Bugatti Chiron (2016): Preis (Update!) Rekord-Chiron kostet 2,86 Mio. Euro

von Julian Islinger 06.10.2017
Inhalt
  1. Preis: Bugatti Chiron (2016) für 2,86 Millionen Euro
  2. Chiron geht in 2,5 Sekunden auf 100 km/h; 420 Spitze
  3. Mit dem Chiron will Bugatti endlich Geld verdienen

Der Bugatti Chiron (2016) mit 1500 PS und 420 km/h Spitzengeschwindigkeit ist das bisher schnellste und stärkste Serienauto der Welt. Mit einem Preis im Millionen-Bereich führt er auch die Preislisten an. Sein Weltrekord – 400 km/h in 42 Sekunden – wurde mittlerweile eingestellt!

Der Bugatti Chiron (2016) ist das bisher stärkste und wohl für lange Zeit schnellste Serienauto der Welt – mit seinem Preis von 2,86 Millionen Euro gehört ihm allerdings auch die Krone der teuersten Sportwagen der Welt. Und als ob das noch nicht reichen würde, fiel im September 2017 noch ein weiterer Rekord! Der 1500 PS starke Supersportler aus dem Elsass hat in nur 42 Sekunden (41,96) von Null auf 400 km/h beschleunigt und danach zurück auf Null gebremst. Bis dato die weltweit schnellste für dieses Fahrmanöver erreichte und offiziell gemessene Zeit für ein Serienfahrzeug, allerdings wurde der Rekord nur wenige Wochen später durch den Koenigsegg Agera RS eingestellt. Die 0-400-0-km/h-Fahrt laut Bugatti nur der erste Schritt auf dem Weg zu einem neuen Geschwindigkeitsweltrekord für Straßenfahrzeuge, den man 2018 erreichen möchte. In der Zwischenzeit läuft die Serienproduktion der auf 500 Stück limitierten Modelle weiterhin auf Hochtouren! Allein bis Ende 2017 sollen 70 Modelle gefertigt werden. Dafür setzen 20 Mitarbeiter die Luxus-Karossen aus 1800 Einzelteilen in akribischer Handarbeit zusammen. Ein halbes Jahr dauert es auf diese Weise von Produktionsstart bis zum fertigen Bugatti Chiron (2016). Jeder der Wagen ist ein absolutes Einzelstück. Bei der Bestellung wählen die Kunden jede einzelne Komponente von den Lackfarben bis zu den Sicherheitsgurten aus und bestätigen die individuellen Wünsche mit ihrer Unterschrift. Bisher sind für den Supersportwagen schon über 300 Bestellungen eingegangen.

Bugatti Chiron (2016) Geschwindigkeits-Weltrekord im Video:

 
 

Preis: Bugatti Chiron (2016) für 2,86 Millionen Euro

Doch das ist kein Wunder, denn der Bugatti Chiron (2016) ist für Sportwagen-Fans wie eine Offenbahrung: 1500 PS, 1600 Newtonmeter und eine Höchstgeschwindigkeit von 420 km/h machen ihn zum ultimativen Überflieger, der jeden anderen Sportwagen zum Spielzeugauto stempelt. "Aber weniger wäre des Nachfolgers des Veyron auch nicht würdig gewesen", sagt Firmenchef Wolfgang Dürheimer und spricht vom wahrscheinlich kürzesten Lastenheft der jüngeren Automobilgeschichte. Denn statt einen langen Forderungskatalog aufzustellen, hat er nur einen Satz hinein geschrieben: "Wir machen das Beste spürbar besser und bauen den leistungsstärksten, schnellsten, luxuriösesten und exklusivsten Serien-Supersportwagen der Welt." Am Grundrezept hat Bugatti beim Wechsel von Veyron auf Chiron nicht viel geändert. Es bleibt beim Carbon-Monocoque mit Aluminiumanbau, mit dem die Entwickler das Gewicht unter zwei Tonnen halten. Im Heck des Bugatti Chiron (2016) steckt nach wie vor der vierfach aufgeladene 16-Zylinder mit acht Litern Hubraum, und die Kraft wird wie bisher mit einer siebenstufigen Doppelkupplung sortiert und über alle vier Räder, nein: Walzen, auf die Straße gebracht. Doch haben die Ingenieure in Molsheim an jeder Stellschraube noch einmal gedreht und so die Leistung um 20 Prozent gesteigert, den cW-Wert gedrückt und das Tempo angehoben.

Neuheiten Bugatti Vision Gran Turismo IAA 2015 Sound
Bugatti Vision Gran Turismo: IAA 2015  

So klingt der Chiron-Bote

 

Chiron geht in 2,5 Sekunden auf 100 km/h; 420 Spitze

Trotz des Preises im Millionen-Bereich, hatte Dürheimer noch vor dem Marktschon schon von 300 Kunden eine Anzahlung für den Bugatti Chiron (2016) kassiert und war deshalb offenbar gut beraten, die Produktion des Coupés gegenüber dem Veyron von 300 auf 500 Exemplare aufzustocken – den sicher längst geplanten Roadster noch nicht mitgerechnet. Zwar will auch der Chiron der ultimative Gran Turismo bleiben, mit dem man vor der Oper genauso gut aufgehoben ist wie auf der Autobahn, einer sanft geschwungenen Küstenstraße oder einer Rennstrecke. Nicht umsonst wahrt er bei aller Brutalität einen Hauch jener Eleganz, die Bugattis wie den Altlantic zur Legende gemacht haben. Und nicht ohne Grund zelebriert er auch im spürbar entschlackten Innenraum wieder eine Orgie aus Lack und Leder und umschmeichelt die reichen Raser mit einem bei Sportwagen ungeahnten Luxus bis hin zum Soundsystem mit Diamantenstaub auf den Lautsprecher-Membranen und einem Markenlogo aus massivem Silber. Doch hat nicht nur Designchef Achim Anscheidt das Biest im Bugatti Chiron (2016) betont, zum Beispiel mit dem messerscharfen Blick der schmalsten LED-Scheinwerfer der Welt oder dem martialischen Heck mit seinem 1,60 Meter breiten LED-Schwert an stelle der Rücklichter. Auch der technische Projektleiter Willi Netuschil hat dem Wagen noch mehr Dramatik einprogrammiert. So gibt es nun wie bei jedem schnöden VW verschiedene Fahrprofile, mit denen man mit einem Dreh am Lenkradschalter die Motorsteuerung, die Strategie der siebenstufigen Doppelkupplung, die Kraftverteilung des Allradantriebs, das Stabilitätsprogramm und das neuerdings adaptive Fahrwerk variieren kann. Wem es nicht reicht, dass der Bugatti Chiron (2016) in weniger als 2,5 Sekunden von 0 auf 100, in unter 6,5 Sekunden auf 200 km/h und in nicht einmal 14 Sekunden auf 300 km/h beschleunigen kann und wem ein Spitzentempo von 420 km/h nicht Nervenkitzel genug sind, der kann deshalb auf Knopfdruck sogar driften.

Neuheiten Bugatti Chiron Grand Sport (2018)
Bugatti Chiron Grand Sport (2018): Erste Infos  

So kommt der Chiron Roadster

 

Mit dem Chiron will Bugatti endlich Geld verdienen

Größer als die Faszination für die Fahrleistungen ist aber womöglich die Überraschung, dass es den Bugatti Chiron (2016) überhaupt noch gibt. Erstens war der Vorgänger angeblich ein Millionengrab und zweitens haben viele spätestens nach der Abgas-Affäre befürchtet, dass der Bolide beim großen Aufräumen in Wolfsburg begraben wird. Diese Angst gab es auch in Molsheim, muss Dürheimer einräumen. Aber sie war offenbar unbegründet. Als das Dieselgate publik wurde, war der Bugatti Chiron (2016) auf der Zielgeraden, das Entwicklungsbudget weitgehend ausgegeben und die ersten Kunden hatten bereits ihre Anzahlungen geleistet. Da zieht niemand mehr die Reißleine. Erst recht nicht, wenn es diesmal nicht nur ums Prestige geht, sondern auch um den Profit. Denn Dürheimer ist mit dem Chiron nicht nur angetreten, "um das spektakulärste Auto der Welt zu bauen, sondern auch um damit Geld zu verdienen."

Bugatti Chiron von Bburago im Video:

 

Tags:

Wirkaufendeinauto

Auto bewerten & verkaufen!

Copyright 2017 autozeitung.de. All rights reserved.