Brilliance BS4 Brilliance BS4 versagt wieder beim Crashtest

13.09.2012

Bei einem aktuellen ADAC-Crashtest hat der neue Brilliance BS4 in puncto Sicherheit erneut versagt

München. Der erste Auftritt eines Chinaautos in der ADAC-Crashanlage 2007 scheiterte kläglich. Die Limousine aus dem Hause Brilliance, der BS 6, brachte es gerade mal auf einen Stern. Zum zweiten Versuch, Europa zu erobern, trat jetzt sein kleinerer Bruder, der BS 4, an. Zwar ist der BS 4 deutlich sicherer als der BS 6, doch auch die europäische Crashnorm hat sich inzwischen verschärft. Ergebnis: Diesmal bleibt der Brilliance ganz ohne Sterne.

Offenbar haben die chinesischen Konstrukteure bei Brilliance die Kritik des ADAC nach dem ersten, katastrophalen Crash ernst genommen, Denn von außen betrachtet war nach dem Frontalcrash im ADAC Technikzentrum mit dem neuen BS 4 die Fahrgastzelle bei weitem nicht so dramatisch kollabiert, wie damals beim BS 6. Doch der Blick ins Wageninnere offenbarte schwere Mängel:  Armaturenbrett, Lenkrad und Pedale dringen deutlich in den Innenraum ein, der Kopf des Fahrers bekommt nicht nur Kontakt mit dem Airbag, wie es sein sollte – er durchschlägt ihn vielmehr.

Unterhalb des Armaturenbretts wird es sogar noch schlimmer: durch die Lenksäulenverkleidung dringen steife und scharfkantige Blechteile. Ergebnis: Die Füße des Fahrers sind sehr stark gefährdet.
Zumindest im Seitencrash schlägt sich der BS 4 dank Seitenairbag und stabiler Türsäule deutlich wackerer als der große Bruder BS 6. Dennoch zeigte der Versuch mögliche, mittelschwere Verletzungen im Bauchbereich des Fahrers.

Völlig unzureichend ist das Thema „Kindersicherung“ gelöst: Die Gurte auf den Außenplätzen der Rücksitzbank sind viel zu kurz. Somit können dort Babyschalen nicht befestigt werden. Ausweichen auf den Beifahrersitz geht auch nicht, denn dessen Airbag lässt sich nicht abschalten.

Ziel aller Hersteller in Sachen Fahrzeugsicherheit ist die „Fünf-Sterne-Bestnote“ der europäischen Crash-Vereinigung EuroNCAP. Seit Anfang 2009 ist dort allerdings die Meßlatte zur Erreichung der Sterne nochmals höher gelegt worden. Insbesondere wird die Ausstattung mit ESP, Gurtanlege-Warnern und weiterer Sicherheitstechnik nun mitbewertet. Nebeneffekt: Ein direkter Vergleich mit Ergebnissen vor 2009 ist grundsätzlich nicht möglich.

Nach dem „alten“ Bewertungsschema schaffte der BS 6 im Jahr 2007 gerade Mal einen Stern. Der BS 4 hätte nach diesem Verfahren immerhin drei erreicht. Doch die Entwicklung insbesondere bei der passiven Sicherheit ist in zwei Jahren vorangeschritten. Und an diesem höheren Standard muss sich jetzt auch der BS 4 messen lassen und das heißt: Null Sterne. Denn durch das Fehlende ESP verliert der BS4 seine theoretischen drei Sterne wieder und bleibt sternenlos in der Crashanlage zurück. Und das zu recht: Ein Auto ohne ESP passt nicht in die heutige Zeit.
ADAC

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