch eine Handvoll dieser Autos.

Und Karl-Heinz Lames’ Exemplar, das wir hier vor uns haben, ist der wohl einzige (fahrtüchtige) Panorama in ganz Deutschland. Vielleicht steht noch einer irgendwo in einer Scheune. Der Transit der ersten Generation ist schon selten genug, doch in dieser Ausstattung im Prinzip so gut wie einmalig.

Der starke Motor ist spürbar, das Cockpit hat schon was von den Limousinen jener Zeit. Schade, dass der Panorama erst 1962 debütierte, als der Stern des ersten Transit schon im Sinken begriffen war. Welches Potenzial hätte dieser Luxus-Bus Mitte der 50er-Jahre gehabt!

Denn er bietet innen ebenso viel Platz wie der VW Bus, ist aber durch größere Fenster viel lichter, durch gewitztere Schiebe- und Klappfenster besser belüftbar, wegen der starken Heizung viel angenehmer im Winter – und er kommt überdies mit dem Vorzug eines großen Gepäckraums mit niedriger Ladekante daher.

EINFACHES FAHRWERK IM FORD, MEHR AUSGEWOGENHEIT IM VW

Erst beladen liegt der Ford richtig satt auf der Straße. Beladen wie unbeladen fällt aber das einfache Fahrwerk negativ auf. Die Starrachsen an Blattfedern sind zwar stabil und deshalb gut für einen Lieferwagen geeignet, doch der VW Bus bietet rundum Einzelradaufhängung und einen besseren Federungskomfort.

Er gibt sich zwar etwas straffer, dafür aber viel ausgewogener. Als Ford den Panorama erdachte, machten die Konstrukteure allerdings ihre Hausaufgaben, als es um die entscheidenden Kleinigkeiten ging. Die Trittstufe an der Seitentür etwa war immer Serie.

Damit gelang „der Einstieg (...) auch für Damen mit engen Röcken bequem“ – so verheißt es der aufwändige Vierfarb-Prospekt, den Karl-Heinz Lames vor ein paar Jahren auf einem Teilemarkt ergatterte. Nach und nach hat er seinen Panorama mit Zubehör aus den 60ern perfektioniert.

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Thorsten Elbrigmann