Chevrolet Orlando 2.0 im Fahrbericht Chevrolet Orlando 2.0

18.04.2011

Der Familien-Van im Crossover-Look bietet einen variablen Innenraum und rollt im März zu den Händlern. Wir konnten ihn bereits fahren

Eckdaten
PS-kW163 PS (120 kW)
AntriebVorderrad, 6-Stufen Automatik
0-100 km/h11 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit195 km/h
Preisk.A.

Zwei Karosserie-Varianten stehen derzeit hoch im Kurs: SUV und Vans. Autokäufer favorisieren also besonders geräumige Autos und mögen zudem den Outdoor-Look. Chevrolet setzt auf die Kombination dieser Trends: Der neue Orlando trägt die Gene beider Fahrzeuggattungen in sich. So ist der Familienvan ein geräumiger Siebensitzer, der Abenteuerlust versprüht.

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Die ansteigende Fenster- und die abfallende Dachlinie sorgen optisch für sportliche Eleganz, die ausgestellten Radhäuser mit dunkler Kunststoffeinfassung lassen den Orlando muskulös wirken. Die Radkästen bieten Platz für bis zu 18 Zoll große Räder. Besonders pfiffig: Die in Mattschwarz lackierte Dach-Reling sitzt direkt auf dem Blechdach und reicht am Heck bis zu den Rückleuchten herab. Im Innenraum ist die Opel-Verwandtschaft erkennbar. Das Cockpit trägt Elemente, die an Astra & Co. erinnern. Ein großes Navi-Display ist weit oben und somit gut sichtbar über der Mittelkonsole platziert. Erfreulicherweise wird es mit weniger Tasten als bei Rüsselsheimer Modellen bedient.

GEHEIMFACH FÜRS HANDY

Der Clou: Per Tastendruck schwingt das Bedienpaneel nach oben und gibt so eine mit Velours gepolsterte Handy-Ablage frei. Über einen USB- und einen Klinkenstecker können hier iPhone, iPod oder MP3-Payer an die Audio-Anlage angedockt werden.

Der Chevrolet Orlando bietet serienmäßig sieben Passagieren Platz. Damit auch die Hinterbänkler eine gute Aussicht genießen können, entschied man sich für die „Kino-Bestuhlung“: Die zweite und dritte Sitzreihe sind um einen Tick (vier Zentimeter) höher platziert. Dennoch reicht die Kopffreiheit bei durchschnittlicher Körpergröße völlig aus. Zudem lässt sich die Rückenlehne der zweiten Reihe in der Neigung vierfach einstellen. Der Zugang zu den beiden Einzelsitzen in der dritten Reihe ist nur nach dem Umlegen einer Sitzhälfte der zweiten Reihe möglich. Dazu sind drei Handgriffe nötig: Lehne ausrasten, umklappen und dann samt Sitzfläche aufstellen. Dadurch ergibt sich ein breiter Durchstieg nach hinten.

Auch in der dritten Reihe können Erwachsene mitfahren. Fürs komfortable Reisen eignen sich die vorderen Plätze jedoch besser. Werden die Rücksitze nicht benötigt, lassen sie sich in den Ladeboden klappen. So entsteht eine ebene Fläche – und das Stauvolumen des Chevrolet wächst. Während bei sieben aufgestellten Sitzen nur 89 Liter bereitstehen, bietet der Orlando als Fünfsitzer 458 Liter und als Zweisitzer sogar bis zu 1.499 Liter Volumen.

Zum Modellstart im März haben die Kunden die Wahl zwischen drei Motorisierungen. Neben einem 1,8-Liter-Benziner mit 141 PS gibt es zwei 2,0-Liter-Diesel mit Common-Rail-Einspritzung. Durch eine Variation der Software entstehen zwei Leistungs-Stufen. Während der preiswertere Diesel 130 PS bereitstellt, liefert die Top-Version 163 PS, sie ist wahlweise mit manuellem Sechsganggetriebe oder einer Sechsstufenautomatik zu haben.

Für die erste Ausfahrt wählten wir den stärkeren Diesel mit Automatik. Nach kurzer Kaltlaufphase benimmt sich der Selbstzünder angenehm kultiviert und säuselt im Teillastbereich leise vor sich hin. Wird dem Motor beim Beschleunigen viel abverlangt, dann mischt sich zwar ein kerniger Unterton ein, richtig laut wird das Triebwerk aber nie. Maximal stehen 360 Nm Drehmoment bereit, und die 163 PS reichen, um den 4,65 Meter langen 1,7-Tonner in elf Sekunden auf 100 km/h zu beschleunigen und ein Spitzentempo von 195 km/h zu erreichen (Werksangaben). Die Automatik ist auf Komfort getrimmt: Alle Übergänge laufen sowohl im Automatik-Modus als auch bei manueller Stufenwahl harmonisch ab.

Das Fahrwerk basiert auf bewährter Astra-Technik. Sicher und komfortabel meistert der Chevrolet auch zügig angegangene Kurven. Zudem arbeitet die recht direkt ausgelegte Lenkung ausreichend exakt, und der Geradeauslauf bleibt sogar von stärkeren Seitenböen fast unbeeinflusst. In kniffligen Situationen stehen dem Fahrer ABS, Traktionskontrolle, Bremsassistent und das Stabilisierungsprogramm ESP zur Seite.

Zum Serienumfang gehören bereits Klimaanlage und elektrische Spiegel. Die Preise stehen noch nicht fest, doch die Basisversion soll unter 20.000 Euro, die voll ausgestattete unter 30.000 Euro kosten. Und dann wird auch ein erster Chevrolet Orlando Test zeigen, was in den sportiven Kompaktvan steckt.
Holger Ippen

Technische Daten
Motor 
Zylinder4-Zylinder, 4-Ventiler, Turbodiesel
Hubraum1998
Leistung
kW/PS
1/Min

120/163
3800 U/min
Max. Drehmom. (Nm)
bei 1/Min
360
2000 U/min
Kraftübertragung 
Getriebe6-Stufen Automatik
AntriebVorderrad
Fahrwerk 
Bremsenv: innenbelüftete Scheiben
h: Scheiben
Bereifungv: 235/45 R 18
h: 235/45 R 18
Messwerte
Gewichte (kg) 
Leergewicht (Werk)1659
Beschleunigung/Zwischenspurt 
0-100 km/h (s)11
Höchstgeschwindigkeit (km/h)195
Verbrauch 
Testverbrauchk.A.
EU-Verbrauch7l/100km (Diesel)
Reichweitek.A.
Abgas-Emissionen 
Kohlendioxid CO2 (g/km)186

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