Borgward Isabella Concept (2017): Erste Fotos Spektakuläres Isabella-Comeback

von Alexander Koch 19.10.2017

Nach 56 Jahren erweckt das Borgward Isabella Concept (2017) die Mittelklasse-Limousine der Traditionsmarke wieder zum Leben. Bis auf die Zweifarbenlackierung, den kecken Hüftschwung und den Rhombus hat die Studie mit ihrem Urahn aber nichts gemein.

Auch wenn das Borgward Isabella Concept (2017) den Namen des bis dato erfolgreichsten Modells der deutschen Tradionsmarke übernimmt und zumindest Designer Anleihen am Urahn gesehen haben möchten, ist die Studie vielmehr ein Blick in Richtung Zukunft. Setzte die erst 2015 zurückgekehrte Marke mit chinesischem Hintergrund bislang auf SUVs, um möglichst schnell auf gewinnbringende Margen zu kommen, möchte sie in Zukunft auch andere Nischen besetzen – und sich optisch sichtbar weiterentwickeln. Dafür verzichtete das Designteam bei der Elektro-Studie weitestgehend auf Reminiszenzen und ließ den klassischen Hüftschwung des zwischen 1954 bis 1961 gebauten Originals nur stark verändert aufleben. Deshalb dürfte sich das Stilmittel dem neutralen Beobachter nicht unmittelbar aufdrängen. Den durch die SUV-Modelle bereits bekannten, achteckigen Kühlergrill ließen die Designer aber auch gleich weg und konzentrierten sich auf den Marken-Rhombus, der das zentrale Element der Front ist. Aber nicht nur dort: Das fünf Meter lange, nur 1,40 Meter hohe und 1,92 Meter breite Isabella Concept (2017) ziert eine "futuristische Interpretation der Zweifarben-Lackierung", wie Borgward das in winzigen, Rhombus-förmigen Grafikelementen auslaufende Dunkelblau nennt. Dieses Stilelement findet sich nicht nur auf der flachen Motorhaube des Elektroautos wieder, sondern auch am Heck als verbindendes Element zwischen den beiden schwungvoll gezeichneten Rückleuchten. Ohnehin ist die Rückseite ein anschauliches Beispiel für das "Impressions of Flow" genannte Design, das organische Formen mit präzisen Linien verbinden möchte. Während die Rückleuchten und die freistehenden C-Säulen betont rundlich sind, ist der Diffusor in der Stoßstange zackig gestaltet.

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Erste Fotos des Borgward Isabella Concept (2017)

Über gegenläufig öffnende Schiebetüren gewährt das Borgward Isabella Concept (2017) schließlich Einblick in den Lounge-artig eingerichteten Innenraum. Scheinbar schwebende Vordersitze geben den Passagieren der zweiten Reihe einen fürstlich großen Fußraum, die ebenfalls auf Einzelsitzen residieren. Klassische Türöffner oder Knöpfe sucht man in der Limousine vergeblich, dafür ein Armaturenbrett im Stile eines Surfboards. Allerdings übernehmen nicht klassische Instrumente die Darstellung der wichtigsten Informationen, sondern ein Display unter der weit nach vorne gezogenen Frontscheibe. Es verläuft über die gesamte Fahrzeugbreite und zeigt links wie rechts die Bilder der außen angebrachten Kameras, die herkömmliche Außenspiegel ersetzen. Auch das Bedien- und Anzeigekonzept des Borgward Isabella Concept (2017) ist neu gedacht. Die "the scarf" genannte Touch-Display-Mittelsonsole stellt Navigationsanweisungen und Menüunterpunkte räumlich dar und erlaubt, Interaktionsflächen frei zu belegen. Die Ingenieure sind derart überzeugt davon, dass das Lenkrad bewusst ohne Knöpfe daherkommt. Ebenfalls neu ist die E-Antriebsplattform "Borgward Epropulsion", die nach dem Borgward BXi7 erstmalig in einer Limousine zum Einsatz kommt. Je ein E-Motor an der Vorder- und der Hinterachse werden durch Akkus gespeist, die für eine Leistung von 300 PS und 450 Newtonmeter Drehmoment stehen. Damit soll das Borgward Isabella Concept (2017) nicht nur 4,5 Sekunden auf Tempo 100 spurten können, sondern auch eine Spitzengeschwindigkeit von 250 km/h und eine Reichweite von bis zu 500 Kilometer schaffen. An einer Schnellladestation können die Akkus in nur 30 Minuten auf bis zu 80 Prozent aufgeladen werden. Wirklich interessant wird das Lademanöver aber erst, wenn die Technik wie bei der Studie sogar induktives Laden erlaubt. Spätestens damit eint die Isabella der 1950er-Jahre und die Studie wirklich nur noch der Name.

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