Citroën DS3 THP 150 auf dem Autosalon Genf 2010 Luxus im Kleinen

11.02.2010

Mehr Farben, mehr Leistung, feinere Ausstattung: Citroën peppt den C3 zum DS3 auf und will damit gegen Mini und Alfa MiTo antreten. Der Auftritt des Luxusmini überrascht

Es bleibt dabei, die DS ist unsterblich. Die avantgardistisch gestylte Limousine von Citroën, die 1955 auf dem Pariser Salon debütierte, hat sich als Meilenstein der Automobilgeschichte in den Köpfen – nicht nur von Citroënisten – festgesetzt. Was liegt also näher, als von der Strahlkraft des magischen Typkürzels DS weiterhin zu profitieren?

Und so verkaufen die Franzosen unter diesem Label künftig hochwertige und lifestyleorientierte Autos, die technisch auf bekannten Modellen basieren. Den Anfang der neuen DS-Baureihe macht ab 12. März der DS3, der auf dem Kleinwagen C3 basiert. Die haifischflossenförmige B-Säule und die LED-Tagfahrlicht-„Kiemen“ in der Frontschürze machen den Stadtfloh rein optisch zum Hecht im Kleinwagenteich. Unterstützt wird der auffällige Auftritt von der angebotenen Lackvielfalt. 

Kein DS3 wie der andere

Insgesamt stehen 38 Farbkombinationen für Karosserie und Dach sowie vier Grafik-Folien zur Wahl, zudem kann der Kunde auch Zierleisten und verschiedene Felgen-Designs ordern. Hinzu kommen sechs unterschiedliche Innenraumdekore. Damit dürfte theoretisch kaum ein DS3 dem anderen gleichen. Hierzulande stehen drei Ausstattungslinien bereit: „Chic“, „SoChic“ und „Sportchic“.

Die Motorenpalette umfasst drei Benziner (1,4-Liter: 95 PS, 1,6-Liter: 120 und 156 PS) und zwei 1,6-Liter-Diesel mit 92 und 112 PS. Die 92-PS-Version gibt es auch als „99g“, die nur 3,8 Liter Diesel auf 100 km benötigen und 99 Gramm CO2 pro km ausstoßen soll. Eine Automatik (vier Stufen) ist lediglich für die 120-PS-Version erhältlich.

Dank der geschmackvollen Materialauswahl wirkt der DS3-Innenraum sehr hochwertig. Das Platzangebot fällt vorn recht großzügig, hinten dagegen etwas knapper aus. Den serienmäßigen Sportsitzen der von uns gefahrenen „SportChic“-Version fehlt es etwas an Schenkelauflage.

Für unterhaltsames Fortkommen im DS3 THP 150 sorgt der 1,6 Liter große Turbo aus der Kooperation zwischen BMW und PSA (Peugeot/Citroën), der auch im Mini arbeitet. Im Citroën leistet er 156 PS und stellt 240 Nm Drehmoment bei 1400/min zur Verfügung – nach dem ersten Eindruck stets genug für ebenso schaltfaules wie engagiertes Fahren. Für den Sprint von null auf 100 km/h sollen nur 8,1 Sekunden vergehen und 214 km/h Spitze möglich sein.

Unabhängig davon gefällt der Franzose mit einer laufruhigen Arbeitsweise. Hervorzuheben ist auch das präzise und mit geringem Kraftaufwand  zu schaltende neue Sechsganggetriebe. Alain Joseph, verantwortlich für die Entwicklung des DS3, erzählt, dass das C3-Fahrwerk für den Einsatz im DS-Modell kräftig überarbeitet wurde: „Stärkere Stabilisatoren, steifere Buchsen für die Querlenkerlager und eine steifere Quertraverse für die Verbundlenker-Hinterachse sorgen für mehr Fahrpräzision und Wankstabilität.“

In der Tat fegt der kleine Citroën, unterstützt von einer knackigen Lenkung, wiesel-flink um die Ecken. Trotz straffer Feder-Dämpfer-Auslegung sind die Komfort-Eigenschaften recht ausgewogen. Rallye-Weltmeister Sebastian Loeb dürfte das allerdings weniger interessieren, wenn er den DS3 als neuen Dienstwagen für die Saison 2011 erhält.

Zuletzt ein Wort zu den Preisen: Die serienmäßigen Versionen beginnen bei 15.200 Euro (95-PS-Benziner). Die 156-PS-Variante kostet 19.800 Euro, die Diesel gibt es ab 18.400 Euro. Leistungshungrige werden auf dem Genfer Salon befriedigt: Dort wird Citroën eine DS3-Version mit über 200 PS präsentieren.
Elmar Siepen

AUTO ZEITUNG

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