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Peugeot 201, 204, 504 & 406: Coupe-Vergleich

Peugeots Schönste

Wenn man heute in das Coupé einsteigt, dann kann man die Wahl  jedes einzelnen Käufers verstehen. Der kleine Franzose empfängt seine Passagiere mit weichen breiten Sitzen und enormem Platzangebot vor allem vorn. Der Fronttriebler braucht keinen Kardantunnel, der nur beim Kuscheln mit der Beifahrerin stören würde.

Der dabei hinderliche Mittelschalthebel wurde ebenfalls eingespart. Es gibt eine Lenkradschaltung, die nach kurzer Eingewöhnung so herrlich leichtgängig flutscht, dass sich schon nach wenigen Metern ein betont lässiges Fahrgefühl einstellt. Wie der 201 vertraut auch der 204 auf einen 1,1 Liter großen Motor.

Nur die Leistung hat sich verdoppelt. Mit dem über 140 km/h schnellen Oldtimer ist man auch heute noch flott unterwegs. Dabei klingt der Vierzylinder bisweilen ein wenig kehliger als der Urvater, der betont ruhig vor sich hinschnauft.

Die Antriebseinflüsse auf die Lenkung bleiben gering, und auch der Wendekreis ist erfreulich klein. Da mag man kaum wieder aussteigen, doch das nächste Coupé lockt mit einem starken V6-Motor – unwiderstehlich.

504 COUPÉ: LUXUS UND LEISTUNG MIT DEM V6

Was für ein Unterschied! Ein 204 Coupé ist durchaus bequem, doch im 504 Coupé dringt das Flair der Luxusklasse aus jedem Winkel. Gerade an dieser späten Version des 504, wie sie ab 1979 gebaut wurde, stimmt jedes Detail. Die herrlich plüschigen Sitze, die dennoch einen gewissen Seitenhalt geben, das Holzfurnier rundherum, die sehr gut ablesbaren Rundinstrumente und der gut zur Hand liegende Schalthebel versprechen eine angenehme Reise.

Der Dreh am Zündschlüssel – natürlich links vom gelochten Zweispeichen- Volant mit großer Prallplatte angeordnet – erweckt den V6 mit seinen 144 PS zum Leben. Der Motor hat bereits eine elektronische Zündanlage und auch eine ebensolche Benzineinspritzung.

Das heißt: sofortiges Anspringen, sofort Standgas, sofort Spaß. Der kommt auf, sobald der kompakte Sechszylinder zum Leben erwacht. Es ist der so genannte Euro-V6, der 1974 von mehreren europäischen Autoherstellern eingeführt worden war und anfangs wegen seines rauen Laufs kritisiert wurde.

Doch ab 1977 baute Peugeot eine verbesserte Version. Das Ergebnis: seidenweicher Lauf, bullige Kraftentfaltung und mehr Leistung. Das alles verpackt in die wiederum in bewährter Kooperation mit Pininfarina entwickelte zeitlos schöne Karosserie ergibt einen Sehnsuchts-Klassiker, der von den Peugeot-Fans weltweit zu Recht geliebt wird.

Von 1969 bis 1983 reichte die Bauzeit – heute unfassbare 14 Jahre lang blieb das sportliche Oberklasse-Modell im Programm. 26.629 Coupés und 8185 Cabrios liefen vom Band. Unser Fahrzeug der allerletzten Serie hat zwar schon die Kunststoffstoßfänger (ab 1979), aber auch sie können die tollen Linien des bulligen und doch auch fi ligranen Peugeot 504 Coupé nicht stören.

Ein ausgereiftes, ein schönes Auto, das sein Kraft souverän per Hinterradantrieb auf die Straße bringt und in Kurven dynamisch zur Sache geht. Es ist ein echtes Ausrufezeichen der Automobilgeschichte.

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Thorsten Elbrigmann