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Wer ist der Herr im Hause Wolfsburg? Ein Vergleichstest klärt, ob der Emporkömmling Touran im Duell der Familienautos den Passat Variant in die Schranken weisen kann

Passat - dieser Modellname steht für Erfolg. Kurz nach seiner Markteinführung 1988 katapultierte sich der Wolfsburger an die Spitze der Mittelklasse. 16 Jahre und drei Auflagen später zählt der große VW mit 7500 Einheiten pro Monat immer noch zu den Topsellern. Dabei entscheiden sich heute noch acht von zehn Käufern für den Variant. Mit dem Touran schickte VW Anfang 2003 Konkurrenz aus dem eigenen Haus ins Rennen: Kaum stand der auf dem Golf V basierende Kompaktvan bei den Händlern, da zeichnete sich sein Aufstieg ab. Inzwischen führt der Familienvan mit über 48000 Neuzulassungen hierzulande in der ersten Jahreshälfte das Segment an. Jetzt stellt sich nur die Frage, welcher der beiden als der bessere Familien-Freund gilt: der frische Touran TDI (140 PS) oder der klassische Passat Variant TDI (130 PS).

Karosserie

Sowohl Passat als auch Touran verfügen über ein enormes Raumangebot: Bei nahezu einem Meter Höhe - gemessen von der Sitzfläche bis zum Dachhimmel - und fast 1,50 Meter Innenbreite bieten beide ein überdurchschnittliches Maß an Bewegungsfreiheit. Der Passat profitiert vor allem durch den langen Radstand (2,70 m), der den Fondpassagieren je nach Stellung der Vordersitze mehr Knieraum beschert als der Touran. Im Gegensatz zum Variant mit seiner asymmetrisch geteilt klappbaren Rücksitzbank verfügt der Touran hinten über drei Einzelfauteuils. Diese lassen sich je nach Gusto mit wenigen Handgriffen umklappen oder komplett ausbauen. Das Ladevolumen des Kompaktvans steigt damit auf die Größe von drei Waschmaschinen. Auch das zulässige Gesamtgewicht von 2240 Kilo weist ihn als echten Lastesel aus. Für 605 Euro extra verwandelt Volkswagen den Touran zudem mit zwei versenkbaren Einzelsitzen in der dritten Reihe in einen Siebensitzer. Der Passat Variant zeigt sich nicht so variabel: Schon der Versuch, eine völlig ebene Ladefläche herzustellen, führt zu Verdruss und Punktabzug, da die Rücksitzlehnen auch umgeklappt immer noch etwas nach oben stehen. Auch in Sachen Cockpit-Benutzerfreundlichkeit steht der Kombi mit seiner weit unten positionierten Gebläseregelung hinter dem modern eingerichteten Komapktvan. Unverständlich: sicherheitsrelevante Kopf-Airbags gibts im Touran serienmäßig, für den Passat Variant kosten sie 430 Euro Aufpreis.

KarosserieMax. PunkteVW Touran 2.0 TDI DSGVW Passat Variant 1.9 TDI
Raumangebot vorn1007079
Raumangebot hinten1006775
Übersichtlichkeit1006858
Bedienung/ Funktion1009276
Kofferraumvolumen1009870
Variabilität706340
Zuladung/ Anhängelast804437
Sicherheit1509888
Qualität/ Verarbeitung200187187
Kapitelbewertung1000787710
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Inhaltsübersicht

Autos im Test

VW Touran 2.0 TDI DSG

PS/KW 140/103

0-100 km/h in 10.00s

Frontantrieb, 6 Gang Direktschaltung

Spitze 197 km/h

Preis 26.250,00 €

VW Passat Variant 1.9 TDI

PS/KW 131/96

0-100 km/h in 10.20s

Frontantrieb, 6 Gang manuell

Spitze 201 km/h

Preis 26.050,00 €