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Momo Mirage Coupe: Seltene Autos

Fata Morgana

Der 1972 auf der New York Auto Show vorgestellte Prototyp – vom Fachmagazin Road & Track euphorisch besprochen – verfügte aber über eine GM-Dreistufen-Automatik. Die Freundschaft von Momo zu GM-Top-Designer Bill Mitchell hatte technisch wie finanziell die Wege für diese Lösung geebnet.

CHASSIS VOM RENNWAGENBAUER

Verfeinerung erfuhr der Produktionsprototyp gegenüber dem Showcar durch eine Batterie von vier Weber-Doppelvergasern. Gemessen daran erschien der originale Quadrajet-Vierfach-Fallstromvergaser wie Landmaschinentechnik.

Der Kursverfall des Dollars und wirtschaftliche Schwierigkeiten in Italien ließen die Kostensituation 1972 aus dem Ruder laufen. Kalikow zog noch im gleichen Jahr den Stecker – gerade als es richtig losgehen sollte. 500.000 Dollar Miese standen zu Buch.

Insgesamt wurden fünf Mirage hergestellt, von denen sich drei in Kalikows Sammlung befinden. Einer ging an Stanguellini, einer an GM. Kalikows für den Villa-d’Este-Concorso feingemachter Momo demonstriert, was der Automobilwelt mit ihm entging. Sein Name enthielt, unfreiwillig, bereits sein Omen:  Mirage bedeutet Fata Morgana.

MOMO MIRAGE (Bj.: 1971-72): Technische Daten und Fakten
Antrieb
V8-Zylinder; Hubraum: 5736 cm3; Leistung: 224 kW/305 PS bei 5600/min; max. Drehmoment: 480 Nm bei 4000/min; Fünfgang-Getriebe; Hinterradantrieb
Aufbau und Fahrwerk
Ganzstahlkarosserie mit zwei Türen; Radaufhängung: v./h. doppelte Dreieckquerlenker, Teleskopstoßdämpfer, Schraubenfedern; Bremsen: v./h. innenbelüftete Scheiben; Reifen: k. A.
Eckdaten
L/B/H: 4958/1778/1334 mm; Radstand: 2639 mm; Leergewicht: 1633 kg; Bauz.: 1971 bis 1972; Stückz.: 5; Preisziel (1972): 12.900 USD
Fahrleistungen
Beschleunigung: 0 bis 100 km/h: ca. 6 s; Höchstgeschw.: ca. 250 km/h

Klaus Rosshuber